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Konrad Fischer: Altbauten kostengünstig sanieren Konrad Fischer
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Klimalügen, Energiesparschwindel und Baupfusch durch falsche Verordnungen und Normen
Freche Leserbriefe von Konrad Fischer 5
(aktualisiert 04.06.07)

Themen:
1.Sanierung mit ungeeigneten Methoden
2. Putzerneuerung am Baudenkmal/WDVS/Kunstharzmörtel
3. Holzschutz
4. Anstrich auf Holzoberflächen
5. Sanierputz
6. Sanierputz auf historischem Mauerwerk
7. Wärmedämmung und Schimmel
8. Wärmedämmung und -speicherung/Fenster
9. Lüftungsanlagen/Hüllflächentemperierung
10. Wärmebrücken durch Dachausbau
11. Treibhaus, Globale Erwärmung/Erkältung, Ökowahn, Schimmel und Dämmung
12. k (U) - Wert - Gilt er?
13. EnEV - EnergieEinsparVerordnung - ein MUSS?
14. Dies und Das / Neubau / Trinkwasserqualität / Sonstiges


"Deutsche Größe
Das ist nicht des Deutschen Größe
Obzusiegen mit dem Schwert,
In das Geisterreich zu dringen,
Vorurteile zu besiegen,
Männlich mit dem Wahn zu kriegen
Das ist seines Eifers wert."
Friedrich von Schiller


Baumeister 5/04 "Sanierung von feuchte- und salzgeschädigtem Mauerwerk"
Leserbrief in Baumeister 7/04

Sanierputz - Heilt er wirklich?

Sanierputz gilt als Opferschicht auf nassen, versalzten Wänden. In seine hydrophoben Poren dringt jedoch weder Feuchte noch Salzlösung aus dem Untergrund, da sie sollgemäß Wasser abweisen. H.G. Meier, ein renommierter Sanierputzentwickler, sagt dazu in seinem Standardwerk "Sanierputze" (expert verlag): "Sanierputze dienen deshalb primär weder für eine Entsalzung noch für eine Entfeuchtung von Mauerwerken". Sie sind also Sperrputze, wie auch die im WTA-Heft 7 "Sanierputze" dokumentierten wissenschaftlichen Langzeit-Untersuchungen belegen.

Im rißgefährdeten, schadsalzhaltigem Zement-Sanierputz entstehen bei sulfatbelastetem feuchtem Mauerwerk voluminöse Treibmineralien. Die Putzschicht reißt dann ab, verstärkt durch den frostgefährdeten Wasserstau darunter.

Auf wasserabweisendem Sanierputz haftet logischerweise nur kunstharzhaltige und ebenfalls kapillartrocknungsblockierende Beschichtung: Dispersionssilikat- (sog. "Mineralfarbe"), Siliconharzemulsions- oder reine Dispersionsfarbe. Darunter trocknet die Wand und das in Risse und als Kondensat eingedrungene Porenwasser schlecht kapillar aus. Dampfdiffusion spielt da keine Rolle, sie steht zum Kapillartransport in Baustoffen wie 1:1000. Folge: Auffeuchtung des Bauwerks, abplatzende Putz- und Anstrichschwarten.

Die Alternative: kalkgetünchter Luftkalkputz. Dann trocknet Wasser ungehindert nach außen ab, 10mal schneller als aus Zementmörtel! Luftkalkputz besitzt keine treibmineral-, ausblüh- und rißfördernden Schadsalze wie Zement, Traß oder Hydraulkalk. Richtig verarbeitet und in frostfreier Periode abgebunden bietet die Luftkalktechnik für altes Mauerwerk die schonendste Lösung. Da Wasser und Salzlösung aus dem Untergrund in Kalkmörtel ungehindert eindringen, ist er auch als Opferputz effektiver.

In diesem Zusammenhang mehr als merkwürdig: Die Industrie verkauft als Sanierputzbeschichtung "Mineralfarbe" - eine kunstharzhaltig kapillartrocknungsblockierende "Dispersions-Silikatfarbe". Muß diese Begriffsverwirrung vielleicht sein, um übel beleumundete Plastikschwarten dennoch an den Mann zu bringen? Die VOB/C DIN 18363, Abs. 2.4.1, definiert die Anstrichsysteme für mineralische Untergründe und ihre zugelassenen Inhaltsstoffe sehr exakt. "Mineralfarbe" gibt es dort nicht.

Konrad Fischer
Hochstadt a. Main


Bautenschutz+Bausanierung

B+B 4/99, S. 14ff., Herrmann: Sanierputze, Ein Fall für den Fachmann

Leserbrief
(abgedruckt 5/99)

Sehr geehrte Redaktion, auch beim Sanierputz gelten bauphysikalische Zusammenhänge. Das heißt in diesem Fall:

1. Herrmann: "Der Einsatz von Sanierputzen ist [...] sinnvoll, wo Oberflächen von feuchtem und salzhaltigem Mauerwerk trockengelegt werden sollen." Falsch. Denn:

"Wenn ständig neue Feuchtigkeit und neue Salze innerhalb des Mauerwerks transportiert werden, ist auch bei einem gut aufgebauten Sanierputz die Fähigkeit erschöpft, Kristallisationsschäden zu vermeiden" (H. Kremser, in "Aussenputze für historische Gebäude", Aachen 91.) und:

"Sanierputze schränken die Trocknungsvorgänge gravierend ein, sie behindern diese regelrecht. Um gleiche Verdunstungsleistungen erreichen zu können, sind Zeiten erforderlich, die um den Faktor 10 gestreckt sind gegenüber der freien Ziegeloberfläche.[...] Die Verfasser sind [...] der Auffassung, daß der Sanierputz zu einer Wunderwaffe stilisiert worden ist, die immer und überall eingesetzt werden kann, [...], obwohl die erforderlichen Anwendungsvoraussetzungen gar nicht vorhanden sind." (H. Venzmer u.a., in: Tagungsband "Putzinstandsetzung", Berlin 98)

2. Herrmann: "Die geringe kapillare Leitfähigkeit und der niedrige Wasserdampfdiffusionswiderstand ermöglichen das Verdunsten des Wassers im Putz." Falsch, denn:

"An allen mit Sanierputz behandelten Flächen zeigten sich in der zweiten und dritten Beprobung im oberflächennahen Ziegelbereich erhöhte Durchfeuchtungsgrade. Auch dies ist weder überraschend oder gar eine neue Erkenntnis, doch wird deshalb betont darauf hingewiesen, da immer noch einige Sanierputzhersteller mit dem Effekt einer Mauertrockenlegung werben, was nach der bestimmungsgemäßen Wirkung eines Sanierputzes gar nicht eintreffen kann: eine Behauptung also, die klar als Betrug beurteilt werden kann." (C. Arendt, in: Tagungsband "Sanierputzsysteme", Freiburg 95).

3. Herrmann: "Aufgrund des hohen Luftporengehaltes kristallisieren diese Salze in den Poren des Sanierputzes." Auch falsch, denn:

"Nach einer 490d [Tage] Salzwechselbeanspruchung wurde die Verteilung der Salze im Putzquerschnitt und Porengefüge untersucht. Leichtzuschlagstoffe und Tensidluftporen waren nicht mit Salzen gefüllt. [...] Der Putz versagte durch die Zerstörung des Kapillarporenssystems" (L. Goretzki, in "Sanierputzsysteme").

Nur die nicht hydrophobierbaren Kleinporen nehmen Salze auf. Warum? Salze werden nur in wässriger Lösung transportiert, und nie von Klein- zu Großporen.

"Die kapillarbrechenden Luftporen unterbinden den kapillaren Stofftransport zusätzlich durch ihre hydrophoben Oberflächen" (P. Kaiser in: "Sanierputzsysteme").

Fazit: Die hochhydraulisch-hydrophob sperrenden Eigenschaften der Sanierputze (Heilputze?) unterdrücken die wünschenswerte Auskristallisation schädlicher Salze einige Zeit. Auf Kosten der Substanz: sie führen dem sulfatbelasteten Untergrund neue Salze zu, die zur Treibmineralbildung führen. Obendrein entwickeln sie oft zu hohe Festigkeit und neigen so zur Spätrißbildung und Untergrundablösung, wenn ihre chemischen Porenbildner versagen.

Konrad Fischer




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