Einige Bilder von in der Badewanne eingesumpften Mauerkörpern der "Trockenlege-Profis" auf der Denkmalmesse 2004, Leipzig:
Vorsicht: Nicht überall, wo "AUFSTEIGENDE FEUCHTIGKEIT" draufsteht, ist auch aufsteigende Feuchte drin, selbst nicht nach 5
Tagen Wasserbad!
Unglaublich, mit wie wenig Raffinesse dem arglosen Denkmalpfleger, dem heiligen Kirchbauamt, dem schlauen Baubeamten,
aber auch dem geschmackssicheren Architekten und sogar dem klammen Bauherrn "Trockenlegung" aufgeschwätzt
werden kann. Man prüfe nur mal die Referenzen des horizontalisolierenden + sanierverputzenden Gewerbes.
Auch dem Mitwettbewerber gelingt es nicht, die 5-Tage-Feuchte über die erste Fuge hinaus aufsteigen zu lassen.
Da kann er bis zum jüngsten Tag drauf warten und stündlich seine Verdunstungsfeuchte in der Wanne
nachgießen.
Im schönen Hamburg stimmen die Wassermauern / Kaimauern mit der Laborwanne überein. Es ist natürlich allerfeinst gesponnenes Seemannsgarn, wenn neben Seejungfrauen und Tiefseemonstern Hamburger "Bau-Experten" von "Aufsteigender Feuchte" fabulieren, wo nur Wellengang und Tidenhub das Salzfäckalbrackwasser in Elbe und Alster an die (wg. mangelhaft vermörtelter Fuge und entfeuchtungsstauenden Hydrophobierung oft sinterverschmutzten) Fundament- und Kaisockel spülen:
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Im zumindest für Oldenburger noch wesentlichen schöneren Oldenburg belegt der archäologische Grabungsbefund einer städtischen Baustelle vor dem Kaufhof, daß es im 17. Jahrhundert noch keine Horizontalisolierungsfans gab. Das gut erhaltene und selbstverständlich mit hydraulefreiem reinem Luftkalkmörtel gemauerte Backsteinmauerwerk zeigt weder Horizontalisolierung noch aufsteigende Feuchte, sondern über der Waterkant schöne trockene Mauersteine und Fugen - obwohl seit anno dunnemals im nassen Grundwasser stehend (Bildquelle: Architekt Richard Lindemann, ein aufmerksamer Besucher meiner Webseite - Dankeschön!):