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Konrad Fischer: Altbauten kostengünstig sanieren Konrad Fischer
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Aufsteigende Feuchte im Altbau : Fundament, Mauerwerk, Fassade, Wand, Nässe

Konrad Fischer

Feuchte und Salz am Altbau

Faktensammlung und Tips 1

Fundament-Horizontalisolierung, Drainage, Sockelschäden, Vollwärmeschutz-Feuchtigkeitsschäden, Nitrat-Salzbelastung, Salpeter-Salzausblühung, Aufsteigende Feuchte, Putzschäden & Mauertrockenlegung - Info + Tipps zur Sanierung

Zu Mauerfeuchte, Salzschäden und aufsteigender Feuchte, Sanierung mit Sanierputz,
Denkmalschutz und Denkmalpflege

Vorab

Nicht jede Feuchte ist dem Bau schädlich so schädlich wie beim feuchten Vollwärmeschutz / Wärmedämmverbundsystem WDVS zur Rundum-Fassadendämmung/Fassadenisolierung/Hausisolierung, der durch die nächtliche Kondensateinwanderung in der unterkühlten, da nicht wärmespeicherfähigen Dämmschicht zwangsläufg absaufen muß, nicht jede Austrocknung so erwünscht wie im verpilzten, verschimmelten und verkeimten Energiesparbau mit hermetisch abdichtenden Wärmeschutzfenstern / Isolierfenstern / Isolierglasfenstern und vergeblicher "Stoßlüftung"! Ein paar Beispiel können diesen Ansatz wohl verdeutlichen: Fundamentschäden als Folge einer Grundwasserabsenkung, Bauschäden wie Risse, Absenkungen und Brüche am Fundament und aufgehenden Mauerwerk durch Mauertrockenlegung wie Drainage, Einbau einer nachträglichen - durch Bohrungen oder Durchsägen mauerzerstörenden Horizontalisolierung und andere brutale Trockenlegungsmaßnahmen sowie -verfahren wie zum beispiel die Mauer-/ Fundament-Unterfangung, Schäden an bisher reichlich feuchten Kunstwerken und Kirchenausstattung nach übertriebener Austrocknung, Selbstheilung von Kalkputz-Rissen durch Umkristallisierung bei Wassereintritt in die saugfähigen Oberflächen und das Rißsystem, ...)

Was auch bedenkenswert sein könnte, wenn wir - ausnahmsweise mal unbefangen vom gewissenlosen Gewinninteresse, das die Baubranche und die daran angegliederten bzw. davon abhängigen wissenschaftlichen Institute immer mehr auch bei der Altbausanierung im denkmalgeschützten Bestand antreibt - die eigentlichen Sanierungsziele hinterfragen: Eine wesentliche Qualität des denkmalgeschützten Altbaus respektive Baudenkmals ist die Ablesbarkeit seiner Bau- und Nutzungsgeschichte! Alterung ist ein normaler Existenzprozeß. Eine denkmalgerechte Entwurfsplanung oder auch eine auf billige Gags orientierte Raumgestaltung (Gastronomie!) kann die Altersspuren am Bauteil auch als schon vorhandenes Gestaltmerkmal gezielt einsetzen, verfremden oder - der wahre Gipfel der Altbau-Geschmäcklerei - manchmal erst erfinden und aus dem Nichts herauspopeln. Letzteres besonders beliebt bei all den Denkmalrekonstruktionen und Befundinterpretationen, mit denen die Denkmalprofis bei ausreichend Geldsegen besonders gerne Fördermittel veraasen, verschwenden und vergeuden. Denkmalschutz kann nämlich auch zur Selbstbefriedigung ausarten, wenn dem als Denkmalpfleger angetretenen Bauwüstling freie Hand zur substanzzerstörerischen Darstellung seiner bauforscherischen "Erkenntnisse" oder oft auch Trugschlüsse gelassen wird.

Bauliche und meist substanzzerstörerische Sanier-Eingriffe in das Konstruktionssystem sollten zielgenau erst nach ausreichender Analyse der Gegebenheiten, vertieftem Verständnis und angemessene Bewertung seiner Bauart und seines Zustands aus gestalterischer, technischer und vor allem wirtschaftlicher Sicht erfolgen! Der Doyen der modernen Denkmalerforschung und -bewertung, Tilman Breuer, brandmarkte die mangelnde "Pietät" - also den fehlenden Respekt des "Denkmalschützers" vor dem Bestand in seiner - ja, auch geschädigten und deutlich gealterten Verfassung - oft genug. Geholfen hat es freilich nichts. Also: Augen auf! Sonst wird der Sanierangriff wie so oft ein gigantischer Schuß in den Ofen. Und das ist es doch, was viele Beteiligte am Baugeschehen doch am glücklichsten macht: Den Handwerker, den Baustofflieferanten, den Baustoffhersteller, seinen Pharmareferenten und die von diesem als Produktvermarkter versklavten Denkmalpfleger, Architekten und Ingenieure.

Im Nachfolgenden wollen wir uns etwas näher mit dem Problem Altbau, Salze und Feuchte - Feuchtigkeit, Mauersalpeter / Nitratsalz / Sulfate / Chloride u.a. Salze in feuchten Altbau-Wänden beschäftigen, um hier mit den gängigen Klischees und den auf Bauherrnseite manchmal vorhandenen Wissenslücken etwas aufzuräumen, um damit die Voraussetzungen für eine bessere und vor allem preisgünstigere, da nicht überzogene oder verfehlte Sanierungspraxis zu verbessern.

Salzquellen und Salzaktivierung als Verursacher der Baustoffkorrosion am Altbau

Natürliche Faktoren:

Grundwasser als Ionenreservoir (vgl. Mineralwasseranalyse). Ein äußerst seltener Fall, der von den Horizontalisolierern aber über alle Maßen verkaufsfördernd und als meist nie gegebenen "Aufsteigende Feuchte" aufgebauscht wird.

Materialtypische herkunfts- und herstellungstypische „normal gegebene“ Salzfracht im Baustoff (Ziegel aus gipshaltigem Ton oder mit eingebackenem Industriemüll), salzreiche Bindemittel s.u., salzabspaltende Beschichtungen auf Silikat-/Wasserglasbasis)

Klimawechsel durch Witterung, thermische Kondensation befeuchtet jede Nacht Bauwerk von außen, Warmluft mit hohem Feuchtegehalt verursacht bedeutende Kondensation auch an kälteren Bauteilen im Gebäude. Kellerfeuchte ist zu 99,9% Kondensation, wozu auch die hygroskopische Feuchteaufnahme von leicht löslichen Schadsalzen gehört, der Rest ist drückendes Wasser/Stauwasser aus undichten Grundleitungen (Regenabflußrohre, Schmutzwasserleitungen, Kanäle, Drainagen/Drainagenleitungen) bzw. in die ehemalige Baugrube einsickerndes Regenwasser vom umgebenden Gelände her oder Hochwasser aus dem nächsten Wasserlauf!

Salzhaltige Aerosole aus Umwelt

Organische Säuren als Stoffwechselprodukt von Mikroorganismen

Eingriffsabhängige Ursachen:

Zement- bzw. Gipsgebundene Reparaturen, Mauerwerksverpressungen oder Neuverputz mit salzbefrachteten Mörteln (Kalk-Zement- u. Gipsmörtel, Dolomitkalk- und Traßmörtel (in Kalkmörteln mobilisiert Traß langfristig hohe Alkalimengen), Sanierputz, auch HS-Zement, in Zement und Traß sehr hohe Anteile löslicher Salze)

Horizontalsperren durch Wasserglas- und andere salzbefrachtete Injektagen

Untergrundfestiger wie schadsalzabspaltendes und selber salzhaltiges Kaliwasserglas (Kali-Silikat, Kieselsäure-Präparat), Natronwasserglas oder Fluate/Fluatierungen (Metallsalze aus Aluminium, Magnesium, Zink und der Kieselfluorwasserstoffsäure, Fluorsalze, Fluorosilikate), auch zur "Neutralisierung" alkalischer Malgründe aus Kalkputz, Kalkzement und Zementputz, die organisch gebundene Anstriche und Farben anätzen und anlaugen können. Die zum "Fluatieren" benutzten flüssigen Fluate setzen die Alkalität des "gefärlichen" basischen Malgrunds herunter (geringerer pH-Wert). Das als Mehrfachfluat eingesetzte Zinkhexafluorsilikat wird als porenverstopfende Abdichtung und Festiger auf porösen Malgründen eingesetzt und wirkt dort als Trocknungsblocker mit gravierenden Schadensfolgen. Fluate bewirken einenIonentausch mit dem löslichen und hochalkalischen Kalkhydrat, dabei entsteht schwer lösliches und nicht mehr alkalisches Kalkfluorid - ein Fluorsalz des Kalkes.

Sonstige wasserglashaltige Baustoffe (Silikatprodukte scheiden bei Übergang zur Gelphase z.B. ausblühfähige Pottasche ab)

Reinigungsmittel und Fassadenabbeizer / Dispersionsabbeizer aus salzabspaltenden Säuren oder Laugen (Natronlauge, etc.)

Desinfektionsmittel

Säuren aus sonstigen Restauriermaterialien

Ungünstige Arbeitstechnik, die baustoffeigene Salzlast stark aktiviert („feuchte“ Technik, Verpressung dünnflüssiger Suspension / Injektagen in Mauerkern, schichtbildender Baustoffauftrag, Winterarbeit mit ungünstiger Baustoffentfeuchtung)

Elektrokinetisch angeregte Salzwanderung bei Trockenlegungsverfahren mit unvorhersehbaren Nebenwirkungen

Klimawechsel durch Lüftung/Heizung: Aufheizung und Absenkung bewirkt dynamischen Aufschaukelungsprozeß von Feuchteverdunstung, Kristallisation, Kondensation und Salzlösung.

Raumluftbefeuchtung gegen Trocknungsschäden von Möbeln / Instrumenten / Exponaten erhöht Kondensations- und Salzbelastung der kühlen Bauteile, evtl. Anquellung organischer Bindemittel (Kasein, Eiweiß,...).

Bewußte und unabsichtliche Schadstoffzufuhr von außen (Beispiele):

- Zugabe salzabspaltende / salzhaltige Frostschutz und Festigkeitsbildner in Mörtel,
- Fäkalieneinwanderung von oben und unten (Vogelkot, Stallung - in Wohngebäude-Kellern und Kirchen oft in Kriegs- und Hungerperioden mit Schwarzschlachtung, fäkalsalzreiches Spritzwasser, oft auch Salzeinwanderung über dem direkt verkoteten Spritzbereich durch Einkondensation ammoniakhaltiger Stalluft oder feuchtwarmen Gasschwaden vom benachbarten Misthaufen, ...),
- Kompostprodukte, Humus, Leichen (Friedhof)
- Tausalz,
- Regen- und Tauwasser, sonstige Abwässer, Kanalrückstau,
- ungeeignete, aber normgerechte Drainage,
- Geländeanschüttung vor Fassade (z.B. durch Straßenbau) mit ungünstigem Geländeprofil,
- Weihwasserausguß in Altaröffnung,

Unbedachte „Sanierung“:

Abdichtung/Verschließen von historischen Öffnungen,

Fensteraustausch gegen dichtschließende Konstruktion (Fenster traditioneller Bauart bieten äußere Scheibe als Sollkondensatfläche, diese entfällt bei "dichten" Konstruktionen mit Isolier-/Wärmeschutzglas und Gummilippendichtung - Folge: Schimmelpilzbildung durch Raumluftkondensation an Fensterleibung, Balkenauflager in Außenwand, Raumecken und sonstigen Kältebrücken),

Luft als Heizmedium (Konvektorheizkörper) neben kalten Bauteilflächen,

feuchtesperrende Wärmedämmung innen und/oder außen,

Zerstörung der historischen Horizontalisolierung (Fundament aus "dichten" Steinen, kapillarbrechend locker mit großporigem Luftkalkmörtel vermörtelt, geringe Feuchte- und Wärmeleitfähigkeit entfällt nach Injektion von salz-/ wasserreicher Suspension mit kapillartransportfördernd-geringem Porenvolumen mit folgend erhöhter Kondensationsfeuchtebelastung; Sockelzone verliert nach Abdichtung/Sperrputzauftrag Entfeuchtungsfunktion),

Schadensträchtige Baumaßnahmen durch Fehlbewertung der salzbedingten Sockelschäden (meist Folge früherer (Straßenkot von außen, winterliche Belegung heizbarer Erdgeschoßräume mit Jung- und Kleinvieh, bei Kirchen zeitweiser Aufenthalt von Nutztieren in Notzeiten)oder neuzeitlicher (Streusalz) Salzeinwanderung in Verbindung mit häufigem Kondensat aus feuchter Umgebungsluft an den kühlsten Wandflächen) als "aufsteigende Feuchte".

Zerstörung der historischen Vertikalisolierung im zweischaligen Mauerwerk (Schalenkern kapillarbrechend locker und salzarm vermörtelt, geringe Feuchte- und Wärmeleitfähigkeit) durch Verpressung,

Ungünstiger Nutzungswechsel (Ausbau Kellerräume, Winternutzung und sonstige Übernutzung durch Machbarkeitswahn),

Eindringende Feuchte durch unterlassene Instandhaltung

weiter zu Schadensformen und Maßnahmen ...


MauerBildlinks zur "Aufsteigenden" (??) Feuchte


Sind Sie Opfer von Trockenlegungsfirmen? Hat Ihr vom Sanierer bestellter / abhängiger Gutachter "Aufsteigende Feuchte" diagnostiziert? Rätseln Sie, welches der teuren Trockenlegungs- / Entfeuchtungs- / Sanierungs-Angebote das richtige ist? Schlägt man Ihnen aufwendige Opferputzbehandlungen / Opferschichtbehandlungen oder sogar Wundermittelchen zur Schadsalzverminderung / Entfeuchtung Ihrer patschnassen und Salz ausblühenden Wände im keller, an der Fassade oder im Flur, Wohnraum und Schlafzimmer vor?
Dieser Aufklärungs-Knüller hilft bestimmt etwas weiter:
Wissenschaftsbetrug der Bauchemie und Geräteindustrie, Geschäftemacherei der Planerluschen, Schlechtachter, Schwachverständigen sowie der Nepper, Schlepper, Bauernfänger und Handwerkspfuscher mit "Aufsteigender Feuchte (engl.: Rising Damp)", Ursachen und Sanierung feuchter Wände:
Jeff Howell: The Rising Damp Myth

(Rezension in Deutsch)

Sonstige Nützlichkeiten und andere Meinungen für feuchte, nasse, abgesoffene, verschimmelte, verpilzte und vermorschte Häuser - soweit es nicht um nutzlose Horizontalisolierung gegen "aufsteigende Feuchte" geht, der manche industrieabhängige bzw. ahnungslose Autoren (wer es ist, verrate ich nicht, ätsch!) - anhängen. Reihenfolge der Titel beinhaltet keinerlei Wertung!!!:






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