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Konrad Fischer
Haussanierung: Sparsam Planen und Bauen im Altbau - Voraussetzungen und Methoden 1.10
(aktualisiert 6.02.08)
In Unterseiten aufgeteilt: 1:
Einleitung:1.1 1.2 1.3 1.4 Der Krieg gegen die
Bausubstanz:1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11
Kapitel 1: Projektentwicklung:1.12
Kapitel 2: Bauvorbereitung1.13 1.14
Kapitel 3: Funktions-, Entwurfs-, Ausführungs- und Kostenplanung:1.15
Kapitel 4: Konstruktionsplanung:1.16
Haustechnikplanung:1.17
Altbaugeeignete Reparaturverfahren und Alternativen zu zerstörerischen
Sanierverfahren 1 2.2
Kapitel 5: Maßnahmen- und Kostenplanung
Kapitel 6: Bauablauf
Kapitel 7: Planungsvoraussetzungen
Manch Denkmalpfleger - auch Denkmalschützer genannt -
ist leider auch der entscheidende Verantwortliche für den Substanzverlust am Denkmal, wenn ausgerechnet er
"sein" Denkmal und dessen technisch-wirtschaftliche Vorzüge überhaupt nicht
richtig kennt und versteht und deswegen nicht effektiv "verteidigen" kann.
Einige Denkmalpfleger pflegen selber altbau- und bauherrnschädliche
Wahnideen wie "Dämmstoff
dämmt", "Doppel-Fensterscheiben
sparen Energie", "aufsteigende Feuchte","muscheliger, unschuldsweißzementärer
bzw. trassiger Hydraulkalkmörtel verbessert Frostfestigkeit" usw.
Deshalb versucht er sein Ansinnen, den armen Bauherrn denkmalhalber zu
"schädigen", voller Gewissensnot mit Aufhübschung und fetter
Bezuschussung der bauphysikalischen Verschlimmbesserungen nach dem Motto
"Richtig dämmen am Baudenkmal" oder "Vorsatzscheibenkonstruktion innen
oder als Winterfenster oder wenigstens alles neu in Holz" oder "schon die
alten Römer kannten Traß" zu entschuldigen. Es kostet extra
Denkmalsubstanz, wenn er außerhalb seiner Themenkompetenz jedem "seriös"
dahertrabenden Bauphysikalismus aufsitzt;
hat zu wenig handwerklich und kostentechnisch belegte Erfahrung und Argumentation gegen die zum Bestandsverlust
führenden Scheinargumente der Industrie- oder Planerpropaganda;
führt als selbsternannter Ästhet und Geisteswissenschaftler seine
Argumentation nicht in der materialistischen Verständnisebene der
sonstigen Beteiligten und kann deswegen nicht überzeugen, auf seine
billigen Schlagworte wie "Denkmalwert", "Geschichtlichkeit", "Stimmungswert", "Materialgerechtigkeit",
"Gestaltung" oder "Stil" ist aus Sicht des schlecht beratenen Bauherrn ja bestenfalls gesch...;
heuchelt als Priester des religionser- und zersetzenden Denkmalkultus irgendwas von ästhetischen,
kulturellen, historischen und psychologisch-soziologischen Kategorien des Denkmals, wo es nur um Denkmalgeschäft bzw. Denkmalpflege
als Business für alle anderen beteiligten Denkmalheuchler geht,
also "Rettung" der ach so identitätsstiftenden Denkmalsubstanz und
Denkmalpflege als lukratives, subventioniertes und profimäßig beweihräuchertes Modell der
Existenzsicherung für beamtete und freiberuflichen "Denkmalschützer und -pfleger"in maffiagleichen Strukturen
(wo's doch um so viel Geld geht!) auf Kosten des Denkmals, seines Eigentümers und der Gesellschaft;
unterschätzt den Einfluß
der Gebäudeplanung, den denkmalgerechten
Ansatz der HOAI und der VOB;
will seine knappen Mittel vorzugsweise in Bauforschung, Restaurierung oder
Baumaßnahmen ("denkmalpflegerischer Mehraufwand", den es bei geschickter
Erhaltungsplanung kaum geben dürfte) stecken und hat keine
brauchbare Förderstrategie für substanzbewahrende Reparaturplanung;
unterstützt hin und wieder Auftragsheischer aus der Planer-, Bauforscher-
und Restauratorenszene - teils aus Mitleid mit tragischen Einzelkämpfern,
teils wg. Ausnutzung der Unterangebote bedürftiger Flaschen, teils wg. anderweitiger Gefälligkeiten;
kommt zum Bauherr und empfiehlt nicht gerade selten Gratis-Studenten- und
Anfängerleistung, die später in die Kostenexplosion führen muß - aus Motiven, die sich jeder selbst beantworten kann und
muß. Und gegen alle scheinheiligen Beteuerungen und Qualitätsforderungen in Sonntagsreden und gedrucktem Denkmalpflegegelaber;
ist froh, wenn er durch Einsatz von Zuschuß und baurechtlichen Drohungen
wenigstens historisierende Bauteile im runderneuerten Denkmal erzwingt, auch wenn er damit indirekt die Vernichtung von Bausubstanz
fördert; dafür nimmt er die Gefährdung durch den Einsatz modern dichter/fester Konstruktionen hin (an die er manchmal selber glaubt);
bildet mit dem Planer einen subventionsabhängigen Denkmalverschönerungsverein:
er unterstützt die reparaturtechnisch unbedarften Planungsästheten
bei "zeitgemäßen" Modernismen aus Beton+Stahl+Glas, wenn sie
seinen Rekonstruktionsversuchen am Zustand von Anno Einundleipzig nicht in die Quere kommen;
akzeptiert bestandszerstörende Planung recht gleichgültig, wenn
sie nur vordergründig honorarsparend erscheint oder auf undurchsichtig fetten "Gutachtereien" beruht.
Kommt es durch seinen verstärkten Druck dennoch zur Reparatur des Bestands als echte gemeinten Denkmalschutz, gibt es
regelmäßig unsinnig teure Maßnahmen, da
"Bauforscher" und Studenten die Bestandsaufnahme als "Inventardokumentation" unangefochten von Belangen der Planung und Ausschreibung
durchführen;
baugeschichtliche Erkenntnisse trotz bleibender Lücken oft Rekonstruktion
erzeugen, nach Zerstörung wiederverwendbarer Bausubstanz ;
untaugliche Planungsmethoden zur freien, bestenfalls beschränkten
Vergabe mit zu hohen und unvergleichbaren Angebotspreisen in engen Bieterkreisen führen;
schlechte Bestandsaufnahmen ebensolche Ausführungsplanung mit lückenhafter
Leistungsbeschreibung und zu vielen teuren Nachträgen erzeugt; die
Nachtragsforderungen unterstützt der Planer, da der Auftragnehmer sonst den Planungsmängeln
nachgeht und er in Regreß gerät;
handwerkliche Grundsätze nicht angewendet werden, da nicht nur Planer
den Unterschied zwischen dauerhafter Reparaturtechnik und modern-genormtem Pfusch ohne Langzeiteignung oft nicht kennen;
Planer deswegen in der Leistungsbeschreibung keine ausreichende Qualität
vorgeben und Bauherrn Qualität dann in der Vergabeentscheidung nicht ausreichend berücksichtigen können;
Bauleiter in der Bauabwicklung die Betrugsmöglichkeiten der Handwerker
im Qualitätsbereich (undeklarierter Austausch aufwendiger, aber dauerhafter Bauarten und Baustoffe gegen Billiglösungen; minderwertige
Ausführung) mangels diesbezüglicher Planungsunterlagen, exakter Leistungsbeschreibung
und eigener Kenntnisse nicht verhindern können.

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