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Konrad Fischer Konrad Fischer: Altbauten kostengünstig sanieren
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27.10.06: DER SPIEGEL: Energiepass: Zu Tode gedämmte Häuser (m. K. Fischer)
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Energiesparen im Altbau ohne Schimmel, Schimmelbilz, Schimmelbefall, Schimmelpilzbefall

Klimalügen, Energiesparschwindel und Baupfusch durch falsche Verordnungen und Normen
Freche Leserbriefe von Konrad Fischer 4

(aktualisiert 15.04.09)

Themen:

1.Sanierung mit ungeeigneten Methoden
2. Putzerneuerung am Baudenkmal/WDVS/Kunstharzmörtel
3. Holzschutz
4. Anstrich auf Holzoberflächen
5. Sanierputz
6. Sanierputz auf historischem Mauerwerk
7. Wärmedämmung und Schimmel
8. Wärmedämmung und -speicherung/Fenster
9. Lüftungsanlagen/Hüllflächentemperierung
10. Wärmebrücken durch Dachausbau
11. Treibhaus, Globale Erwärmung/Erkältung, Ökowahn, Schimmel und Dämmung
12. k (U) - Wert - Gilt er?
13. EnEV - EnergieEinsparVerordnung - ein MUSS?
14. Dies und Das / Sonstiges

4. Anstrich auf Holzoberflächen

Der Maler- und Lackierermeister 11/99

Hantschke: Wünsche und Einzigartigkeit

Leserbrief (veröffentlicht 1/2000)

Als engagierter "Holzfensterretter" - ich verweise nur auf meinen Praxis-Ratgeber des Beirats für Restaurierung der Deutschen Burgenvereinigung e.V. "Holzfenster - Sechzehn Argumente für die erhaltende Instandsetzung" begrüße ich die Eröffnung der Diskussion rund um das Beschichtungsproblem auf Holzfenstern. Hier gibt es wirklich viel nachzuholen.

Aus meiner Sicht - nach der Architektenerfahrung an über 350 Denkmalinstandsetzungen - ist zur weiteren Klarstellung noch zu ergänzen:

Der alte Fensterbestand, im Unterschied zu dem modernen Industriefenster aus gut abgelagerten, astfreien und feinjährigen Hölzern, ist ursprünglich meist mit harzfreien Leinölfarben gestrichen worden. Die bekannte Schadenskatastrophe haben erst die "modernen" Folgeanstriche mit technisch minderwertigen Alkyd- und Acrylharzanstrichen ausgelöst. Sie sollten im Instandsetzungsfall auf jeden Fall konstruktionsschonend entfernt werden. Das geht heute am besten mit CKW-freien Entlackern, die den Holz- und Glasbestand im Unterschied zu allen anderen "Methoden" nicht schädigen.

Wenn Altfenster instandzusetzen sind, und dies ist auch bei in Holz-, Glas- und Beschlag teilgeschädigten Konstruktionen technisch und wirtschaftlich meistens sinnvoll, muß anstrichseits also mit technisch überlegenen Farbsystemen gearbeitet werden.

Apel/Hantschke schrieben zu diesem Problem in "Oberflächenbehandlung von Holzfenstern: Konstruktion, Anstrich, Wartung", DVA 1982, sehr treffend:

"[...] der Übergang von Ölfarben auf Alkydharzsysteme beim Anstrich führte zu Schäden, die dem Image des Holzfensters [nach dem zweiten Weltkrieg] schwer geschadet haben." (S. 15)

Und bei Hantschke/Hantschke "Lacke und Farben am Bau, Erstanstrich und Werterhaltung, Eine Einführung für Maler, Architekten, Gutachter", Hirzel 1998, heißt es sehr treffend:

"Lacke und Kunstharze sind [...] versprödend und mangelhaft elastisch [...]. Solche Beschichtungen können, da sie sehr dicht sind, zur Zerstörung des Holzwerks führen." (S. 177) und "Unter Versprödungen versteht man die trockene Brüchigkeit des Films, die stellenweise zum Abplatzen führt. In der Regel ist eine Versprödung ein Resultat langjährig bewitterter Alkydharzdeckanstriche bzw. Alkydharzlasuren." (S. 213)

und S. 182: "Bei Alkydharzen ergibt sich eine langsam fortschreitende Versprödung, die zu Rißbildung, Abblättern und anderen Anstrichschäden führen kann. Eine Bestimmung des Beginns der Alterung ist kaum möglich, sie beginnt praktisch bereits mit der Aushärtung des Alkydharzfilms. Stark wechselnde Temperaturen, Einfluß des UV-Lichts und Feuchtigkeit können die Alterung beschleunigen."

aus: Ziesemann u.a.: Natürliche Farben, Anstriche und Verputze selber herstellen, AT Verlag, Aarau, Schweiz, 1996, entnehmen wir:

"Die heute gebräuchlichen Anstriche und Verputze schaden oft der Umwelt und der Gesundheit. Eine sinnvolle Alternative bieten traditionelle zum Teil jahrhundertealte Rezepturen. Sie ergeben ebenso haltbare oder langlebigere Resultate als die herkömmlichen, topffertigen Produkte, sie sind einfach und wirksam in der Verarbeitung und vor allem schadstofffrei." (Buchdeckeltext Rückseite) "Für Fensteranstriche ist es ganz besonders wichtig, eine dampfoffene oder diffusionsfähige Farbe zu wählen, da [...] in diesem Bereich mit einem Dampfdurchgang zu rechnen ist. Auch durch Ritzen oder kleinste Verletzungen kann Feuchtigkeit in das Fensterholz eindringen. Kann diese nicht wieder verdunsten, kommt es zu Holzfäule.

Es ist eine unumstrittene Tatsache, dass mit der Einführung der Kunstharzfarben die Holzfenster in den schlechten Ruf mangelnder Haltbarkeit kamen. Schuld waren jedoch die Kunstharzfarben, mit denen dichte Versiegelungen vorgenommen wurden, die zur Bildung von Stauwasserzonen und Wassernestern führten. Es gibt manchmal kleine Blasen im Anstrich, aus denen nach dem Anstechen regelrecht Wasser heraustropft. Dass hier das Holz dem schnellen Verfall geweiht ist, leuchtet ein. Natürliche Ölfarben sind hier die sinnvollste Alternative, da Öle einen ganz anderen Aufbau als Kunstharzfarben aufweisen. Bedingt durch ihre völlig andere Molekülgrösse und ihren "lockeren" inneren Aufbau, lassen sie nämlich Wasserdampfmoleküle hindurch. Fliessendes Wasser hingegen, der Tropfen mit seiner hohen Oberflächenspannung also, wird abgewiesen. Regen perlt also von einer Ölfarbe ab, innere Feuchtigkeit kann jedoch aus dem Holz herausdampfen. Dieses geniale Prinzip erlaubt es geölten und durch Ölfolgebehandlungen gepflegten Fenstern, leicht einmal hundert Jahre oder auch älter zu werden." (S. 107) "Anders als Kunstharzfarben werden Ölfarben nie in ganzen Schichten herunterblättern, sondern ihre Bindung wird langsam zerstört. Sie zerfallen von aussen nach innen. Bemerkbar macht sich das dadurch, dass sie irgendwann ihren Glanz verlieren und abzufärben beginnen. Nun ist es Zeit für einen Wiederholungsanstrich. Gereinigte Ölfarben dürfen immer wieder ohne Probleme mit Ölfarben überstrichen werden, es ist nicht nötig, sie zuvor zu entfernen. Wird ein Ölanstrich regelmässig gepflegt, kann er allerdings fast unbegrenzt halten. Die Pflege besteht darin, dass bei etwa jedem zehnten Fensterputzen oder je einmal im Frühjahr und im Herbst die aussen sichtbaren und damit der Witterung ausgesetzten Rahmen und Flügel mit einem ölhaltigen Lappen nachgeölt werden. In diesem Fall sollte es sich um eine fette, standölreiche Mischung handeln." (S. 108)

"Fettere, also ölhaltigere Lacke trocknen langsamer als magere Anstriche. [...] Je langsamer ein Ölanstrich trocknet, desto witterungsbeständiger ist er allerdings auch. [...] Die Witterungsbeständigkeit einer Ölfarbe oder eines Lackes ist in erster Linie von der Höhe des Ölgehalts und der Art des untergemischten Harzes abhängig. [...]" (S. 102)

"Wenn es darum geht, eine Farbe einzusetzen, die Feuchtigkeit im gasförmigen Zustand hindurchlässt, ist man mit Ölfarben grundsätzlich gut bedient. Diese günstige Eigenschaften besitzen natürliche Ölfarben dank ihres inneren Aufbaus, ihrer molekularen Struktur. Leinölmoleküle sind auch nach dem Trocknen im Schnitt fast fünfzigmal kleiner als Kunststoffpolymerisate. Wenn bei Kunststoffanstrichen - und hierzu gehören auch die sogenannten "Wasserlacke" - nachgesagt wird, sie seien dampfoffen, gilt das vermutlich nur für den frischen Anstrich. Die über sehr lange Zeit fortschreitende Polymerisation oder Vernetzung der Moleküle führt langfristig zu einer dampfdichten Versiegelung. Der Dampfdurchgangskoeffizient wird wesentlich vom Harzanteil, der abdichtet, bestimmt." (S. 103)

Alles klar, verehrte Malermeister? Nur reine Ölfarben können einen Holzgrund dauerhaft schützen. Und zwar nicht unbedingt in Verbindung mit dem vielbeschworenen giftigen Bleiweiß oder gar dem Ersatzgift Bläueschutzmittel, sondern mit dem inzwischen erhältlichen giftfreien Holzschutz. Der macht das Holz unkenntlich und unangreifbar für Pilz und Insekt ohne den Anwender, den Schädling und den Endverbraucher zu vergiften. Und so schön die Harzbeigaben auch den Trockenprozeß des Anstrichs beschleunigen - für die Ausführungsqualität und -beständigkeit gilt nach dem oben zitierten und aller Erfahrung die einfache Formel: Harz = Gift.

Das wissen inzwischen nicht nur die Architekten in der Denkmalpflege, sondern schon so mancher Häuslebauer und sogar einige Malermeister. Vor allem nach diversen Haftungsfällen.

Konrad Fischer Architekt BYAK

Ergänzung: Doch auch die allerbesten Leinölfarben helfen nicht weiter, wenn sie nicht richtig verarbeitet werden. Einmal im Ablauf der Anstriche und Einhaltung der Trocknungsanforderungen, zum anderen aber hinsichtlich der Überstreichung aller feuchtebelasteten Fugen.






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