Das Handwerkerquiz + Das Planerquiz für schlaue Bauherrn
(aktualisiert 13.10.09)
Die Mehrzahl aller
Bauschäden entstehen nach dem Bauschadensbericht der Bundesregierung
(4. Manuskriptfassung 8/95) durch Schimmelpilze nach Fenstererneuerung. Außerdem ergeben sich langfristige Bau- und Gesundheitsschäden
bei dem nur auf Abdichtung zielenden Fensteraustausch. Inzwischen werden
von interessierten Kreisen - wie in Schweden schon vollzogen - gesetzliche
Maßnahmen zur anlagentechnischen Entlüftung der vorschrifts-
und DIN-gemäß übertrieben abgedichteten Aufenthaltsräume
gefordert. Das Einfamilienhaus mit Lüftungsmaschinerie. Die Anlagentechniker jubeln.
Kollege Dipl.-Ing. Wilhelm Mühlen, Obel - Zimmermann und Partner GbR, Freie Architekten BDA, Teutonenweg 10, 86609 Donauwörth, führt dazu in einem Antrag auf Befreiung von der EnEV aus:
"Die derzeit in Deutschland (noch) favorisierte kontrollierte Wohnraumlüftung ist in dieser Form in Schweden seit 2002 verboten. Unter Berücksichtigung mikrobiologischer und chemischer Belastungen der Raumluft aus den Lüftungsanlagen ist die Zahl der Allergiker, insbesondere bei Kindern, in den mechanisch belüfteten Häusern in Schweden so stark angestiegen, dass hier ... ein kausaler Zusammenhang zwischen Lüftungsanlagen und Allergieerkrankungen gesehen wurde.
Die Lüftungsanlagen müssen in Schweden deshalb nun so geplant werden, dass regelmäßige Wartung, Reinigung und Desinfektion bei allen Anlagenteilen nachweislich möglich ist.
Die damit verbundenen Wartungskosten belaufen sich auf ca. 700 bis ca. 1.000 EUR/a und dokumentieren damit im Verhältnis zur Energiekosteneinsparung in einer Größenordnung von 300 bis 400 EUR/a, neben den gesundheitlichen Belastungen für die Nutzer, die Unwirtschaftlichkeit der Anlagentechnik (der kontrollierten Wohnraumlüftung)."
Hier der Link zur entsprechenden schwedischen Bauvorschrift:www.riksdagen.se/webbnav/index.aspx?nid=3911&bet=1991:1273
Eine österreichische Energiesparhausseite
stellt in den Raum:
"Probleme mit Lüftungsanlagen können weitgehend
vermieden werden, wenn eine seriöse und sensible Planung durchgeführt wird."
Aha. Seriös(!) und sensibel(!!). Eben genau das, was unser Energiesparsensibelchen von den krawattierten
Energiesparscherzperten erwarten darf. Tipp: Achten Sie auf Klavierspielerfinger als wesentliches Unterscheidungsmerkmal
zwischen Holzhacker-Bratwurstfinger-Planern und nervösen
seriösen Schreibtischlingen.
Eine Unzahl von gesundheitlich mehr oder minder beeinträchtigten
Bewohnern von zwangsbelüfteten Niedrigenergiehaus- und Passivhäusern fanden aber solch sensibilisierte Seriösplaner
öleider nicht. Vielleicht gibt es sie ja nur in Österreich, raffiniert versteckt in einem zugigen Heuschober
irgendwo in der Steiermark, im Burgenland, in Tirol oder auch Kärnten. Jedenfalls schwer zu finden. Und wohl genau deswegen
suchen auch hierzulande kontrolliert durchgelüftete Energiesparer verzweifelt Abhilfe gegen geschwollene, ausgetrocknete und verkrustete
Nasenschleimhaut, Bronchialasthma und sonstige Energiesparfolgen.
"Schimmelschaden
Nach dem Einbau von Isolierglasfenstern - als Modernisierung auf die armen Mieter umgelegt, und deswegen die perfide Vorzugsvariante der Vermieter gegenüber einer normalen Instandsetzung, die der Vermieter selber blechen müßte - brach Schimmelbefall aus. Logischerweise minderten die Mieter ihre Miete. Doch der klagende Vermieter bekam beim Amtsrichter Erfolg - die Mieter hätten nicht genug gelüftet! Doch das Landgericht Gießen sah das anders und wies die Klage ab:
"Wenn ein Mieter seine Wohnung nicht ausreichend heize bzw. lüfte und deshalb Schimmel auftrete, sei zwar in der Regel der Mieter dafür verantwortlich. Im vorliegenden Fall gehe der Mangel aber auf die Kappe des Vermieters, der darüber hätte informieren müssen, dass sich nach dem Einbau der neuen Fenster das Raumklima ändere. (AZ 1 S 63/00 - 12.4.2000 LG Gießen)"
Klartext: Dem Mieter muß mit dem auf seine Kappe gehenden Fensteraustausch mitgeteilt werden, daß er nicht nur diese Kosten (Modernisierungsumlage!) tragen muß, sondern auch noch die vermehrten Ausgaben für intensiveres Heizen inkl. Steigerung der Lüftungswärmeverluste. Alternative: Schimmel, Asthma, Allergie. Wie lange lassen sich die Mieter diesen Abzockmechanismus noch gefallen?
Noch ein schönes Urteil zeigt, wo es lang geht - OT 22.7.00:
"Schimmel Vermietersache
Mieter muss keine unzumutbaren Maßnahmen treffen
Wenn in einer Wohnung Feuchtigkeitsschäden und Schimmelpilze auftreten, ist der Mieter nicht dazu verpflichtet, dieses Problem durch übermäßiges Heizen oder Lüften oder durch eine außergewöhnliche Möblierung selbst aus der Welt zu schaffen. ... Landgericht Hamburg (Az.: 311 S 88/96).
Mieträume müssen ... so beschaffen sein, dass Möbel unter Berücksichtigung der so genannten Scheuerleiste direkt an der Wand aufgestellt werden können. ... über den gesamten Tag mehrfach gründlich zu lüften, nur um einen Mangel der Bausubstanz auszugleichen (wäre dem Mieter nicht zumutbar).
... nach dem Einbau neuer, isolierverglaster Fenster die Schimmelpilzbildung an einer Außenwand (ließ sich Schimmelbefall) nur verhindern, indem ein Schrank mit erheblichem Abstand von der Wand aufgestellt wurde. Damit sei die Wohnung nur bedingt gebrauchstauglich ... . Entscheidend sei, ob dem Mieter ein extremes Wohnverhalten zumutbar ist oder nicht."
Noch ein´s drauf - SZ 7.4.03:
"Schimmel
Ein Mieter kann seinen Mietvertrag fristlos kündigen, wenn sich ... Schimmel gebildet hat. ... Wohnung ... durchfeuchtet, das Wohn- und Esszimmer und die Küche ... ausgeprägter von Schwärzeschimmel befallen. ... Amtsgericht Köln, ... Gesundheitsgefährdung ... berechtige zur fristlosen Kündigung (Urteil vom 19. März 2001, 206 C 29/00)."
Und was ist mit dem Verkäufer und Monteur der lebensgefährlichen Gummilippenmonster?
In Schweden folgte
der Gesetzesregelung zur Zwangslüftung ein Gesetz zur
jährlichen Entkeimung dieser versifften Anlagen, nachdem nach Todesfällen
deren Gesundheitsgefahren nicht mehr totzuschweigen waren. Und bei uns?
Vernünftig wäre es, die guten Entlüftungseigenschaften
traditioneller Fensterbaukunst nicht aufzugeben, sondern bei der Fensterreparatur bzw. Neukonstruktion
beizubehalten. Der heutige Irrsinn fordert 0,8-fachen Luftwechsel bei
gleichzeitig verstopften Fenster- und Gebäudefugen und bietet teure
undichte Dichtungen und Lüftungsklappen zur Abhilfe. Die Lüftungsbauer,
die Wohnraumgifte und -keime sowie die Profiteure an Allergien, Asthma und
Sick-building-syndrom (SBS) freuen sich. Deutschland hat auf dem europäischen
Kontinent die meisten Asthmatoten (jährlich 8.000-10.000), die
höchste Kinderasthmarate und ein Drittel der Bevölkerung als
Allergiker vorzuweisen. Ergebnis falschen Bauens oder rassisch-genetischer Defekte? Letzteres
eher nicht, da die verwestlichten Ossis mit ehemals wesentlich besseren
Zahlen innerhalb kurzer Zeit auf Wessistandard nachzogen. "Energetische
Sanierung" wird das im Orwell-Neusprech verbrämt.
Die Wahrheit im Link: Haustechnikdialog - Forum: Verschmutzung von Luftleitungen
Der ultimative Beleg für kriminelles Handeln? Erst gegen alle Widerstände und Einsprüche die sog. EnergieEinsparVerordnung EnEV durchzwingen, mit der nirgends Energie gespart werden kann, sondern alle Pottdicht-Buden vom Hausschwamm befallen werden und asthmatische Schimmelopfer produzieren, und nun das:
SZ 16.01.2004 [von KF rot ergänzt]:
"Hilfe vom Bauministerium
Das Bundesbauministerium will 2004 nutzerunabhängigen Wohnungslüftungssystemen mit einer Öffentlichkeitskampagne Rückendeckung geben. ... Das Ministerium reagiert damit auf die neuen hygienischen und gesundheitlichen Herausforderungen, welche die in Deutschland [KF: vom Bundesbauministerium und seinen industriellen Helferhelfern ersonnenen] vorgeschriebene Niedrigenergiebauweise mit sich bringt. Ein nach dem heutigen Stand der Technik [KF: bundesbauhehördlich und von allen etablierten Parteien administrativ erzwungenermaßen] gedämmtes und luftdicht gebautes Haus verhindert neben dem Wärmeaustausch auch den Luftwechsel. So sammelt sich schnell verbrauchte Luft. Wollen die Bewohner nicht im Mief sitzen [KF: und am im wahrsten Sinne des Wortes Amts-Schimmel verrecken], gibt es zwei Alternativen. Alle vier Stunden die Fenster aufreißen und den mühsam erwirtschafteten Energiegewinn wieder herauslüften oder auf [KF: teure, energieverschleudernde und gesundheitsgefährdende künstlich-maschinelle] Lüftungstechnik setzen. ... p.h."
Wie lange läßt sich der deutsche Michel wohl noch von seinen so arg hilfsbereiten (und sicher auch von milliardenschweren "Beratern" "beratenen") Sesselfurzern so hilfsbedürftig verarschen? Bis echt alles - auch das Niedrigenergiehaus und Passivhaus - den Bach heruntergespült ist? Auf die Streitrösser gegen den Amts-Schimmel!
Die grausame Wahrheit der nutzerunabhängigen Wohnungslüftungssysteme steht am 2.3.04 im Berliner Tagesspiegel:
Verschimmelt, verstopt und brandgefährlich
Schornsteinfeger und Kripo:
Entlüftungsanlagen voller Mängel
Abluftanlagen sind häufig eine Gefahr, vor allem in großen Wohngebäuden: Sie werden zu selten gewartet, sind unhygienisch und häufig Ursache von Wohnungsbränden. ...
Acht von zehn Entlüftungsanlagen in Berlin "weisen erhebliche Mängel" auf, sagte gestern Innungsmeister Werner Christ. Das habe eine Stichprobe in Berliner Wohnhäusern, Kantinen, Hotelküchen und Imbissen im vergangenen Jahr ergeben. ... werden viele Anlagen "nur alle Jubeljahre einmal fachgerecht gereinigt".
Für Dunstabzugshauben wie auch für Ent- und Belüftungsanlagen in fensterlosen Bädern gilt: Hausstaub, Fette oder Körpersprays lagern sich in den Schächten ab und verstopfen diese. "Das führt häufig so weit, dass aus den Gittern gefährliche Schimmel- und Staubteppiche herauswachsen", Krankheiten und Allergien können die Folge sein.
In jedem Fall steigt die Brandgefahr. Feuerwehrsprecher Jan-Peter Wilke: "Auch wir stellen fest, dass schlecht gereinigte Lüftungssysteme eine häufige Brandursache sind." Wenn ein solches System anfange zu brennen, dann liege das in neun von zehn Fällen an der ungenügenden Reinigung. "Das geht manchmal sehr schnell: Die Ventilatoren saugen Luft an, Staub und Schmutz wickeln sich um die Wellen der Ventilatoren. Die setzen sich irgendwann fest, drehen aber weiter und werden dann heiß". ... Marc Neller"
Kommentar: Das sind also die Nebenwirkungen, die auf dem Beipackzettel der bundesbauministeriellen Mogelpackung unterschlagen sind. Hauptsache, die Wirtschaft brummt, gelle?
Skandalös auch die schwachverständige Zuweisung der Schimmel- und Gesundheitsschäden nach
Wärmedämmung der Fassade und Einbau gummilippendichter Isolierfenster an den Nutzer wg. "unterlassener
Stoßlüftung". Bei www.luftdicht.de bietet Dipl.-Ing. Herbert Trauernicht inzwischen sogar einen "Lüftungstrainer" an.
Zunächst mit Alarmanzeige ab 65 Prozent relative Feuchte, aktuell und neu schon ab 60 Prozent!
Er, ein "vom Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e.V. zertifizierter Prüfer der Gebäudeluftdichtheit im Sinne der
Energieeinsparverordnung", muß es wissen, warum. Hierzu erläutert er auf seiner Webseite:
"Zu einem luftdichten Haus gehört auch das Wissen, wie man richtig lüftet. An der Vorschrift, luftdicht zu bauen, kommt
heute keiner vorbei. Die Energieeinsparverordnung schreibt luftdichtes Bauen vor. Während das Gebäude früher an sich
schon undicht genug war, um den erforderlichen Luftwechsel zu gewährleisten, ist jetzt der Bewohner selbst gefordert,
häufig genug und richtig zu lüften. ..."
Seit Prof. Roloffs Publikation zu diesem Thema sollte zumindest der Fachmann wissen:
Nur ausreichender Fugendurchlaß des Fensters bzw. stetige Lüftung sichert dauerhaft niedrige Raumluftfeuchte und verringert dadurch die Verschimmelungsgefahr. Stoßlüftung alleine kann das technisch niemals leisten. Näheres zur Entfeuchtungs- und Fugenproblematik auf der Energiesparseite. Vergleichswerte zur Entfeuchtungsleistung unterschiedlicher Fensterkonstruktionen finden Sie hier.
Lesen Sie auch Prof. Bauers Fenstertipps zur Schimmelpilzvermeidung!
Und diese schöne Seite zur Lüftungsfrage: Einführung Wohngifte
Die lästigen Zugerscheinungen sind, soweit nicht Ergebnis von typischem Malerpfusch mit dichtungsstörenden Kunstharzschichtpaketen im Falz- und Flügelbereich, übrigens meistens ein Ergebnis falschen Heizens. Die durch Heizluftkonvektion herumwirbelnde Raumluft wird von den Raumnutzern fälschlicherweise den angeblich schlechten Fenstern zugesprochen. Lösung: Eine Hüllflächentemperierung als Strahlungsheizung. Dann entfällt der energetische und hygienische Mißbrauch unseres wichtigsten Lebensmittels (nach Großeschmidt), der Luft, für Heizungszwecke. Und warm abstrahlende Raumhüllen vermeiden nicht nur Zug und verringern nicht nur Energieverlust wg. geringeren Raumtemparaturen bei gleicher "Behaglichkeit", sondern schützen auch die Bausubstanz vor Wärmebrückenproblemen und Schimmelbewuchs.
Der Schimmelpilz breitet sich übrigens auch besonders gerne aus in angeblich dauerhaft luftdicht versiegelten Leichtbaukonstruktionen, die in "luftdichten" Niedrigenergiehäusern und Passivhäusern inzwischen DIN-Standard sind. Was meint die aktuelle Bauforschung dazu? Bitteschön:Fogging-Magic Dust - eine lesenswerte Klarstellung mit viel weiterführender Info bei baustoffchemie.de
Ganz davon abgesehen, daß die falsche Hoffnung auf wirtschaftlich sinnvolle Energieeinsparung mehr als trügt:
Dem Artikel "Renovierungsmaßnahmen unter der Lupe", Der Vermieter 1/2000 ist zu entnehmen:
Nach wissenschaftlichen Untersuchungen der Technischen Universität Dresden und der Uni Stuttgart erfordert die Einsparung je Liter Heizöl bzw. Kubikmeter Gas die Investition von ca. DM 1,19 bei Wärmedämmung der Außenwand und ca. DM 2,80 bei Fensteraustausch. Die Berechnungen setzen sogar die nachweisbar falschen Ansätze der üblichen k-Wert-Methode voraus. Diese Unwirtschaftlichkeit überschreitet alle hinzunehmenden Verluste des Investors.
"unser gas 157/04" berichtet zu diesem Thema, daß nach Erkenntnissen des Initiativkreises Erdgas & Umwelt IEU die Investitionskosten für die (angebliche, da nur errechenbare) Einsparung von einer Kilowattstunde Wärme mittels "Modernisierung" betragen:
1 Cent: Gas-Brennwertkessel
6 Cent: Außenwanddämmung (Lesen sie hierzu die Aufklärung,
was Außendämmung wirklich bringt)
62 Cent: Fensterwechsel (spart aber gar nix, da dann weniger Lichtausbeute, weniger Solarenergieeintrag,
höhere Raumluftfeuchte allesamt Energiefresser sind)
Erlösen Sie sich von allem Energiesparirrsinn mit einem baurechtlich zulässigen Antrag auf Ausnahme/Befreiung (Beispiel WSVO EnEV). Und lesen Sie hier, wie man heiztechnisch wirklich Energie sparen kann.
Weiter: [3. Thema Glas]