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Der Schwindel mit Wärmedämmung, Hausisolierung und Energiesparen 3
Algen auf Wärmedämmung / WDVS
Hausisolierung, Fassadendämmung und Energiesparen
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Der Schwindel mit der Wärmedämmung - Start Kapitel 1 - Einstimmung: Schadensfälle an Dämmfassaden - Madenbefall, Absturz usw.
2 - Zur Sache: Schimmel und Algen durch WDVS
3 - Fassadendämmung naß veralgt?
4 - Schädlingsbefall und Thermographie
5 - Amtliche Energiesparversprechen / Energiesparverbrechen?
6 - Dämmung, EnEV und Schimmelpilzbefall
7 - Widerspruch Mieter gegen Mieterhöhung nach energetischer Sanierung / Gutachten für Widerspruch Eigentümer ./. WEG gegen Beschlußfassung energetische Sanierung Fassade
8 - Reboundeffekt / Problemdiskussion Innendämmung / Innenisolierung
9 - Wärmedämmung im Vergleich / Das Lichtenfelser Experiment
10 - Schwindel? Dämmung + Energiesparverordnung EnEV
11 - Befreiung und Ausnahme von Energieeinsparverordnung
12 - Lichtenfelser Experiment - Ein Fake?
13 - Altbausanierung - Lohnt sich Energiesparen durch Dämmung?
14 - Frost, Eis, Kondensat, Feuchte, Nässeschäden und Beulenpest auf WDVS - Wärmedämmverbundfassaden, Dämmfassaden, Fassadendämmung.
15 - Dämmstoffbrand, Fogging + Energiesparen
16 - Dachdämmung / Zwischensparrendämmung verpilzt?
Das Handwerkerquiz + Das Planerquiz für schlaue Bauherrn
Algenbefall / Algenpest auf Wärmedämmung, Wärmedämmverbundsystem WDVS, Hausisolierung und Fassadendämmung
Abbildung: So geschieht´s einem WDV-systematisierten Hüttchen nach wenigen Jahren:
Der vergammelte Kram muß mühsam runtergerupft werden, weil er "ordentlich" anzementiert wurde. Dafür
gibt´s heute patentierte Autokran-Aufsatzfräsen.
(Bild aus Thomas Böttcher: "Warmes Fressen für den Biber"
in: Bautenschutz+Bausanierung, Zeitschrift
für Bauinstandhaltung und Denkmalpflege, März 2001, S. 29, Bildbearbeitung K.F.)
Das Mauerwerk ist naß und "hinüber". Die Buden schimmeln. Die Bewohner verrecken. "Mehr als sieben
Millionen Wohnungen in Deutschland sind von Schimmelpilz und Feuchteschäden betroffen." (Ergebnis einer wiss.
Studie von Sabine Brasche, Friedr.-Schiller-Universität Jena). Ein
selbstgeschaffenes Geschäftsfeld der neuen Bauphysik zur Beförderung der Bauwerksisolierung.
Das kostet.
Auch die Baugeräteindustrie hat sich darauf eingestellt - Sie sehen die Fräsmaschine am Kranausleger.
Sondermülldeponien und die Sanierbranche haben es auch.
Und der Mieter? Er hat sich ja schon beim vorherigen energetischen Sanieren an´s sinnlose Blechen gewöhnt.
Den grünen Ökoheini und beschissenen Mieter erkennt man heutzutage
sofort an seiner Fassade. So kann das einst weiße Grün über
kurz oder gar nicht so lang aussehen: 
(Abbildung "Algenbefund auf der WDVS-Fassade"
aus "[Forschung] Wärmedämmung; Zur EnEV: 1. Grünes Hinweisschild + 2. Schotten dicht"
in: Bautenschutz+Bausanierung,
Zeitschrift für Bauinstandhaltung und Denkmalpflege, Januar
2002, S. 44, Bildautor: Hochschule Wismar, Bildbearbeitung K.F.)
Oder eben so (Aufnahmen Konrad Fischer am 24.08.2007 anläßlich Bauberatung):
im Detail:
Die schnöde
Endlösung einer an Possenreißerei und kontraproduktiven, das Vertrauen des tumben Michels so dermaßen
grausam karikierenden Eulenspiegeleien wohl unübertreffbaren Klimaschutzpolitik unserer Lobbykratie. Typisches
Ergebnis einer von allerlei interessierten Kreisen wohl und fett gesponsorten Regierung und Administration von
Umwelt-, Wirtschafts-und Bauministerium abwärts bis zum letzten Landrats- und Bürgermeisteramt. So manche
Hochschulen und Bauinstitute, Schwachverständige und nahezu die gesamte Baubranche als Klimaschutzkriegsgewinnler inkl.!
Schön, wie die besseren Speichereigenschaften der Dübel für die Wandisolierung / Fassadendämmung mit WDVS/wärmedämmverbundsystem mit
der geringeren Vergrünung / Verschwärzung punktgenau herausstechen. Bauphysik im Bild.
Der Schwachverständige wird (gem. mir vorliegenden Gutachten) dann vom Architekten
fordern, zum erfordernisgerechten "Feuchtemanagement" der bewitterten Fassade
entsprechende Dachüberstände anzuordnen, damit halt kein Regentröpfchen
auf die Dämmfassade kommt. Wo er doch eigentlich wissen muß, daß
sie obendrein so dermaßen kondensatempfindlich ist. Und die heutzutage verfügbaren
"wärmegedämmten Dübel" zur einheitlichen Vergrünung
erst später "Stand der Technik" wurden. Deswegen, und um die Dämmdübel
nicht zu entlarven: Immer feste Gift in die Fassadenfarbe, das schmeckt den Algen nicht.
Diese raffinierten Giftmischer nutzen nun den überall grausig anschwellenden
Veralgungseffekt zur nächsten Marktoffensive. Scheinheilig jammern
sie über sich allseits verbreitende grüne Fassaden, benamsen
die dank solarer Wärmeaufnahme und -speicherung weniger kondensatanfälligen,
trockneren und so weniger befallenen Massiv-Tellerdübelbereiche als
"Leopardeffekt (Leopardeneffekt, Leopardenfelleffekt", der von der angeblich "hohen Wärmeleitung" der
Metalldübel aus dem beheizten Rauminneren käme - krasser und
gemeiner kann man die Tatsachen wohl kaum fälschen - und finden geldgeile
Muffis wie Professorenschlingel, Energieberater, Medienhuren, Politik-
und Verwaltungshanseln, die die immer weiter gesteigerten Schwindeleien
fleißig unters doofe Volk verbreiten. Wer dann eigentlich schuld
am ökologisch gewollten Fassadengrün sei?
Eben wieder einmal das alte Lied: Es kommt drauf an, was man draus macht
- der Architektenblödel ist Schuld. Wußte eben wieder mal nix von abgasgereinigter Luft, die den Algenbefall neuerdings
begünstigen soll (Ja, der Umweltschutz hat auch seine positiven Seiten für die Natur!). Von fassadennahem Waldwuchs
in 1 km Entfernung, der mit West- oder Ostwind nach Belieben der Schwachverständigen ständig Algensporen herandüst.
Von globaler Erwärmung, die eben auch dem Algenwachstum und Schimmelpilz zur verbesserten Vermehrung dient. Kein
Wunder, daß Architekten kaum noch Haftpflichtversicherer finden. Und was er bestimmt nicht wissen soll,
weiß er selbstverständlich auch nicht: Daß die typischen WDVS-Systemputze und Systemfarben Kunstharz
enthalten und genau damit zur Untergrundauffeuchtung beitragen und mangels Alkalität (bieten angenehm leicht
saures Milieu) den Naturbewuchs geradezu herbeirufen. Sie bieten nämlich ein bestens geeignetes Substrat
(Nährboden) für unsere schwarzgrünbraunen Freunde unter den wunderlichen Mikroorganismen, die uns der
liebe Gott in seiner Schöpfung oder eben der Zufall gegönnt hat.
Die WDVS-Seite hat nun den Zieglern wettbewerbsrechtlich sogar verbieten lassen, sachverständigen- und
urteilsgestützt auf das Algenbefallsrisiko der WDVS hinzuweisen, ohne zu verraten, daß brutale
Fassadenvergiftung hier sehr kurzzeitig vorbeugen kann. Aus dem Beschluß des Landgerichts Wiesbaden vom 7.8.03:
"... Dazu ist es zutreffend, dass das Landgericht Frankfurt/Main
in der Sache 3-13 O 104/96 in den Entscheidungsgründen festgestellt
hat, nach der Ansicht des dort tätigen Sachverständigen Dr. Schuder
werde das Algenwachstum durch die Vollwärmedämmung begünstigt.
Zugleich hat das Landgericht Frankfurt am Main aber auch festgestellt,
dass durch entsprechende Gegenmaßnahmen, wie den Einsatz fungizider / algizider
Mittel und ähnlicher anderer Maßnahmen der Algenbefall verhindert werden kann. ..." Ja, die
Schlauheit deutscher Gerichte ist eben durch nichts zuübertreffen. Die biozid (lebenstötend) mit
Algiziden (Algentötern) und / oder Fungiziden (Pilztötern) vergifteten Abwehrmittel - herrliche Zutaten
in den Fassadenfarben - sind leider auswaschbar. Regen spült das Giftzeugs dann in den Vorgarten. Prost Mahlzeit,
deutscher Ökokamerad, der Du Dein Petersiliensträußchen selbst im Gärtli biodynamisch züchten wolltest ...
Wobei man hört, daß auch ein Hochhaus in Nürnberg als überzeugendes Beispiel der Feuchte- und
Algenzerstörung des WDVS schon nach kürzester Zeit dienen kann. Man klagt halt nur jahrelang herum, bis man
"den Schuldigen" erwischt hat ... Oder eben auch nicht, wie dieser etwas jüngere Fall der deutschen
Rechtssprechung zeigt:
Ein spargieriger Bauherr errichtet 2000 bis 2001 mehrere Wohnhäuser, fällt - logischerweise frei von jeglichem
Sachverstand als rechter Bausimpl (lesen Sie hierzu mein Bauherrnquiz) mit Anlauf auf die
Dämmwerbung herein und ordert bei einem für solche Sachen geradezu prädestinierten Malerbetrieb - ach wie
sauschlau! - nach Vorschlag des wackeren Maler Klecksels ein Wärmedämm-Verbundsystem mit mineralischem
Oberputz (der ja angeblich nicht so algen- und verschimmelungsanfällig wie seine ebenfalls gut marktgängigen
kunstharzbeschwarteten Brüder sein soll).
Aber - Pustekuchen! Schon nach zwei (2003), und erst recht nach drei Jahren verfärbt, verdreckt, verschmutzt,
veralgt die neue Fassade und sieht sowas von häßlich aus, daß es sogar einer Sau graust.
So war das nicht bestellt, sagt sich der beschissene Bauherr und will vom Handwerksbetrieb, der ihm diesen Schnulli
preisgünstigst und frohgemut und nach eigener (herstellerberatenen!) Schlaumeierei auf die Fassaden gebabbt hatte,
Schadensersatz. Man zieht - wegen hoher Schadenssumme - vor das Landgericht Darmstadt.
Im Zuge der Beweissicherung wird für teuerst Geld auf Kosten des dreist klagenden Bauherren ein sogenanntes
Sachverständigengutachten eingeholt. Und was der "normale" Bauherr nicht weiß - ja vielleicht nicht einmal ahnen
konnte - der schöne Sachverständige rügt im trauten Verein mit der Interessenslage der von derart
gelackmeierten Bauherren profitierenden Unternehmen - dem Malergeschäft und dem Dämmstoffprdouzenten und dem
Mineralputzhersteller - nicht den unterlassenen Hinweis des planenden und ausführenden Pinselschwingers, daß
das Aufbringen einer Fassadendämmung wirtschaftlich so gut wie nie vertretbar ist, das heißt, nicht einmal
durch die versprochenen Energieeinsparungen, geschweige denn durch die tatsächlichen refinanziert werden kann und
der Kunde damit durch Fassadendämmung erhebliche wirtschaftliche Nachteile und drastisch bezifferbare
Einbußen erleiden wird.
Der sich so vornehm zurückhaltende Fassaden-Experte rügt auch nicht den unterlassenen Hinweis des
Handwerkssimpls, daß ein WDVS auf einer Fassade wegen seiner der mangelhaften Wärmespeicherfähigkeit
geschuldeten allnächtlichen dramatischen Betauung und Kondensataufnahme zum Absaufen und Veralgen, Verschmutzen,
Versauen und Verdrecken sozusagen vorprogrammiert ist.
Nein, der so sachverständige Bauschadensgutachter, Fachgebiet bestimmt Mängel und Schäden an
Wärmedämmverbundfassaden, rügt auch nicht, daß es der Herr Handwerksmeister
netterweise vergessen hat, dem Bauherren die Verzögerung der allen Fachleuten der Branche seit Jahrzehnten
bekannte Befallsgefahr durch den Einsatz der handelsüblichen Gifte im Anstrich - Fungizide und Algizide genannt -
wenigstens nahezulegen, wenn schon nicht zu empfehlen. Warum er auf die Chemiekeule lieber nicht hingewiesen hat, kann
nur vermutet werden: Vielleicht, weil dann selbst der strohdümmste Bauherr nachdenklich geworden wäre, und
vielleicht ein wesentliches wirtschaftlicheres, preisgünstigeres und dauerstabiles Fassadenschutzsystem wie Putz
und Anstrich gewählt hätte und damit halt mal kein Saugeschäft zu machen ist? Wir wissen es nicht und
können nur ahnen.
Dafür weiß der so ungeheuerlich unabhängige Sachverständige - und das ihn auswählende Gericht
stützt sich in seiner Urteilsfindung genau darauf - auf was denn sonst: Daß das WDVS den anerkannten Regeln der
Technik entsprach, daß Vorhersagen über Algenbefall und Verschmutzung naturgemäß nicht
möglich sind, da diese von der jeweiligen Umgebung, der umliegenden Flora und Fauna, evtl. in näherer oder
weiterer Umgebung mehr oder weniger vorhandenen mehr oder weniger verschmutzenden Industriebetrieben und generellen
Witterungseinflüssen überhaupt abhängig seien. Außerdem, daß Fungizide sowieso keine
befriedigende Lösung dargestellt hätten, da diese eh' nur zeitlich begrenzt wirksam seien und
darüberhinaus umweltschädlich und deswegen keinesfalls unbedenkliche Mittel seien.
Wo er Recht hat, hat er eben Recht, der hochverehrte ö.b.u.v. Herr Bausachverständige. Und so weist das
Landgericht Darmstadt die Klage zurück (Urteil vom 7. August 2007, Aktenzeichen Az. 14 O 615/05). Der Auftraggeber
habe nämlich keinen Beweis antreten können, daß ein Mangel vorläge und der brave Handwerksmann
einen gebotenen Hinweis schuldhaft unterlassen habe. Oh, wie hierüber die von deutscher Justiz begünstigte
Branche jubelt (Googlen!). Auf wessen Kosten wieder einmal? Raten Sie selbst!
Mein kostenloser Tipp an alle interessierten geizgeilen Bauherren:
Wenn Sie eine schnellstmöglich versaute Fassade haben wollen - schnellstens zum nächsten Malermeister um die
Ecke!
Hin und wieder erwischt es auch mal den Verursacher der bauphysikalisch gesteuerten Wachstumsförderung. Lesen Sie weiter:
Nach aktuellen Untersuchungen der eidgenössischen EMPA liegen die Oberflächentemperaturen der frei
exponierten WDVS im Winterhalbjahr täglich etwa 15 Stunden unter der Taupunkttemperatur. In dieser Zeit säuft
das WDVS aufkondensiertes Wasser ein. Jedoch auch im Sommerhalbjahr liegen die Betauungsperioden einer WDVS-Fassade erheblich
über den Beregnungsperioden. Dabei bildet sich flüssiges Wasser in Tropfenform an den betauten Fassadenoberflächen.
Da ein WDVS-Fassadensystem nur marginale Speicherkapazität für Wärme aufweist, kühlt es im Schatten und der Nacht
unheimlich schnell aus und wirkt geradezu als Kondensatfalle. Seine wasserabweisende Beschichtung verhindert dabei das temporäre
Wegpuffern der anklatschenden Nässe, wie es jeder kalkgetünchte Kalkmörtel altväterlicher
Baukunst ohne weiteres fertig bringen würde.

Auch dieses jüngst modern sanierte WDVS-Fassädchen nimmt an schattenreicheren und kühleren Bereichen
konsequent massig ankondensierende Nässe auf und zeigt deshalb das algige Problem - wie es dank hermetisch-dichter
Plastikfenster in den Räumen schimmelt, spielt hier keine Rolle (Bildquelle:
Joachim Buck)
Zur Erinnerung: Auch das Fraunhofer-Institut für Bauphysik entlarvt die kondensatsaufenden WDVS-Wärmedämmverbundsystem-Fassaden und
auch hochwärmedämmende Porensteinfassaden:

Jeder Regen in ein sonnenbeschienenes, am Tage doll überhitztes WDVS sorgt dann zusätzlich für
extreme Temperaturspannungen, da die Oberflächenschichten eben nicht wärmespeicherfähig sind und deswegen
radikal abkühlen und sozusagen zusammenzucken. Das geht nicht ohne extreme Rißbildung und so überzieht
ein spinnennetzartiges Mikrorißsystem nach kurzer Zeit die Kunstharzschwarten auf den labbbrigen Dämmpaketen.
Ach ja, diese Risse sind selbstverständlich kapillaraktiv und saufen begierigst jeden Regentropfen hinten rein -
zusätzlich zurnächtlich angelagerten Kondnesatfeuchte.
Die Nässe landet dann letztendlich im Dämmschaum bzw. Dämmgespinst und wird dort
herzlich umarmt, festgepackt und sozusagen nie mehr entlassen. Das nennt man im Fachjargon "Absaufen der Wärmdämmung".
Wie das nasse Zeugs dann noch U-Wert-mäßig wärmedämmen soll, weiß auch niemand. Und so kommt
es, daß diese WDVSe über kurz oder lang auf ewig naß herumstehen. Nasse Dämmpullis sollen
dann dämmen? Prost Mahlzeit, sagen sich da Algen, Pilze und Flechten, die in trauter Innigkeit als sog. Symbionten
gemeinsame Sache machen und das WDVS mehr und mehr bevölkern. In der Bauszene spricht man ironisch von einer
"Solidargemeinschaft": Die Algen liefern die Fotosyntheseprodukte, die Pilze Wasser und Nährsalze.
Da lassen sich dann auch die zähen Flechten nicht lange bitten und nehmen ebenfalls Platz am so dermaßen
überreich gedeckten Tisch. Der Bauherr freut sich dann am gräulichen bis schrillbuntgrüngelben
schillernden Fassadenbild, das diese Überlebenskünstler unter schlauer Zuhilfnahme von angebapptem
Umweltruß und -dreck sehr eifrig malen.
Doch nicht alle Bauherrn jubeln immer über diese überraschend geile WDVS-Kunst. Deswegen vergiftet der
WDVS-Werker den fleißigen Malkünstlern die Suppe mit greulichen Zutaten: Fungizide und Algizide werden
diese lebensfeindlichen Toxizitäten gerne verharmlosend genannt. Dabei sind sie nach ein paar Jahren oder weniger
wieder aus der Fassade gewittert und die raffinierten Malkünstler rücken wieder an. Einer überraschend
offenherzigen Publikation eines renommierten Farbenherstellers in "Bauen im Bestand / Bautenschutz und Bausanierung
6/2008" ist auf Seite 49 zu entnehmen:
"Gegen mikrobiologischen Bewuchs an WDVS-Fassaden funktionieren nach Erfahrungen der letzten Jahre wasserlösliche
Biozide als "Allheilmittel" gegen Algen, Pilze & Co. doch nur eingeschränkt: Der größte Teil der Biozide
wird bereits nach einigen Monaten aus der ebschichtung ausgewaschen und gelangt schließlich ins Grundwasser. Das bedeutet eine
Belastung des sensiblen ökologischen Gleichgewichts sowie einen möglichen, später auftretenden
Algen- oder Pilzbewuchs an der Fassade."
Ja, das ist die perfekte grüne Weltrettung nach Geschmack unserer korrupten Öko-Politik: Erst die Bürger mit Gesetzen zwingen,
den teuren Industriemüll an die Fassaden kleben, im isolierten Bauwerk ohne jegliche Energieeinsparung feuchtemäßig
verschimmeln, während das Gift der Fassade in den Boden rinnt und dort das Grundwasser verseucht und nach kurzer
Zeit die verrottete Algen- und Pilzbrutstätte wieder von der klatschnassen Wand rupfen, um den im Halbjahresturnus
modernisierten Nachfolgerpfusch ans Haus zu pampen. Nur so können wir das Klima schützen und die Taschen der
Chemielobbyisten und deren Polithuren täglich neu füllen. Mir ham's ja.
Und so zeigt es sich auf einem ehem. Rathaus, nach nur sechs Jahren (Gewährleistungsfrist ist gottseidank
abgelaufen), Leopardeneffekt, Auffeuchtung, Frostbeulen, Risse und Oberflächenverluste inklusive:

Oder auch so: Grünalgen und Schwarzalgen in bunter Mischung:
Und so, ein Haus in NRW, Bj. 1930 mit ca. 20 Jahre altem, bunt bewachsenem, aufgenässtem und abbruchreifem
Wärmedämmverbundsystem inkl. schönstem Leopardeffekt (Bildquelle: Beratungskunde):
Ist diese Kunstfertigkeit dann aus Sicht der Bauherrn ein hinzunehmendes Bilderspiel, in der üblichen
Gewährleistungsfrist schnöde "eine unvermeidbare Verschmutzung"?

Oder diese, an der Hauptfassade schon mal unten überstrichene und dennoch bald wieder auftauchende? Und am Giebelfoto
wird schön sichtbar, wie eine feuchtwarme Zimmerluft am unterkühlten WDVS die naßkalten Voraussetzungen
idealer Versauung schafft.
Das kulturell ganz und gar nicht angehauchte LG Frankfurt am Main hat dazu im Urteil vom 19.12.1999 - 3-13O-104/96
schnöde entschieden:
"Jeder Außenputz hat neben seiner bauphysikalischen Funktion auch eine ästhetische. ... Es bedarf deshalb keiner näheren Begründung,
daß diese bedeutende weitere Funktion der Außengestaltung durch Mängel am Erscheinungsbild beeinträchtigt werden kann. Diese Funktion war durch die
gräulich-grüne, wie verschmutzt wirkende Fassade an den maßgeblichen Seiten nicht unerheblich
gestört. Die Ursache dieser Erscheinung liegt in dem Algenbewuchs ... Das Algenwachstum wiederum wird durch die
Vollwärmedämmung begünstigt, die die Klägerin (Handwerker) auftragsgemäß
erbracht hat. ... Sie war (haftungsrechtlich) verantwortlich für die Erstellung eines Außenputzes, der auch
seiner immanenten ästhetischen Funktion entsprechen mußte. Dabei kommt es auf eine Unterscheidung danach
nicht an, ob sie eben einen entsprechend geeigneten Putz verwenden oder die Beklagte auf das Risiko des
ausgeschriebenen Putzsystems hinweisen mußte."
Sauber neidappt, schlauer WDVSler! Hättst halt dem Bauherrn pflichtschuldig gesagt, daß sein ausschreibender
Planer keine technisch-konstruktive oder gar bauphysikalische Ahnung hat, vom WDVS-Lieferanten durch Umsonstplanung und
andere Annehmlichkeiten vielleicht bestochen wurde, daß das WDVS über kurz oder lang immer ein Wasser- und
Staubsauger und Schimmelalgenflechtennährboden ist (giftfrei dauerstabile Beschichtungen ausgenommen), die
Investkosten niemals durch Energieeinsparung reinspielen kann und was dergleichen mehr an unangenehmen Wahrheiten sein
mag. Dann hätte er vielleicht ein nettes Fassaden-Instandsetzungsaufträglein bekommen und nicht ein so
vernichtendes Urteil. Da er aber nix lernt, wird er dem nächsten Kunden vorsichtshalber zur Giftspritze für
seine Kunstharzpampe raten. Warum sollte er auch Mitleid mit den armen Kinderlein haben, die dann im
lebengefährlichen Sozial-Vorgärtlein unter dem Gift-WDVS ihre ersten und letzten Jährlein verbringen
werden. Sind eh Ausländer, oder wat?
Dipl.-Ing. Gunter Hankammer schreibt zu diesem Problem in
"Grundsätzliches zum Grünzeug, Mikroorganismen und Möglichkeiten dagegen an WDVS-Fassaden", Bautenschutz und Bausanierung Nr.8, 12/04, jedoch:
"Architekten und Ingenieure sollten spätestens bei der Abnahme prüfen, ob die notwendigen konstruktiven und mögliche biozide Vorkehrungen zur Verhinderung einer vorzeitigen Verschmutzung durch Mikroorganismen getroffen worden sind."
Will vielleicht sagen: Planer, sieh bloß zu, daß weder Du noch der ausführende Fassadenschänder
vor Ablauf der Gewährleistung bei Eurem Betrug erwischt werden! Erst danach derf die Fassade aussehen wie geplant:
Wie Sau hoch drei. Laß deswegen Gift in die Wandbeschmiersuppn neischmeißen ohne Ende! Den Bauherrn
brauchst aber gwiß net aufklären, daß er im ureigensten Eigeninteresse auf so saublöde
Geldnausscheißerei besser verzichten sollte und die EnEV genau dafür Paragrafen bereithält. Bist ja
auch net dessen Treuhänder, sondern der billige Sklave des WDVS. Oh Borussia, hilf!
(Details zur Wasser- und Umweltvergiftung durch toxifizierte WDVS-Beschichtungen)
Als kleiner Zwischenspurt Ihrer Reise auf den Dämm-Olymp hier ein Nachmittags-Spaziergang durch die hochgelobte
und hoch geförderte und von den gedämmten Mietern teuer bezahlte Energiespar-Mustersiedlung einer fränkischen
Metropole (jawollja, auch fränkische Wohnungsverwaltungen haben von Duden und Blasen, von Dämmen und Dichten
hin und wieder nicht die geringste, vom Geldvergeuden und Mieterzwacken bzw. Wohnungseigentümerhinterslichtführen
dafür umso mehr Ahnung) - ein wahrer Hochgenuß für Fassadenschinder des Malerhandwerks, die für derartige
Schandtaten sogar Geld bekommen. Und beobachten Sie, wie dieser Effekt sowohl auf Schattenseiten wie auf den Sonnenseiten
der Hausfassaden auftritt. Und wie man genau erkennt, welche vom Energiegeiz gepackte Bewohner lieber im Mief ersticken
als zu Lüften und welchen Mieter ihr nacktes Überleben lieber ist:

Weiter: Der Schwindel mit der Wärmedämmung - Kapitel 4
Angebliche und wirkliche Fachliteratur der Dämmpropaganda und ihrer entschiedensten Gegener sowie mehr oder
weniger nützliche Produkte rund ums Energiesparen, den Schimmelpilz und die Feuchteproblematik - Sie entscheiden!

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