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Konrad Fischer: Altbauten kostengünstig sanieren Konrad Fischer
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Klimalügen, Energiesparschwindel und Baupfusch durch falsche Verordnungen und Normen

Kritische Leserbriefe von Konrad Fischer 7 - alle ohne Einschränkungen in den angegebenen Publikationen abgedruckt - teils auf neuesten Erkenntnisstand ergänzt.

Themen:
1.Sanierung mit ungeeigneten Methoden
2. Putzerneuerung am Baudenkmal/WDVS/Kunstharzmörtel
3. Holzschutz
4. Anstrich auf Holzoberflächen
5. Sanierputz
6. Sanierputz auf historischem Mauerwerk
7. Wärmedämmung und Schimmel
8. Wärmedämmung und -speicherung/Fenster
9. Lüftungsanlagen/Hüllflächentemperierung
10. Wärmebrücken durch Dachausbau
11. Treibhaus, Globale Erwärmung/Erkältung, Ökowahn, Schimmel und Dämmung
12. k (U) - Wert - Gilt er?
13. EnEV - EnergieEinsparVerordnung - ein MUSS?
14. Dies und Das / Neubau / Trinkwasserqualität / Sonstiges

"Deutsche Größe
Das ist nicht des Deutschen Größe
Obzusiegen mit dem Schwert,
In das Geisterreich zu dringen,
Vorurteile zu besiegen,
Männlich mit dem Wahn zu kriegen
Das ist seines Eifers wert."
Friedrich von Schiller

7. Wärmedämmung und Schimmel

Obermain Tagblatt 1. Dezember 2017
Leser-Forum

Nicht unnütz Geld ausgeben

Zu dem Artikel "Der Feind im eigenen Haus" von Harald Czycholl (Obermain Tagblatt vom 29. November 2017):
"Schadstoffe in den eigenen vier Wänden" gefährden die Gesundheit, so der Tenor des Artikels. Stimmt. Was aber befremdet: Kein einziges Wort über das zentrale Problem im Lande der Dichter und Dämmer: Die luftdichten Fenster mit bis zu drei Dichtungsebenen aus Gummilippen. Sie garantieren die krankmachende Anreicherung der Raumluft mit Schadstoffen: Die chemischen Ausdünstungen aus Möbeln, Baustoffen und Textilien, die von den Nutzern selbst erzeugte Luftfeuchte und die Biokampfstoffe namens Krankheitskeime und Schimmelpilze. Mit ein paarmal Fensteraufreißen ist dem nicht beizukommen. Erst das stetige Lüften und Heizen schafft dauerhaft Abhilfe. Extreme Fensterdichtung und Nachtabsenkung der Heizung stehen dem entgegen.
Groteskerweise beschreibt der Artikel aber "unzureichende Gebäudeisolierung" und "poröse Bitumenabdichtung" mit folgender "aufsteigender Feuchte" als zentrale Schimmelursachen. Nichts könnte falscher sein. Erstens blockiert die Fassadendämmung die Sonnenwärme - ein Abkühlfaktor. Da die tags warme, nachts aber sehr kalte Dämmung Tauwasser geradezu anzieht und nur schlecht abtrocknet, wird sie selbst zum Tropfenfänger. Zweitens kann Feuchte im Mauerwerk wegen der kapillarbrechenden Wirkung der grobporigen Mörtelfugen gar nicht aufsteigen. Alles bekannt, nicht jedoch dem Autor. Der Leser sollte das aber wissen, um sein knappes Geld nicht in unsinnige Baumaßnahmen zu stecken.

Konrad Fischer,
Dipl.-Ing. Architekt,
Hochstadt am Main

Redaktion Bauhandwerk

Bauhandwerk 5/2003
Frank Frössel: Geschäfte mit der Angst? Woher der Schimmel kommt und wie man ihn wieder loswird

Leserbrief

Schade, daß unter der vielversprechenden Überschrift kaum deutlich wurde, „woher der Schimmel kommmt und wie man ihn wieder los wird“. Kommt das im angekündigten Fachbuch? Bisher bevorzuge ich jedenfalls die Schimmelschocker des 2002 verstorbenen Rolf Köneke, der dumpfbackige Behörden und Schimmelschwachverständige mit spitzester Feder beharkte.

Vorab:

Die WDVS-gestützte „Sanierung“ mit „durchgängigem Wärmeschutzkonzept“ hat keineswegs „Verbesserung des Wärmeschutzes des Gebäudes erreicht“, sondern - vgl. „Bauhandwerk“ - feuchte, veralgte und beschimmelte Fassaden. Nach dem Lichtenfelser Experiment und sogar nach Prof. Gertis können Schäume und Gespinste den Wärmeabfluß kaum behindern. Außen abgesoffene Fassaden lassen auch innen Schimmel wachsen!

Hinzu kommen normgerecht überdichte Fenster. Kunstharzverschnittene Wandfarbe zündet die Schimmelexplosion mit ihrem saurem pH-Wert. Organische Bestandteile wie auch in Tapeten, Kleister und Silikon ernähren ihn. Die normgerechte Konvektionsheizung erledigt den Rest: Sie erhitzt die Luft, die Außenwand unterkühlt. Die Raumluftfeuchte kondensiert dann hinein und bleibt dort.

Die Lösung:

Wir verzichten auf lateinisch benamste Schimmelvarietäten, überspezialisierte „Fachfirmen“, „Fachkreise“ oder gar „Netzwerke“, die bis zur Kassenleerung herumeiern.

Was immer sicher hilft:

1. Gummilippen am Fenstersturz raus. Dann kommt wieder genug trockene Frischluft rein. Die Stoßlüftung funktioniert ja nicht alleine: wird stoßgelüftet, ist die Feuchte als Porenwasser in der Wand schon einkondensiert und wird nicht verdampft. Richtig ist stetiger Austausch trockener Frischluft gegen feuchte Raumluft. Und Dauerlüftung beim Duschen!

2. Hüllflächenwirksame Strahlungsheizung, nicht Raumlufterhitzung! Das geht im Bestand durch simple Nachrüstung: Ergänzen der Heizrohre an der Außenwand und Abdecken der Konvektionsschächte. Dann wirbelt auch kein ekliger Staub mehr herum, der als Fensterzug verdächtigte winterliche Heizluftorkan entfällt. Die Raumluft wird durch Hüllflächentemperierung trocken, sauber und gesund.

3. Alkalische Kalktünche statt versifftem Kunstharzanstrich! Danach riecht es wieder dauerhaft frisch, die Wand kann kurzfristig überhöhte Feuchte bis zur Stoßlüftung abpuffern. Und nie mehr Chemiepampe draufschmieren. Das Haus und seine schimmelerkrankten „Schmuddelbewohner“ können so endlich gesunden. Sollte ein oberflächliches Behandeln des Befalls genügen - nur mit billigstem Haushaltsspiritus reinigen. Der vernichtet porentief. Ob dabei Sporen herumschwirren ist egal, wenn man Atemschutz trägt und während der Arbeit gut lüftet. Und Neubefall gem. 1 - 3 verhindert.

Konrad Fischer

Architekt BYAK

Hochstadt am Main


Leserbrief zu:
Süddeutsche Zeitung SZ 23. Juni 00, S. L3: Wohnen wie in der Thermo-Box; SZ-Magazin 23. Juni 00, S. 22: Interview Nobelpreisträger Mullis


Süddeutsche Zeitung, Freitag, 14. Juli 2000

"Innen Schimmel, außen Fassade ruiniert
Hausbau mit Styropor: Wohnen wie in der Thermo-Box / SZ vom 23. Juni

Daß Passivhäuser und Wohnen in der Thermo-Box noch nicht dem Standard entsprechen, ist Fakt. Daß das auch künftig so bleibt, wäre zumindest im Interesse der Wohnbevölkerung. Die abgedichteten Dämmstoffbauten bieten nämlich genug Zündstoff: Eine rekordverdächtige Asthmarate, Schimmelpilzplage fast in jedem zweiten Haus, Milben, Algen und sogar erhöhter Flohbefall der Haustiere, Feuchteschäden zuhauf. Und das bei Null CO2- und Energieeinsparung - außer in der Simulation mit dem absurden k-Wert - die praktischen Ergebnisse der deutschen Wärmeschutzverordnung. Unwirtschaftlichkeit total.

Und das soll jetzt noch verschärft werden. Die Energieeinsparverordnung 2000 (EnEV) soll das Klima noch mehr retten. Dabei könnte CO2 ohnehin nur minus 70 Grad "warme" Strahlung absorbieren und reflektieren, jedoch keine echte Erdwärme.

[nicht gedruckt: Woher dann die globale Erwärmung? Sie ist nur ein Problem, weil die Öko-Betrachtung am Minimum des Temperaturzyklus um 1860 beginnt. Wenige Jahrzehnte vorher war es viel wärmer als heute, Norwegen war ein Weinbauland. Die Meßdaten von Hohenpeißenberg bestätigen das auch für Bayern. Der im SZ-Magazin vom 23. Juni interviewte Nobelpreisträger Mullis belegt dort die menschengemachte Erderwärmung und sogar das Ozonloch als Nonsens bzw. interessensgeleitete Desinformation.

Cui bono? Ölmultis sponsorieren den Klima- und Energiesparwahn. Zuletzt Shell die Washingtoner Tagung: "Innovative Politiklösungen zur Globalen Erwärmung" im April. Sollen vielleicht Verkaufspreise erhöht, Konkurrenten ausgeschaltet und erdölbasierte Dämmstoffe besser vermarktet werden? Dafür fördert Shell sogar die Solarzellenproduktion, das kostet keine Marktanteile. Daß die alternativen Energien mangels Energiedichte keine echten Alternativen bieten, ist inzwischen ja ein offenes Geheimnis. So muß politisch subventioniert werden, was normal nicht geht.

Und die versprochenen Arbeitsplätze durch verschärftes Isolieren? Meistens pfuschen Billigkolonnen die Dämmpakete auf die Wand und nehmen dem Handwerk die Instandsetzungsarbeit weg.]

Wenn das kurzlebige Schaumgespinst wieder runter muß, ist die Fassade zerstört. Durch Zementkleber, Dübel und die vorher "abgesoffene" Dämmschicht. Sie speichert nämlich Kondensat.

Einsprüche von Architekten (unter anderem der Kammern Rheinland-Pfalz und Hessen) gegen das staatlich verschärfte "Energiesparen" mittels EnEV liegen vor. Bei der Deutschen Burgenvereinigung e.V. gibt es den Ratgeber "Altbau und Wärmeschutz" mit einem Antrag für die Befreiung von der Wärmeschutzverordnung; aus dem Internet kann er kostenlos heruntergeladen werden: www.deutsche-burgen.org. Das hilft allergischen Schimmelopfern mehr als verkeimte Lüftungsanlagen.

Konrad Fischer, Hochstadt am Main"

Darauf erschien am 8.8.00 folgende Ergänzung des Kollegen Klaus Aggen:

"Deutschland - eine einzige Schwammerlkolonie
Altbausanierung soll Energie sparen / SZ vom 14. Juli

Die Hysterie der Wärmedämmung mit emittierenden Schadstoffen ist ein Massengeschäft auf Kosten des "kleinen Mannes" und seiner Gesundheit. Nach meiner Meinung als Diplomingenieur, Architekt und Baubiologe tragen dazu bei: Formaldehyd, dessen Ersatzstoff Isocyanat (starke Allergie, Asthma, Heuschnupfen), Styrol (Nervenschäden), Phenol und lungengängige Fasern. Die einseitige k-(Dämm)Wert-Bewertung negiert alle weiteren energierelevanten, interdisziplinären Parameter der Außenhaut wie wohngesunde Baumaterialeigenschaften und Heizungsarten, beste Wärmespeicher-, Sorptions- und Strahlungsaufnahme-Fähigkeiten, die die meisten künstlichen Dämmstoffe nicht besitzen. Die dämmstoffobligatorischen Sorptionsdampfsperren bei Isolierwandkonstruktionen sind pottdichte Atmungssperren (Alu-Folien).

Lungenatmung ist aber nicht nur ein Gasaustausch, sondern auch Entfeuchtung, Bakterien-, Pilz- und Keimentsorgung. Die gleichen Funktionsleistungen sollte auch die "dritte Haut", die Gebäudehülle (zumeist mit einem Temperaturgefälle von innen nach außen) erfüllen. Gesperrte Dämmstoffe verhindern jedoch diese Entsorgung. Des weiteren trocknen (Gas-)Beton und Kalksandstein zehnmal schlechter als Ziegel aus. Beton hat bei einem Prozent mehr Feuchte eine um zwölf Prozent schlechtere Wärmedämmung. Ziegel um sechs und Holz um nur ein Prozent! Wenn das Dampfteildruckgefälle durch Heizen aber ausfällt, werden Pinsel-, Milch-, Kolben- oder Gießkannenschimmel und die Sprosspilze noch besser ihre Myzele in nassen Gas- und Bimsbetonwänden mit schlechtem Feuchtetransportvermögen wachsen lassen - verbunden mit einem Geruch von Spinnweben, Moder und Sauertopf.

Auch durch sperrende Betondecken, -wände, -estriche, Fußbodenbeläge, Kunstharzputze, Leime, Kleber, Plastiktapeten, Lacke und Farben werden die Atmungs- und Sorptionseigenschaften der Wohnraum-Umflächen gen Null reduziert. Doch zwei vom Steuerzahler honorierte Institutsleiter schrieben 1987 apodiktisch einem Blockhaushersteller: "Es gibt keine atmende Wand." Und: "Auch haben Dampfbremsen keine negativen Auswirkungen auf das Raumklima."

Solche apodiktischen fachlichen Fehlweisheiten unserer Sprachrohre für Politiker und Lobbyisten - in Bonn/Berlin bis heute propagiert - machen die Bundesrepublik zur größten Schwammerl-Kolonie der Welt mit Folgen von Luftverkeimung des Raumes sowie Asthma und Allergien bei den Bewohnern. Geschädigt sind vier von zehn Wohnungen. Jeder dritte Bundesbürger ist laut Süddeutscher Zeitung davon betroffen. Die Vorteile der Nutzung von gesunder Strahlungswärme mittels offener Feuerstellen, Kachelöfen oder durch (von Heizleisten erwärmten, wärmespeicherfähigen) Massivwandflächen mit dabei fast "ruhender" Zimmerluft werden hier vergessen gemacht. Statt dessen werden Strömungswärme von Klimaanlagen protegiert, Radiatoren- und Konvektorenheizungen. Sie aber haben Nachteile wie Luft-, Staub- und Keimbewegungen, kalte Raumoberflächen, Mykosekulturen, hoher Temperaturdifferenzen der Raumluft, Geruchsbelästigung, trockene und sauerstoffarme "tote" Atemluft.

Klaus Aggen, Marxzell"


Redaktion Modernisierungs-Magazin

Modernisierungs-Magazin 4/2000:

'Pro & Contra - Sind Wärmedämmsysteme baubiologisch empfehlenswert?' (Pro: WDVS-Vertreter Michel, Contra SV Köneke)

Leserbrief

Die Ausführungen des Vertreters der Dämmstoffindustrie fassen die Pro-Dämmungs-Argumente schlüssig zusammen. Das regt natürlich die Debatte um deren Stichhaltigkeit an. In gebotener Kürze dazu folgende Ergänzung:

1. Wissenschaftliche Fakten betr. Brandgefahr, Recyclingsfähigkeit, Schimmelpilzgefahr von WDVS

2. Brandgefahr durch EPS

3. Dauerstabilität von WDVS

4. Energieeinsparung durch WDVS

5. Schimmelbefall durch WDVS

6. Wirtschaftlichkeit von Dämmsystemen

7. Baubiologische Aspekte

8. CO2-Reduzierung

Zusammenfassung

Wer mehr zum Thema Altbau und Wärmeschutz wissen will - bei der Deutschen Burgenvereinigung e.V., Marksburg, 56338 Braubach/Rhein gibt es einen entsprechenden Praxisratgeber inkl. Antrag auf Ausnahme/Befreiung von der WSVO für 5 Mark in Briefmarken oder als kostenloses Download unter http://www.deutsche-burgen.org

10.5.2000
Konrad Fischer Architekt BYAK


Redaktion Bautenschutz+Bausanierung

b+b 6/99, S. Herrmann: Wärmedämmung Warm&schön

Leserbrief (veröffentlicht 8/99)

Fachbeiträge sollten den Leser aufklären und keine unerfüllbaren Erwartungen schüren. Im Klartext:

1. "Heizenergieersparnis" durch WDVS ist nur auf dem Papier existent.

2. "Entstehung von Schimmel" ist gerade bei wärmegedämmten Bauwerken zu erwarten.

3. "Rißbildungen" sind neben Bewuchs mit Mikroorganismen der Standardschaden an WDV-Systemen.

Fazit: Wer energiesparend und schadensverhindernd bauen und sanieren will, sollte bei bewährten Bauweisen bleiben. Wer auf unkritische Systempropaganda hereinfällt, trägt die Haftung zu recht.

Konrad Fischer


Redaktion bausubstanz

Wilhelm Michel: Wärmedämmverbundsysteme im Bestand, Teil 4, bs 9/98, S. 40-42

Leserbrief (veröffentlicht 11-12/98)

Seit wann brauchen speicherfähige Massivbauten nachträgliche Dämmung? Damit wird doch nur der kostenlose Energiegewinn durch Solarstrahlung blockiert. Nach Praxismessungen an massiv gebauten Nordfassaden (z.B. Schule Bruchsal) ergibt sich daraus auch im Winter ein deutliches Plus gegenüber der Wärmeabstrahlung.

Der ganzen von Herrn Michel als WDVS-Vertreter aus naheliegenden Gründen vertretenen Auffassung liegt der Irrtum zugrunde, daß die Berechnungsvorgänge der WSVO auf speicherfähige Bauteile anwendbar wären. Dies ist falsch! Der k-Wert beschreibt nur stationäre Zustände, die ausschließlich für nicht speicherfähige Dämmmstoffe und im Labor zutreffen mögen.

In der Praxis herrschen aber instationäre, also veränderliche Bauzustände, hervorgerufen durch Tag-Nacht- und Klimawechsel. Nur speicherfähige, massive Bauweisen sind dafür energetisch sinnvoll. Bei ihnen führt die Anwendung der WSVO in der vorliegenden Form zu wirklichkeitsfernen, wissenschaftlich unhaltbaren und insgesamt sinnlosen Ergebnissen. Sie schädigen Umwelt, Bauwerk, Benutzer und Besitzer.

Die Wirklichkeit betreffend Schimmel und Feuchte sieht anders aus:

1. Bei speicherfähigen Bauten können mit der WSVO-Berechnung keine hygienisch sinnvollen Maßnahmen errechnet werden (vgl. Dr. F. Khoda: Baubiologie und Gips, Sonderdruck baustofftechnik, Fachzeitschrift für Baustoffe und Baustoff-Anwendung, o.J.).

2. Die anzuwendende DIN 4108 und auch Herr Michel lassen fälschlicherweise unberücksichtigt, daß bau- und gesundheitsgefährdendes "Schimmelwachstum bereits bei geringen Oberflächenfeuchten einsetzt" (Univ.-Prog. Dr.-Ing. G. Hauser: Wärme und Feuchteschutz, in: Wohngesundheit im Holzbau, Informationsdienst Holz, DGfH, München 1998). Diese Feuchten entstehen sehr schnell bei "modern" dichten Fenstern. Umfangreiche Praxismessungen von Prof. Dr. Ing. Roloff, TU Dresden haben ergeben, daß die von Michel propagierte "Stoßlüftung" dagegen überhaupt nicht nützt.

3. Die erhöhten Wachstumsraten von Schimmelpilzen sind gerade bei gem. WSVO gedämmten Gebäuden üblich (vgl. Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. mult. Dr. E.h. mult. K. Gertis u.a., Fraunhofer Institut für Bauphysik: Klimawirkungen und Schimmelpilzbildung bei sanierten Gebäuden, in: DFG-Forschungsschwerpunkt Bauphysik der Aussenwände, Int. Bauphysikkongress TU Berlin 1997, Fraunhofer IRB Verlag, Stuttgart 1997).

Zusammenfassung:

Wer speicherfähige Altbauten nachträglich dämmt, ist einer gewissenlosen Wärmedämmreklame aufgesessen, die das Wohl der Umwelt, des Bauwerks und dessen Bewohner sowie des Investors anderen Interessen unterordnet. Außerdem ist nachträgliche Dämmung - und das zeigen alle ernstzunehmenden Wirtschaftlichkeitsberechnungen - ein absolutes Verlustgeschäft für den Investor und deswegen gem. § 5 Energieeinsparungsgesetz verboten.

Konrad Fischer, Architekt BYAK





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