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Konrad Fischer Konrad Fischer: Altbauten kostengünstig sanieren
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Konrad Fischer

Hydrophobierte oder gar wärmedämmende Kunstharzfarben 4 -

Wunderbaustoff oder Fassadenpest?

Produktversprechungen der Farben und Beschichtungen mit wasserabweisenden und selbstreinigenden Effekten - kritisch betrachtet

(aktualisiert 11.06.08)

Der Malerzeitschrift "Die Mappe" 10/99 entnehmen wir folgende Ausführungen zu den Lotuseffekten (gekürzt ist das Schaulaufen, zu dessen Übersicht ich den Originalartikel sehr empfehle):

"Immer wieder Diskussionsstoff

[...]

Günter Gruber, Leiter Technischer Service bei der Akzo Nobel Deco GmbH, Köln:

Durch den sogenannten Lotus-Effekt kommen Siliconharzfarben ins Gespräch. Schaden wird diese Diskussion dann, wenn das Versprechen der Sauberhaltung nicht eingehalten wird - dafür gibt es Anzeichen - und somit Rückschlüsse auf alle Siliconharzfarben [K.F.: Und hoffentlich auch den Unsinn der WDVS und Kunstharzputze!] gezogen werden. [...]

Die Reaktionen mehrerer seriöser Farbenhersteller beruhen auf ernsthaften Zweifeln an der in den Medien angepriesenen jahrzehntelangen Sauberhaltung der Fassaden. Damit kann eine ganze Produktklasse [K.F.: Und hoffentlich auch WDVS und Kunstharzputze!] in Mißkredit geraten. [...]

Wenn der Kunde gezielt nach einem beworbenen Produkt fragt, muß der Maler schon im eigenen Interesse schriftlich über den Neuheitscharakter informieren und bekanntgeben, in welchem Maß er für den Erfolg seiner Arbeit haften will oder nicht. Eventuell sind lange Verjährungsfristen bei Haftung aus Beratung zu beachten. [...]

Der Maler ist verpflichtet, sich selbst über zugesagte Eigenschaften von Materialien zu überzeugen.

Frank Kühnel, Marketingleiter Baufarben und Baulacke bei den Sigma Coatings Farben- und Lackwerken, Bochum:

[...] Produkterneuerungen und Verbesserungen bedeuten nicht automatisch [K.F.: Oho! Scharfe Aussage!], daß der Verarbeiter früher getäuscht wurde.

[...] Ungewohnt ist für [den Maler] nur, daß er zum ersten Mal seitens des Kunden nicht nur mit dem Problem, sondern auch mit der vorzunehmenden Produktlösung konfrontiert wird. Das ist seit jeher auch in den meisten Ausschreibungen so [K.F.: Dort aber ein grober Verstoß gegen das VOB-Produktnennungsverbot im VOB/B §9, der auf Korruption des Planers/des ausschreibenden Baubeamten hinweist!]. Auch dort kann der Maler in den meisten Fällen [K.F.: Wenn der Bauleiter dummerweise vertraut] mit den für ihn gewohnten [K.F.: minderwertigen, selbstverschnittenen und gegenüber dem Auftraggeber in eiskalter Betrugsabsicht zusammengepanschten, aber dem dummen Maler zunächst billig erscheinenden] Produkten arbeiten. [...]

Der Maler sollte dem Auftraggeber klar und deutlich zum Ausdruck bringen, daß er selbst die Produktauswahl aus den unzähligen Angeboten vornimmt. Denn schließlich ist er ja der Profi und für die Gesamtleistung verantwortlich. [K.F.: Schön wär´s. Wie kommt es dann zu den unzähligen Anstrichschäden bei Kunstharzschwarten auf Fassade und Holz? "Profi"-Werke, aber totaler Pfusch. Landauf und -ab.]

Gustav A. Jost, Präsident des Bundesausschuß für Farbe und Sachwertschutz, Frankfurt/Main:

Das Problem der stark verschmutzten Fassaden ist ein Umweltproblem [K.F.: Falsch oder Lüge, so sauber war unsere Luft noch nie! Schuld sind vor allem die bauphysikalischen Irrtümer betr. Wasserabweisung, Energiesparen durch Dämmung und Kunstharzmörtel] und läßt sich von keinem noch so guten Beschichtungsstoff eindämmen. Denken wir an unsere Aufträge für Fassadenbeschichtung, sind wir darüber nicht böse [K.F.: Bösartiges Denken auf Kosten der Gesellschaft]. Auf der "Farbe 99" fragten sich die Malerkollegen zuerst, ob sie mit derartigen Farben nicht den Ast absägten, auf dem sie säßen. Eine Farbe, die nie mehr verschmutzt, braucht nie mehr renoviert zu werden. [K.F.: Typisch selbstsüchtige Strunzigkeit des modernen Handwerkers. Damit hat Jost wohl nicht gerechnet, daß auch Architekten und Bauherren seinen Insiderzynismus in der "Mappe" lesen. Das ist also die Mentalität des braven Handwerkers, der nur des Bauherrn Bestes will. Pfui Deibel! Natürlich stinkt diese unselige Selbstbereicherungshaltung auch von A-Z durch die ominösen "BFS-Merkblätter" des Bundesauschusses. Huldigt hier tatsächlich nur menschlicher Ausschuß dem Marketing?] [...]

Zu viele Maler kaufen ihre Farbe nach dem Preis pro Liter und nicht nach dem Preis für den fertigen Quadratmeter. Wie wenig denken an den geringen Materialpreis an den Kosten für die ausgeführte Arbeit. [K.F.: Traurig, aber wahr. Das ist mal eine treffende Beschimpfung des dummgeizigen Handwerkers, wie wir ihn vor allem im Malerbetrieb so oft kennenlernen dürfen.]

Was nützt die beste Normung [K.F.: gute Ironie!], wenn die Untergründe jeweils andere Anforderungen an die Beschichtung stellen? Mehr Offenheit der Hersteller beim Inhalt des Eimers oder der Dose könnte jede Norm ersetzen [K.F.: vgl. die WTA-Workshop-Forderung nach ehrlicher Volldeklaration!].

Die Einbindung der Hersteller in die Gewährleistungspflicht hätte wahrscheinlich größere Auswirkungen auf die Produktqualiät als jede Normung [K.F.: Textvorschlag LV-Position: "Der Auftragnehmer hat den Produkthersteller an der technischen und rechtsgeschäftlichen Bauabnahme zu beteiligen und dessen Bestätigung über eine Objekteignung seines Produktes sowie dessen mangelfreie Verarbeitung vorzulegen." Damit wird dem Produktunterschleif, dem Pfuschprodukt und der gewohnt miesen Arbeit des Unternehmers ein Riegel vorgeschoben. Danke, Herr Jost!]. [...]

Der Maler muß die Werbung zerpflücken und die Wahrheit suchen. Seine Kenntnisse helfen ihm, sie zu finden [K.F.: schon wieder gute Ironie! Das grenzt an Satire.]. Die Diskussion mit dem Fachberater [K.F.: gar des Herstellers?] weist ihm den Weg, wo Wahrheit endet und in Werbung übergeht. In bezug auf Fassadenbeschichtungen sollte der Maler nicht gläubig, sondern wissend sein. [K.F.: ein frommer Wunsch! Oder Zynismus pur?] [...]

Ein guter Maler muß marketingtechnisch in der Lage sein, Kunden so zu beraten, daß sie überzeugt sind, daß genau das von ihm gewollte Produkt verarbeitet wird. Ein Kunde muß überzeugt, nicht überredet werden [K.F.: Dieser Maler soll es erst mal mit mir als Kunde versuchen - ich stehe bereit!].

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