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Konrad Fischer Konrad Fischer: Altbauten kostengünstig sanieren
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Energiesparen im Altbau ohne Schimmel, Schimmelbilz, Schimmelbefall, Schimmelpilzbefall

Dipl.-Ing. Sylwester Kabat

Brandschutz in historischen Bauten / im Altbau 1

Ein DBV-Praxisratgeber zum Vorbeugenden Brandschutz



Vorbemerkung des Herausgebers

Der Webmeister der Altbau und Denkmalpflege Informationen kennt aus seiner Berufserfahrung bei Brandschadensfällen, aus seinen mit Feuerwehr, Bauaufsicht und Brandversicherung entwickelten Brandschutzkonzepten für die betreuten Denkmalinstandsetzungen und als Nachweisberechtigter für den vorbeugenden Brandschutz bei Vorhaben mittlerer Schwierigkeit gem. Art. 68 (7) Satz 3 Nr. 2 i.V.m. Art. 2 (4) BayBO (1998) den Wahnsinn, der aus übertriebenem und unzureichendem Brandschutz im Altbau entstehen kann.

Es ist mir deswegen eine besonderes Anliegen, den nachfolgenden Fachbeitrag unseres Mitglieds des Beirats für Denkmalerhaltung der Deutschen Burgenvereinigung e.V., Herrn Kreisbrandamtsrat Dipl.-Ing. Sylvester Kabat, hier zu präsentieren. Sein Fachwissen ist in einschlägigen Publikationen, bei der Projektberatung von Sonderbauten und auf unseren Fachtagungen (Nürnberg 1999, Würzburg 2004) mehr als ausreichend erwiesen.

Nicht nur die gemeinen, gemeinsten und allergemeinsten Tricks der Brandversicherung, brandgeschädigte Hausbesitzer mit viel zu geringen Schadensersatzsummen abzuspeisen (dazu könnte ich aus der Opferberatung und Projektabwicklung verschiedene Nähkästchen füllen, wie man dann doch ansehnlich aufspeckt), auch die Brandschutzpraxis selbst verdient besondere Beachtung. Der Beirat für Denkmalerhaltung hat deswegen den nachfolgenden Praxisratgeber herausgebracht, den Sie im Original und bebildert von der Deutschen Burgenvereinigung e.V. gegen geringe Unkostenerstattung bzw. als pdf-Download erhalten können.


Praxis Ratgeber zur Denkmalpflege
Informationsschriften der Deutschen Burgenvereinigung e.V.
BEIRAT FÜR DENKMALERHALTUNG

Dipl.-Ing. Sylwester Kabat
Brandschutz in historischen Bauten 1

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1. Warum Brandschutz im Altbau?

Bausubstanz, Lage und Nutzung bestimmen die Brandgefährdung historischer Gebäude. Der altbautypische Brandverlauf sowie die während und nach Baumaßnahmen entstehenden zusätzlichen Gefahren erhöhen das Brandschutzproblem. In Baudenkmalen ist Brandschutz besonders wichtig, weil die durch Wärme, Ruß und Löschwasser zerstörten Kulturgüter endgültig verloren sind.

1.1 Typische Bausubstanz und häufigste Brandursachen in historischen Gebäuden

Typische Bausubstanz und Lage von Altstadtgebäuden sieht aus der Sicht des Brandschutzes wie folgt aus:
• schmale Grundstücke mit über dreigeschossiger Vorderbebauung, Rettungszugang nur von der Straßenseite,
• Innenhöfe bebaut, z.T. Anbauten als Feuerbrücken,
• Grenz- und Außenwände Holzbauweise ohne Brandwandqualitäten,
• verputzte Holzbalkendecken mit brennbarer Auffüllung und Stuck,
• Holzdachstühle z.T. durch Bauschäden, mangelhafte Reparaturen und Umbauten in ihrer Standsicherheit gefährdet, ausgebaute Dachräume mit unzureichenden Rettungswegen,
• Kaminanlagen mit geneigtem Verlauf (verschleift), in oder zu dicht an tragende Holzkonstruktionen gebaut,
• Holztreppen gewachst oder geölt, teilweise geschoßweise versetzt, dabei kunsthistorisch bedeutsam - ohne Sicherheit als Flucht- und Angriffsweg,
• im Erdgeschoß gewerbliche Nutzung, oft keine brandschutztechnische Abtrennung vom Treppenraum,
• Wohnungsabschlußtüren aus Holz und Glas, nicht dichtschließend, nicht rauchdicht,
• Treppenraum oft nur durch verputzte Holzwand von den Wohngeschossen abgetrennt,
• zugeparkte schmale Straßen, verbaute Fußgängerzonen.

Bei Burgen und Schlössern kommen noch dazu:
• hohe und ausgedehnte Holzdachstühle, für die Feuerwehr schwer oder überhaupt nicht erreichbar,
• wertvolle, empfindliche, leicht entzündliche Ausstattung aus Holz, Stoff, Papier, Leder und sonstigem Naturmaterial,
• offene Treppenanlagen über mehrere Geschosse begünstigen die Rauchausbreitung,
• weit ausgedehnte Geschosse und aneinandergebaute Gebäude meist ohne wirksame Brandabschnittstrennung,
• schmale, nicht ausreichend befestigte oder kurvenreiche Zufahrtswege, zu niedrige Tordurchfahrten sowie Außenwände am Felsenabhang - dadurch sehr erschwerte Feuerwehrzufahrten und Zugänglichkeit für die Feuerwehr,
• bei abgelegenen und hochgelegenen Bauwerken unzureichende Versorgung mit Löschwasser.

Die häufigsten Brandursachen in historischen Gebäuden sind Brandstiftungen, die in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen haben. Anstelle von Kerzen und Petroleumlampen sind elektrische Anlagen als Brandursachen getreten. Zu großen Verlusten führen immer wieder Brände durch Reparaturarbeiten.

Die Brandstatistiken zeigen, daß die meisten Brandtoten nicht in der Industrie und in öffentlichen Gebäuden, sondern in Wohnhäusern zu beklagen sind.

Häufigste Brandursachen in historischen Gebäuden in Deutschland (seit 1949):
1. Vorsätzliche Brandstiftung
2. Elektrische Anlagen (defekt, fahrlässig genutzt)
3. Heizungsanlagen (einschließlich defekter Kamine)
4. Fahrlässigkeit (offenes Feuer, Zigaretten)
5. Dach- und Reparaturarbeiten (Schweißen, Löten, Auftauen, Trennschleifarbeiten)
6. Blitzschlag

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Nachfolgend einige Angebote rund um Ihr privates Brandschutzkonzept gegen Brandereignisse und Unglücksfälle durch Kerzen, Adventskranz, Christbaum, Kabelbrand und Fernseher-Implosion, Kurzschluß, Grill und Pfannenbrand / Küchenbrand, Feuerwerk-Rakete und -Kracher, zündelnde Kinder und Funkenflug aus dem Kamin / Holzfeuer sowie Unfälle im Campingwagen und Auto. Heutzutage, wo es zum geradezu selbstverständlichen Stilmittel "gemütlichen Wohnens" gehört, irgendeinen Kaminofen - oft ein unglaublich superiores Prachtmodel - vorzgsweise an den Kaminanschluß im Wohnraum anzuschließen. Das weckt Neid! Sei der eigene Bullerofen / Kaminofen nun aus Speckstein, sonstigem Naturstein, Gußeisen, Stahlblech, Keramik oder irgendwelchen anderen feuerbeständigen Werkstoffen, mit oder ohne Glasscheibe als Sichtöffnung in der Front, als wasserführender Kaminofen mit Wärmetauscher für den Wasserkreislauf der Zentralheizung oder die Heißwasserversorgung. Je teurer, je lieber. Und vorzugsweise, um Energie zu sparen, was denn sonst? Also mit möglichst hohem Anteil der Wärmestrahlung im Sinne einer Hüllflächentemperierung im Vergleich zur Heizluftkonvektion. Doch um die Zusatzkosten reinzusparen, braucht es schon sehr viel Liebe zur schweißtreibenden und gelenkebelastenden Schlepparbeit über viele Jahre. Da ist Sportsgeist gefragt und vom Holzmachen wollen wir hier gar nicht reden! Auf die lange Sicht der erforderlichen Amortisationszeit - rechnen Sie es doch selber mal nach! - sollte die durchschnittliche Scheitgröße für den Holzofen schon an die Transportfähigkeiten des Rollators angepaßt werden. Und außerdem - wieder zurück zum Thema Brandschutz: Denken Sie daran, es gibt Brandversicherungen, die bei einem glaubwürdigen privaten Brandschutzkonzept Nachlässe auf die Versicherungsprämie gewähren. Alles Verhandlungssache ...





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