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Konrad Fischer Konrad Fischer: Altbauten kostengünstig sanieren
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27.10.06: DER SPIEGEL: Energiepass: Zu Tode gedämmte Häuser

Bauberatung - auch zur wirksamen Hilfe gegen schwitzende Fenster / Fensterschweiß, Nässe auf Fensterscheiben, vereistes Fensterglas, Schimmelpilzbefall auf nässendem Fenster, Kondensat / Kondensation / Kondenswasser / Tauwasserausfall auf Fensterglas

Kostengünstiges Instandsetzen von Burgen, Schlössern, Herrenhäusern, Villen - Ratgeber zu Kauf, Finanzierung, Planung (PDF eBook)
Altbauten kostengünstig sanieren - Heiße Tipps gegen Sanierpfusch im bestimmt frechsten Baubuch aller Zeiten (PDF eBook + Druckversion)
20.3.08: WELT: "Teure Dämmung lohnt oft nicht - Klimaschutz: Eigenheimbesitzer können bei Umbauten eine Ausnahmegenehmigung erwirken" - Mit Aggen, Meier + Fischer!
2.3.08: WELT am Sonntag/WAMS: "Der Schimmel breitet sich wieder aus. - Starke Dämmung in Neubauten und falsches Lüften führen schnell zu Parasitenbefall" - Mit Aggen, Meier + Fischer!

Verpilzte Wärmedämmung Mineralwolle Wärmedämmung? Aufsteigende Feuchte? Feuchte/Salz? Hüllflächentemperierung Heizung? Schimmelpilz Schimmelpilz wuchert?





Altbautaugliche Verfahren und Baustoffe
Kapitel 3: Fensterprobleme - Thema Glas und Fensterkondensat / Schwitzende, nasse Fenster

Kapitel: Fensterprobleme: [1. Alte Fenster - Erneuern oder Erhalten?] [2. Die Schadensfolgen moderner Fenster - Betrug am Kunden durch Schwachverstand? Problem: Klimatisierung + Lüftungsanlage] [3. Thema Glas + Schwitzende Fenster] [4. Historische Bleiglasfenster] [5. Tendenzen der Fensterperversion - Lüften / Dichten] [6. Feuchte- u. Energieproblematik am Fenster] [7. Zu guter Letzt - warum gute Fenster weggeschmissen werden]
Holzanstrich: [8. Geeignete + ungeeignete Farbsysteme auf Holzuntergründen im Innen- u. Außenbereich] [9. Fensterhandwerk - quo vadis?] [10. Hinweise zum Fachwerkanstrich außen / Rostschutzfarbe - Anstrich auf Eisen]
Fensterbestandsaufnahme + Instandsetzungsplanung: [11. Bestandsaufnahme + Ausschreibung zur Erhaltung alter Fenster] [12. Praxistaugliche Bestandsaufnahme von Fensterkonstruktionen - Anforderungen + Ziele] [13. Arbeitsvoraussetzungen der Bestandsaufnahme historischer Fensterkonstruktionen] [14. Reparaturplanung für alte Fenster] [15. Kostenberechnung + Ausschreibung für die Instandsetzung historischer Fensterkonstruktionen]
Holzschutz:[16. Holzschutz ohne Gift] [17. Giftfreien Holzschutz gegen Widerstände verwirklichen] [18. Sind zugelassene vergiftete Holzschutzmittel unschädlich? / Surftipps für Dialektiker - Gegenteilige/Ergänzende Links - Nix + niemand glauben - Bilden Sie sich eine eigene Meinung]

Tipss und Tricks zum Thema Glas und Fenster [3]

Fensterglas und Durchlässigkeit für UV-/IR-Strahlung / Licht "Schwitzt das Wasser auf dem Glas, wischte ständig ab, was naß" - so oder auch "Hastes Fensterglas voll Eis, denkste frostig: "Welch ein ..." oder eher selten: "Nachtabsenkung und pottdicht? Frost sagt Dank mit Glaseisschicht" oder auch "Was am Fenster nicht drannäßt, garantiert Dir Schimmelpest" oder so ähnlich stöhnen fast alle kondensatgeplagten Fensterbesitzer, denen der Winter den Tau auf die vorsätzlich herabgekühlten und dann die Taupunkt-Temperatur unterschreitenden Scheiben und dann den Schweiß auf die Stirn treibt. Und das nicht nur bei Einfach- oder Verbundfenstern oder Kastenfenstern - nein, das Scheibenkondensat bis hin zur Eisbildung und Eisblumen aus gefrorenem Schwitzwasser bzw. der Tauwasseranfall an den Rändern bzw. am Randverbund der Fensterkonstruktion gehört inzwischen geradezu zum Kaltwetter-Standard bei fehlgeleiteten Energiegeizern im Winter allerorten. Trotz der von den klammerbeutelgepuderten Klimaschutzpolitikern und ihren korrupten Klimaschutzscharlatanen (Schiller: Brotwissenschaftler) geweissagten globalen Erwärmung, die seit über zehn Jahren in Wahrheit eine globale Abkühlung ist und an Ihrem versiten Fenster abzulesen.

Nun weiß eigentlich jeder und selbstverständlich auch der verehrte Leser, daß eine allzu hohe Luftfeuchte im Raum nur durch Lüften und vor allem winters - Heizen in den Griff zu bekommen ist. Was das aber wirklich bedeutet, scheint nicht wirklich klar zu sein. Oder? Trübe Scheiben werden also klargewischt, anstelle etwas mehr zu lüften und die Heizung Tag und selbstverständlich auch Nacht (mehr Verwunderliches und Erschröckliches und Spannendes zum Irrsinns-Thema Nachtabsenkung der Heizung) ordentlich aufzudrehen. Freilich hätte man/frau gerne trockene Fenster anstelle Schwitzwasser bis hin zur Eisblumenbildung am vielleicht auch vereisten Fenster jeden Winter. Aber eben auch Energiegeizen um nahezu jeden Preis und am falschesten Platz und ohne wirklich brauchbares Ergebnis. Motto: "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß".

Hier wollen wir und mal etwas skeptisch mit den Hintergründen der Fensterglasproblematik vom Eintrüben bis zum winterlichen - im Keller auch sommerlichen Zuschwitzen beschäftigen. Vielleicht nutzt es ja auch Ihnen und Sie bekommen darauf Ihre nassen und vereisten Fenster - ja auch und sogar das Isolierglas und sein Randverbund am Fensterrahmen ist gerne vereist, wer hätte das gedacht? - besser trocken. Und gratis Ihre schimmelgeplagt-feuchte Dämm- und Dichtbude auch.

In der nebenstehenden Grafik von Prof. Dr.-Ing. habil. Claus Meier können Sie übrigens schnell feststellen, ob Wärmestrahlung überhaupt durch das Fensterglas kommt und Sie deswegen als stolzer, aber unsicherer Einfachfensterbesitzer unbedingt wesentlich teurere Doppelscheiben / Zweifachverglasung brauchen. Und um dem verehrten Leser gleich auf die Sprünge zu helfen: Die Antwort heißt schlicht und einfach:

NEIN.

Und ja doch, Sie werden durchaus hinter Ihrem Südfenster oder unter Ihrem Dachfenster dolle warm, wenn die Sonne trotz allseits globaler Erkältung mal ausnahmsweise scheint. Aber das ist die Lichtstrahlung, sie wandelt sich erst durch Absorption im belichteten Stoff / Bauteil / Körper zur wohligen Wärmestrahlung um. Und denken Sie mal ruhig zurück an Ihre Brennglasexperimente anno dunnemals. Na, dämmert's und schnackelt's?


Doch zurück zum Fensterproblem rund um schwitzende Fenster im Winter und Sommer, um Kondens-Wasser am Isolierglas / Isolierglasfenster, Tauwasser bzw. Kondensatbildung an der normalen Fensterglasscheibe oder Iso-Verglasung und / oder den Fensterrahmen und den Randverbund bis hin zur Eisbildung und Eisblumen in den Wintermonaten voller Eis und Schnee, Ach und Weh, Frost und Kälte:

Ist vielleicht ein noch besser isolierendes Iso-Fenster die richtige Lösung zum Energiesparen und Verhindern des ekligen Fensterschwitzens und Vereisens? Top Uf-Wert, Uw-Wert bzw. früher kf-Wert als teurer Ausweg aus der - in Wahrheit selbstverschuldeten - Schwitzkrise? Die überzogenen Hoffnungen auf die oft nur angeblich überlegenen Eigenschaften der heute so heiß beliebten und brutal beworbenen bzw. von falschen Energieberatern sogar gegen das EnEG-Wirtschaftlichkeitsgebot dem treuherzigen Hausbesitzer aufgeschwatzten Isoliergläser - vielleicht gar mit hyperteurem Wärmeschutzglas oder gar 3-fach-Verglasung / Thermo-Dreifachverglasung - können leider gar schnell eintrüben:

Kein Energiespareffekt durch mehr Fensterscheiben

Ja, Sie haben richtig gelesen! Denn je mehr Fensterscheiben Sie zwischen Ihr Zimmer und das direkte oder diffuse Sonnenlicht stellen, umso mehr filtern Sie die kostenlose Solarenergie, die Ihnen das Heizen erleichtert, weg. Jedes Fensterglas blockiert dank seines Filtereffektes - repräsentiert im sogenannten "g-Wert" - etwa 10 Prozent, die geradezu irrsinnigen Wärmeschutz-Dreifachgläser also mehr als 30 Prozent. Die unsinnigerweise weggefilterte Sonnenstrahlung muß der vom Fensterschwindler gelackmeierte Hausbesitzer zusätzlich reinheizen, mit teuer eingekaufter Heizenergie, egal ob Heizöl, Ferngas, Stadtgas oder Flüssiggas, Holzpellets, Holzhackschnitzel, Scheitholz oder elektrische Heizenergie. In meßtechnischer Eindeutigkeit wollen Sie das belegt haben? Bitteschön, ich zitiere aus dem "Forschungsprojekt "Climacubes", Auswirkungen verschiedener Bauweisen auf Raumklima und Energieverbrauch, Bachelorarbeit 1 zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Science in Engineering, Studiengang "Umwelt-, Verfahrens- und Energietechnik", Management Center Innsbruck, Betreuer: Dr. Ing. Aldo Giovannini, MCI, Verfasser: Dietmar Holzner."

Der frischgebackene Bachelor Dietmar Holzner hat dazu bauartgleiche Baukörper mit Zwei- und Dreifachglasfenstern befenstert, beheizt und jahrelang den Heizenergieverbrauch gemessen. Mit folgendem, 2012 publiziertem Ergebnis (S. 39):

"Die solaren Gewinne durch die 50x50cm-Verglasung bewirkten eine geringfügige Energieeinsparung von etwa 10%. Dabei spielte es bei Südfenstern keine Rolle, ob 2fach- oder 3fach-Verglasung verwendet wurde. Während die Energieverluste bei der 3fach-Verglasung kleiner waren, waren die Gewinne bei 2fach-Verglasung durch den höheren g-Wert größer. Allerdings waren die inneren Oberfächentemperaturen bei einer 3fach-Verglasung höher und damit für den Bewohner angenehmer."

Was heißt das? Keine Angst, ich erkläre Ihnen das ganz genau:

1. Befensterung spart Heizenergie. Weil die Sonne eben mitheizt. Wieviel, hängt von der Größe und Ausrichtung und Verglasung der Fenster und dem sachgerechten Einsatz von Schutzeinrichtungen wie Außen-, Innen- oder Rolläden ab. Die dann auch für angenehm warme Innenoberflächentemperaturen sorgen.
2. In allen Himmelsrichtungen gilt, daß Einfachscheiben dank optimaler Solarenergieausbeute die denkbar allerbesten Energiesparer sind, soweit nachts der Rolle oder Laden den öffnungsbedingten Wärmeverlust stark verringern. Allfällige Überschuß-Raumluftfeuchte kann das Einfachfenster übrigens - im krassen Unterschied zu modernen Isolierglas-Lippendichtungsfenstern - perfekt bewältigen: Durch minimale aber ausreichend trocknende Frischluftzufuhr, im Härtefall auch durch Innenkondensat blieb die Raumluft ingsesamt hübsch trocken und ließ sich so mit wesentlich weniger Heizenergie aufwärmen, als unsere moderne Feuchtschimmelluft. Und genau das war die Top-Gesund-Energiesparmethode unserer Altvorderen, die nur dank unfaßbarer Anstrengungen und Reklamelügen der Fensterprofis und ihrer Betrugswissenschaft ausradiert wurden.
3. Das gilt für Altbau genauso wie Neubau. Und nur, weil die Denkmalpflege keinerlei belastbares Wissen um das wirkliche Energiesparen hat, kann sie dem üblen Treiben der Energiebetrüger nur beleidigt zusehen. Und höchstens Holzsprossenfenster fordern, anstatt die altväterliche Energiesparrafinesse in toto retten, pflegen und schützen. Gott sei's geklagt!

Erblinden von Isolierscheiben im Scheiben-Innenraum / Glas-Zwischenraum

Was ist eigentlich Isolierglas? Das Isolierglas ist eine typische amerikanische Erfindung, wie ja nahezu alles Gute wie Bush, Clinton, MacDonalds, Obamania und die Atombombe. 1865 meldete ein gewisser Thomas D. Stetson sein Patent an: Zwei am Rand verklebte Glasscheiben mit Luftschicht dazwischen. Hat sich allerdings lange nicht so durchgesetzt, da die so entstandene Doppelscheibe nie richtig dicht war - und wenn erblindet, als unsanierbar wegzuwerfen. Ende 19. Jh. kommt es dann zum sogenannten Panzerglas, bei dem zwei Glasscheiben in einem Rahmen gegenübergesetzt werden. Tolle Idee, und immerhin durch Ausbau der einen Verkittung bzw. Glashalteleiste vom notgedrungen eindringenden Feinstaub und Kondensat zu reinigen. Die Panzerglas-Konstruktion erfreute sich im Industriebau einiger Beliebtheit, da sie aber - leider, leider - auch nie dichtzukriegen ist, werden Panzerglas-Fenster im Sanierungsfall meistens weggeschmissen. Im Standadardwerk "Fenster" von Adolf G. Schneck, publiziert in sieben Auflagen von 1927 und 1993, steht dazu, daß es bisher noch nicht gelungen sei, "den Scheibenzwischenraum der Panzerfenster auf die Dauer mit ausreichender Sicherheit von Staubablagerungen, Kondensatwasserniederschlag und Erblindungserscheinungen des Glases frei zu halten."
(Angaben unter Verwendung von Hermann Klos: Panzerfenster, Sonderdruck (mit Ergänzungen) aus: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 37. Jahrgang 1, 2008, Holzmanufaktur Rottweil, 2008.

Na, und genau dort sind wir bis heute stehngeblieben. Nur mit dem kleinen Unterschied, daß fast alle Bauherrn so 'ne Murkskonstruktion gerne einbauen lassen, um es dann doch meist sehr ungern wieder wegschmeißen zu müssen oder eben nix mehr durchblicken. Phantastischer Fortschritt, oder? Ein paar weitere Details gefällig? Bitteschön:

Schwitzwasser auf der Innenseite der Isolierscheibe im Innenraum / Schwitzende Fenster

Schwitzendes Fenster mit Isolierglas, Kondensat / Schwitzwasser / Kondenswasser-Bildung / Feuchte / Nässe innen auf Isolierglasscheibe, Fenster schitzen und laufen innen an mit Tauwasser-Beschlag Spannendes Winterrätsel:

Was glauben Sie, wieviel Raumluftfeuchte hier am gummilippendichten Isofenster kondensiert und wieviel in der Wand?

Schwitzende Fenster oder schimmelnde Wand, oder beides? - das ist also die Preisfrage.

Schwitzendes vereistes Fenster / Eisbildung auf Verbundfenster mit einfachem FensterglasWie gut, wenn das Fensterglas auch in einem Verbundfenster aus zwei - nicht luftdicht! - gekoppelten Fensterflügeln (Bauart Rekord oder Wagner-Fenster) - die nächtlich ausgeschnarchte, abgeschwitzte und ausgefurzte Feuchte kontrolliert abkondensiert.

Schwitzendes Fenster / Kondensatbildung auf Verbundfenster mit einfachem FensterglasUnd noch besser, wenn der Fensterrahmen mit guter Leinölfarbe gestrichen ist und solche aufgefrorenen Wasserfälle viele Jahre klaglos verträgt. Das spart Schimmelasthma, Blutvergiftung und verschwärzte Pilzhölzer. Und das nicht nur zur Sommerszeit ...

Daß der klassische Leinölkitt aus Schlämmkreide und Leinöl nach einigen Jährlein seine flüchtigen Substanzen - die er eben nicht hat - verlieren könnte und dann mehr und mehr aus der Kittfuge wegschrumpft, hat man auch noch nicht gehört. Hier ist demgegenüber zu sehen, wie es der modernen Silikonfuge gehen kann, wenn UV-Strahlung und Temperaturwechsel, gepaart mit etwas Feuchte ihr zerstörerisches Spiel treiben. Der gelbe Pfeil zielt auf die offene Fugenfehlstelle, in die Wasser ohne Ende eindringen kann:
Silikonfuge im Isolierfenster schrumpft
Alles, was die moderne Alchymie der Synthetikmasse hineingemischt und untergejubelt hat, um dem Kunden weiszumachen, er bekäme ein High-tech-Laborprodukt, von allerklügsten Wissenschaftlern (die Priester unserer Zeit) ersonnen, den traditionellen Lösungen nicht nur in der "Maschinengängigkeit" und pfuschgerechten "Verarbeitungsgeschwindigkeit" meilenweit überlegen, verhält sich grad andersrum, als im Werbeblättla bejubelt. Schon (möglichst) kurz nach der Gewährleistungszeit kann einem der Industriemüll um die Ohren fliegen. Das moderne Prinzip unserer sozialistischen, auf Wachstum angelegten Industrie- und Massengesellschaft greift bis ins Detail: Reparieren unmöglich, Sollbruchstellen ohne Ende, wachsende Müllhalden. Und alle machen mit.

Einer auf der frontale 2000 verteilten "Kundeninformation" eines renommierten Isolierglasfensterherstellers zum Dauerbrenner Schimmel und Schwitzwasser auf Wand und Neufenster entnehmen wir:

Zur Kondensation an Innengläsern der Isoscheiben - denn auch diese Fenstergläser können schwitzen - ist der "Richtlinie zur Beurteilung der visuellen Qualität von Isolierglas" 10/96 zu entnehmen:

Aber kein einziges Wort zur Kondensation zwischen den Scheiben - die eigentliche und unheilbare Krankheit der innerlich schwitzenden Isolierscheiben. Da tut man auf 4 Seiten sozusagen technisch herumsülzen, will "Vertrauen" in ein Produkt gewinnen, und kommt auf das Hauptproblem nicht einmal ansatzweise zu sprechen. Das ist Kundentäuschung pur. Pfui! Diesen Leuten ist auch betr. Bauphysik kein Vertrauen zu schenken.

Tipp: Die gewohnten Verbund- und Kastenfenster im Bestand haben bessere effektive und rechnerische k- bzw. U-Werte sowie viel bessere Schalldämmung als Isolierfenster. Ihr Austausch aus energetischen bzw. bauphysikalischen Gründen ist regierungsamtlich (Beamten, Lobbyisten!) geförderter Schwachsinn. Die Fugendurchlaßfähigkeit traditioneller Fensterkonstruktionen sichert im Normalfall den erforderlichen Luftaustausch. Das schließt zusätzliche Kipplüftung bzw. Stoßlüftung keineswegs aus, wenn es doch mal notwendig wird: Beim bzw. nach dem Duschen, beim bzw. nach dem Kochen, beim bzw. nach dem Schlafen. Und zwar meist ohne teure, keimverbreitende und wartungsintensive Lüftungsanlage. Eine normale Fugenlüftung - nur Fenster ohne Lippendichtung können diese garantieren - hilft Schimmel, Sick-building-syndrom und diesbezügliche Bewohnererkrankung zu vermeiden. Doch wenn es nach den Schlawinern geht, soll besser das ganze Volk im eigenen Mief vergast werden - Ökofaschismus pur! Hauptsache, die Umsätze stimmen.

Kondensat-Niederschlag auf Isolierglasscheiben außen

Der ISOLARGLAS-Kundeninformation "Kondensat auf den Außenflächen von Isoliergläsern" ist zu entnehmen:

Nun ja, die Kondensatfläche vereist natürlich gerne in kalten Wintern - auch im Niedrigenergiehaus und Passivhaus. Messen Sie ruhig mal selber, wie schnell solche Flächen nachts weit unter die Lufttemperatur abkühlen. Selbst mit dem billigsten Infraroth-Thermometer ist das gar kein Problem - damit können Sie übrigens auch die Scheibentemperaturen von verschiedenen Fensterbauarten messen und sich über den Unterschied zu gängigen Berechnungsannahmen prächtig wundern. Und bewundern Sie bitte auch die warmgebliebenen, solarenergiespeichernden Massivmauern. Was das alles für die Dauerstabilität einer hochbeanspruchten Konstruktion bedeutet, ist klar. Und nebenbei bemerkt, dieses Kondensationsphänomen gilt auch draußen für massive oder leider wärmegedämmte Fassaden. Bei letzteren verschwindet die Feuchte nicht so schnell, sondern reichert sich in der dann absaufenden - gegenüber der Umgebungsluft immer kälteren - Dämmschicht an. Ergebnis: Die beschimmelten und bealgten Fassaden, die Sie überall sehen können. Augen auf!

Utvendig kondens på vindusruter - Information des norwegischen Bauforschungsinstitutes über das Kondensatproblem

Doch nicht nur die Feuchte macht dem modernen Glas zu schaffen. Mehr und mehr greifen auch die sogenannten Hitzesprünge in den Isoliergläsern um sich. Während unbeschichtetes Floatglas mit 4 mm Dicke eine Energieabsorption von ca. 9 Prozent aufweist, absorbiert beschichtetes Floatglas 15 Prozent und mehr Solar- und Heizenergie. Wird also um Weltklassen heißer, während das Glas im Rahmenverbund hübsch kühl bleibt. Da kommen locker über 40 Grad Celsius (40 Kelvin) Temperaturunterschied mit entsprechenden Zugspannungen zwischen heiß und kalt zusammen.

Das Ergebnis heißt Wärmedehnung und Hitzespannung bis zum Hitzesprung, der schon bei einer Temperaturdifferenz von nur ca. 20 Kelvin eintreten kann. Mit Fingerfarben bemalte Drahtgläser bekommen Sprünge (der "thermische Glassprung") durch die lokale Hitzedehnung, Schlagschatten bei gleichzeitiger Sonnenbestrahlung der Restglasfläche, unvollständig wirkender Schattenspender/Beschattung/Lichtschutz, Wärmeschutzbeschichtung, Folienbeklebung, Vorhänge und Jalousie, Mobiliar in Scheibennähe, Heizkörper im Umgebungsbereich des Isolierglasfensters, Glaskantenmängel durch schlechte Glaskantenbearbeitung mit vielen großen und tiefen "Mikroeinläufen" beim Glasschnitt - die Feinde des Isolierfensters, insbesondere mit beschichtetem Wärme-Isolierglas, lauern geradezu überall. Und verursachen dann über kurz oder lang den thermischen Glassprung, bei dem es die Glasscheibe zerfetzt. Verbund-Sicherheitsglas wäre davor gefeit und ist deshalb an bekannten Problembereichen empfehlenswert. Ein Riesenthema in der von Mängelmeldungen verschreckten Fensterbauergilde, bei den vielen betroffenen Hausbesitzern, nur noch nicht ausreichend in der Isolierfensterreklame. Denn sonst verkauft sich der Murks nicht mehr so gut an geizzerfressene Energiespardeppen.

Deswegen hier noch ein paar Themenlinks:

Hitzesprung im Isolierglas
Kundeninformation zu Hitzesprüngen von OK Glas
Sonderinfo Isolierglas der Glaserei Löser
Literatur: Balkow et al.: Hitzesprünge im Isolierglas: Heiß und Kalt verträgt sich nicht, Fassade 3/2014, Verlagsanstalt Handwerk.

Buchtipps:

Neu: Claus Meier: Richtig bauen. Bauphysik im Widerstreit – Probleme und Lösungen, 475 Seiten, 129 Abb., 49 Tab., Expert-Verlag, Reihe Technik, 5., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Renningen 2008
Der allerneueste Meier, wegen übergroßer Nachfrage nun in der 5., mächtig ergänzten Auflage: Das Bauen als konstruktive Einheit. Baukultur als ethisches Phänomen zwischen Betrug und Wahrheit, Scharlatanerie und Wissenschaft, Reklame und Technik. Kapitel: Grundsatzüberlegungen, Rechtliche Randbedingungen, Wirtschaftlichkeit, Humane Heiztechnik, Wärmeschutz, Feuchteschutz, Schallschutz, Fragwürdige DIN-Vorschriften, Die Energieeinsparverordnung, Schlußbemerkung und Anhang zu wissenschaftlich-ethischen Fragen. Die wohl fundierteste Generalabrechnung mit der korrupten Baubranche und willfährigen Administration. Mit gut nutzbaren Planungshilfen auch zur Fensterfrage ein unersetzliches Fachbuch für alle, die am guten Bauen wirklich interessiert sind.
"Ein Buch, das zum Nachdenken und ggf. auch zum Widerspruch anregt. Aber genau das will der Autor offenbar auch". Der Sachverständige.
"Der Autor kann sich das Verdienst zugute halten, als Rufer in der Wüste der Blindgläubigen eine dezidierte Gegenposition eingenommen zu haben, von der aus beim Bauen manches neu zu überdenken wäre". Deutsche BauZeitschrift. Und neu 2007: "Mythos Bauphysik" - Der Schocker für die Baupfuisicker

Weiter: [4. Historische Bleiglasfenster]

Kontroverse Fachliteratur und nützliche Produkte rund ums Energiesparen, den Schimmelpilz und die Feuchteproblematik







Weiterführende Fensterliteratur

Fenster und Türen in historischen Wohn- und Wehrbauten - DBV-Kolloquium



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