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Konrad Fischer Konrad Fischer: Altbauten kostengünstig sanieren
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Konrad Fischer

Hydrophobierte oder gar selbstreinigende Kunstharzfarben 5 -

Wunderbaustoff oder Fassadenpest?

Produktversprechungen der Farben und Beschichtungen mit wasserabweisenden und selbstreinigenden Effekten - kritisch betrachtet

(aktualisiert 11.06.08)

Der Malerzeitschrift "Die Mappe" 10/99 entnehmen wir folgende Ausführungen zu den Lotuseffekten (gekürzt ist das Schaulaufen, zu dessen Übersicht ich den Originalartikel sehr empfehle):

"Immer wieder Diskussionsstoff

[...]

Heinrich Bartholemy, Technische Informationsstelle des deutschen Maler- und Lackiererhandwerks, Stuttgart:

[...] Die zu 100% selbstreinigende Fassadenbeschichtung ist Illusion. [...] [Auch bei Siliconharzfarben konnte] manchmal der Bewuchs an Fassadenoberflächen nicht verhindert werden [...] - auch bei Qualitätsprodukten. [K.F.: Das beweisen viele 100.000e qm WDVS tagtäglich.] [...]

Der Qualitätsfrage bzw. dem Problem der Mogelpackungen ist bei den Siliconharzfarben nur schwer von der stofflichen Seite beizukommen, da der Siliconpolymeranteil in der Zubereitung noch nicht bestimmt werden kann. [...] Hinsichtlich der - zugegeben schwierigen - Beschreibung der Kreidung bzw. Witterungsbeständigkeit und Beständigkeit gegen Algen- und Pilzbewuchs hat es derzeit den Anschein, daß dem Normenfachkreis [DIN EN 1062] die Ideen ausgegangen sind. [...]

Die natürliche Bewitterung kann durch noch so aufwendige Laborversuche nicht simuliert werden. Für die Bewertung von Freibewitterungen sollten einige Jahre ins Land gegangen sein. [K.F.: Nur die Bauphysiker Riedl, Sedlbauer und Künzel der Gertis-Bude im Fraunhofer Institut wissen das offenbar nicht.] Deshalb soll der Maler zunächst nur glauben, was er selbst bewiesen hat.[...]

Beruft sich der Kunde auf Zusicherungen von anderer Seite, kann er nur die Urheber dafür verantwortlich machen. Imageschädigend verhält sich jeder, der sich voreilig vor einen mit Erwartungen gefüllten Wafen spannen läßt. Jedem Maler steht es frei, dem Kunden eine Musterfläche anzubieten bzw. anzulegen. [K.F.: guter Tip!]

Anette Gottfried und Hans-Joachim Rolof, iba-Institut Gottfried&Rolof, Sachverständige für Bautenschutz und Fußbodentechnik, Koblenz

[...] Durch die Lotusan-Werbung muß beim unbedarften Verbraucher doch der Eindruck entstehen, endlich eine Fassadenfarbe erhalten zu können, die verschmutzungsfreie Oberflächen ergibt. [...]

Wir haben beobachtet, daß manche mit Siliconharzfarbe beschichtete Fassade an der Wetterseite deutlich früher und stärker verschmutzte. [...]

In unseren Gutachten beschäftigen wir uns zunehmend mit dem Thema frühzeitig verschmutzter bzw. mit Moos und Algen bewachsenen Oberflächen renovierter [K.F.: Das heißt, mit Dämmstoff verpackter und befeuchteter!] Fassaden. Der Kunde ist nicht bereit zu akzeptieren, daß sich Fassaden innerhalb von 2-5 Jahren derart nachteilig verändern. [K.F.: Dummer Kunde, warum hat er denn den Teufel - absaufverurteilte Dämmfassaden - mit dem Beelzebub - Kunstharzbeschichtung - bekämpfen müssen. Jetzt kommt noch das vergebliche Honorar der Schwachverständigen dazu, die die wahren bauphysikalischen Gründe nicht herauskriegen oder verschweigen! Und obendrein droht Prof. Barthlott, "Erfinder" des Lotus-Effekts, schon mit vergifteten Lotusfarben, um den unvermeidlichen Schimmel auf WDVS zu bekämpfen] [...]

[Im Schadensfall] liegt die Vermutung nahe, daß falsche Verarbeitung dazu führte, daß die Produkteigenschaften nicht erreicht wurden. [K.F.: Offenbar ist dies Stellungnahme eine Einladung an die Hersteller, solche schwachverständige Schlechtachter mit Reklamationsgutachten zu überschütten. Raffinierte Vermarktung!][...]

Der Handwerker sollte über eine objektbezogene Gewährleistung seinen Lieferanten mit in die Verantwortung nehmen. Seriöse Hersteller, die sich den Eigenschaften ihrer Produkte sicher sind, werden unter bestimmten Voraussetzungen dazu auch bereit sein, während der Maler für die Ausführungsqualität haftet. [K.F.: Viel Spaß bei der Suche nach solchen Partnern am Bau!] [...]

Clemens Noreisch, Malermeister mit einem Betrieb mit 15 Mitarbeitern in Frankfurt/Oder:

Durch die massive Werbung [für Lotusan] wurde ich skeptisch. Warum sollte ein Hersteller soviel Geld in die Werbung stecken, wenn das Produkt konkurrenzlos bei Fassadenbeschichtungen sein soll? Die praktische Anwendung gab mir recht, denn die Farbe ist schwer zu verarbeiten: zu kurz beim Streichen und Rollen. Die Erprobungszeit erscheint mir viel zu kurz, es gibt offenbar keine Referenzobjekte. Der Preis ist mir zu hoch gegriffen. [...]

Als Obermeister habe ich mehrere Kollegen angehört. Die Meinungen deckten sich fast mit meiner.

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