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Konrad Fischer: Altbauten kostengünstig sanieren Konrad Fischer
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Burg Schloss Instandsetzen Instandsetzung Sanierung Bauberatung Beratung Altbau Altbausanierung

Klimalügen, Energiesparschwindel und Baupfusch durch falsche Verordnungen und Normen


Freche Leserbriefe von Konrad Fischer 13

(aktualisiert 29.07.09)
Themen:
1. Sanierung mit ungeeigneten Methoden
2. Putzerneuerung am Baudenkmal/WDVS/Kunstharzmörtel
3. Holzschutz
4. Anstrich auf Holzoberflächen
5. Sanierputz
6. Sanierputz auf historischem Mauerwerk
7. Wärmedämmung und Schimmel
8. Wärmedämmung und -speicherung/Fenster
9. Lüftungsanlagen/Hüllflächentemperierung
10. Wärmebrücken durch Dachausbau
11. Treibhaus, Globale Erwärmung/Erkältung, Ökowahn, Schimmel und Dämmung
12. k (U) - Wert - Gilt er?
13. EnEV - EnergieEinsparVerordnung - ein MUSS?
14. Dies und Das / Neubau / Trinkwasserqualität / Sonstiges

"Deutsche Größe
Das ist nicht des Deutschen Größe
Obzusiegen mit dem Schwert,
In das Geisterreich zu dringen,
Vorurteile zu besiegen,
Männlich mit dem Wahn zu kriegen
Das ist seines Eifers wert."
Friedrich von Schiller

13. EnEV - EnergieEinsparVerordnung - ein MUSS?

Neue Presse Coburg 23.7.2013, Frage zum Tage: "Luftdichte Dachdämmung ist die Norm"

"Richtigstellung" (publiziert am 26.7.2013)

Die Aussage des "Energieberaters Michael Hell aus Hamburg" zur Dachdämmung ist unvollständig und teils irreführend. Was stimmt: Erst ab 10 Prozent Flächenänderung greift die Dämmpflicht am Dach, ebenso wie an Fenster und Fassade. Handelt es sich aber um eine reine Instandsetzung mit dazugehörigen Erneuerungen verbrauchter Bauteile, kann die Änderung 100 Prozent betreffen, ohne daß eine Dämmpflicht entsteht. Dazu gibt es sogenannte Staffelentscheidungen einer staatlichen Baukommision (im Internet). Zur Frage der Wirtschaftlichkeit zitiere ich die zutreffende Aussage der SPD Bundespartei im Jahrbuch 2013 "Energieeffizienz in Gebäuden", VME Verlag und Medienservice auf Seite 49, wonach "Einsparungen an Energiekosten nie die nötigen Investitionen - auch nicht langfristig - amortisieren".

Deswegen greift immer das Wirtschaftlichkeitsgebot des Energieeinsparungsgesetzes und die damit verbundene Befreiung von der Energieeinsparverordnung, geregelt im Paragrafen 25.

Der Energieberater schuldet wie jeder Planer eine korrekte Beratung - mit rechtlich eindeutigen Folgen bei Verfehlung: Honorarverlust und Schadensersatz. Das sollte der irregeführte Hausbesitzer wissen.

Konrad Fischer
Hochstadt am Main

Obermain-Tagblatt Lichtenfels und Neue Presse Coburg, Thema Helmut-G.-Walther-Klinikum / Kreiskrankenhaus: Neubau oder Sanierung mit kostentreibenden "Energiesparkonstruktionen" wie WDVS und Fensteraustausch gegen Wärmeschutzfenster sowie energetische Sanierung / Ertüchtigung von Schulgebäuden im Landkreis Lichtenfels im Rahmen des Konjunkturpaketes im Februar und März 2009

publiziert in beiden Tageszeitungen am 26.3.2009

"Es geht ja nur um Steuergelder"

Die Nachrichten über den "verschlissenen Bauzustand" des Kreiskrankenhauses überschlagen sich derzeit. Abriß der angeblich maroden Hütte und Neubau eines Wunderwerks der Technik oder Extremsanierung und High-Tech-Anbau - was wird uns wohl als der Weisheit letzter Schluß aufgetischt werden? Nur ein kleiner Aspekt der bisher vorgetragenen Argumente sei hier etwas näher beleuchtet: Die Wirtschaftlichkeit einer Fassadensanierung zur Erfüllung der Vorgaben aus der Energieeinsparverordnung (EnEV).

Als verantw. Sachverständiger nach § 2 ZVEnEV [ab 2017 § 3 AVEn] habe ich an vielen Bautypen vom Einfamilienwohnhaus bis zum Hochhaus Kosten-Nutzen-Analysen und Rentabilitätsberechnungen durchgeführt. Demnach können weder die gem. Norm errechneten, noch die tatsächlichen Heizkostenersparnisse die erforderlichen Investitionen für eine nachträgliche Wärmedämmfassade und dichtere - das heißt aber auch schimmelpilzriskante - Fenster refinanzieren.

Im Klartext: Die Nachrüst-Investitionen in Fassadendämmung und Fensteraustausch gem. EnEV sind meistens unwirtschaftlich und damit hinausgeschmissenes Geld. Hinzu kommen die mittel- und langfristig anfallenden Kosten. Im Vergleich zu normalen Putzfassaden beziffert das Institut für Bauforschung, Hannover, den jährlichen Mehraufwand bei der Instandhaltung von Wärmedämmfassaden auf durchschnittlich 9,35 Euro je Quadratmeter (!). Wenn die Energiesparkosten dermaßen unwirtschaftlich sind, sieht die EnEV übrigens im Paragraf 25 die im Energieeinsparungsgesetz vorgegebene Befreiung von den Dämmanforderungen vor.

All diese den Experten durchaus bekannten Fakten scheinen bisher weder bei den Diskussionen zum Kreiskrankenhaus noch bei den derzeit geplanten "energetischen Sanierungen" unserer Schulgebäude eine Rolle zu spielen. Es geht ja nur um das Geld des Steuerzahlers und business as usual.

Konrad Fischer
Hochstadt am Main

und dann am 29. und 30.07.2009, zum vorhersehbaren Entschluß der Kreistratsmehrheit zum Klinikneubau:

"Bayerischer Meister im Steuergeldverschwenden

Hurra, die Jahrhundertentscheidung ist endlich gefällt! Mit "breiter Mehrheit" haben sich unsere Kreisräte der offenbar ansteckenden Konjunkturförder-Vernunft gebeugt und - wie weitsichtig! - ohne Würdigung der Kostenentwicklung am dann überflüssigen Altbau - für den Klinikneubau entschieden. Unermüdlich mußten sich die Befürworter dieser weisen Entscheidung dafür ins Zeug legen: Immer schneller galoppierten die Kosten von der ersten Variante 2008 mit knapp 30 Mio. Euro bis zu einer nie für möglich gehaltenen Höhe von nun über 90 Mio. Immer mehr Maßnahmen mußten da zur Rettung der maroden Krankenhausruine reingepackt werden, vor allem im Bereich der energetischen Sanierung. Motto: Energiesparen um jeden Preis, bis zum endgültigen Übertreffen der angeblichen Neubaukosten. Obwohl kein einziger Kreisrat - wie man auch aus konservativen Kreisen hinter vorgehaltener Hand hört - überhaupt weiß, wieviel Heizenergie das Krankenhaus pro Flächenquadratmeter braucht und ob demzufolge irgendwelche "Einsparmaßnahmen" überhaupt nötig oder gar wirtschaftlich vertretbar - das heißt gem. Energieeinspargesetz § 5 auch rentierlich! - sind.

Auch was viele andere Bau- und Anlagenteile betrifft, heißt es nun in strikter Befolgung konsumförderndster Wegwerfmentalität: Unbedingt Kompletterneuerung, aber selbstverständlich voll ökologisch und energiesparendst! Wie einfältig und konjunkturhemmend waren da doch unsere Landkreisnachbarn, die ihre Krankenhäuser samt und sonders im Bestand und bei laufendem Betrieb modernisiert und kostengünstig saniert haben. Ressourcenschonung und Sparsamkeit - bitte nicht bei uns! Ob man sich in den so brüchigen und offenbar nur pfuschig instandgehaltenen Altbau überhaupt noch hineinwagen sollte, um gesund zu werden? Nach dem unfaßbar hohen Sanierungsbedarf zu urteilen, wohl eher nicht.

Mag Lichtenfels auch der kleinste bayerische Landkreis sein - wenigstens im Steuergeldverschwenden werden wir nun mindestens bayerischer Meister. Wer ko, der ko. Dank unserer so fürsorglich entscheidenden Kreisräte. Und bei der bisher erwiesenen Schätzkunst dürfen wir uns sicher auf eine Fortsetzung des Kostenexplosions-Spektakels beim kommenden Öko-Neubau freuen. Wie wäre es dann mit einem Rückbau der Klinikruine zum solarplattenbepflasterten Hackschnitzel-Betonbunker als Ausgleichsbiotop? Man gönnt sich ja sonst nix.

Konrad Fischer
Steuerzahler
Hochstadt am Main




Süddeutsche Wohnwirtschaft
Haus & Grund
Das Hauseigentümer-Magazin in Baden
Redaktion

Energiespardiskussion und Infos in Haus & Grund 8/06

Sehr geehrte Redaktion,

mit großem Interesse habe ich in Ihrer aktuellen Ausgabe die verschiedenen, teils sehr widersprüchlichen Positionen zum Energiesparen und dem künftigen Energiepass gelesen. Als Ingenieur und auch auf Vorträgen für H&G Rheinland-Pfalz befasse ich mich seit vielen Jahren mit diesen Themen. Die Theorie und Praxis klaffen hier leider geradezu extrem auseinander. So wird gebetsmühlenhaft - sogar von Ingenieursseite - behauptet, dass "dicke Mäntel" mit einer Wärmedämmung am Haus vergleichbar wären. Diese zunächst einleuchtende These übersieht aber, dass ein winddichter Mantel wie auch das Eisbärfell oder gar die ADAC-Rettungsdecke aus Alu mit nur geringer Dicke auskommt. Wer den U-Wert eines Wintermantels mal berechnet, stellt schnell fest:

Die Windabweisung, seine Wärmestrahlungsreflektion und die geringe Kontaktfläche zur erwärmten Haut bei gleichzeitiger Durchlässigkeit für die abgegebene Feuchte liefern den Wärmeschutz, nicht sein geradezu lächerlich schlechter U-Wert, nach dem man schnell erfrieren müßte. Beim Haus dagegen muß entsetzlich viel Dämmstoff aufgebracht werden, um rechnerisch zulässige Werte zu erreichen. Dämmen und Dichten nach EnEV ist folglich sehr teuer. Bei Häusern mit üblichem Durchschnittsverbrauch (ca. 160 bis 180 kWh/qm Jahr nach aktuellen Statistiken) und folglich geringem Einsparpotential rentiert sich das auch bei deutlich teureren Energiepreisen nicht - es greift dann die dafür vorgesehene EnEV-Ausnahme im § 17 (ab 2007: 25).

Die den Dämmfanatikern offenbar unbekannte Hyperbelfunktion des U-Werts vernichtet auch die rechnerische Effizienz immer dickerer Dämmstoffschichten rasend schnell. Mehr und mehr bringt deswegen unerbittlich weniger und weniger. Schon bei ca. vier bis sechs Zentimetern Dämmschichtdicke ist die Effizienzgrenze erreicht, alles darüber ist Augenauswischerei. Die Praxis zeigt auch, dass nachträglich mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS) beklebte Fassaden oft keine Energieeinsparung bewirken und schnell auffeuchten. Entsetzlich viele Quadratmeter gedämmter Fassaden stehen schon grün herum. Warum? Ohne Speichermasse kühlen sie im Strahlungsausgleich mit dem eisigen Nachthimmel mangels Speichermasse jede (!) Nacht schnell unter Lufttemperatur und speichern Kondensat aus der ebenfalls abkühlenden Nachtluft ein, bis zur Volltränkung, Veralgung und winterlichen Befrostung. Das überleben solche Konstruktionen nicht lange schadensfrei. Die inzwischen propagierte Vergiftung der Fassadenfarben gegen Algenbefall kann das nur kurzzeitig kaschieren - Regen wäscht die toxischen "Fungizide" aus und deponiert sie im Vorgarten. Im klatschnassen Mantel wird auch eher gefröstelt als wohlig Energie gespart. Klimaschutz brutal.

Da der U-Wert normgemäß nur im stationären Zustand gilt, am Bauwerk jedoch ständige Aufheiz- und Abkühlvorgänge stattfinden, kommt es genau auf die im Labor-U-Wert unterschlagene Speicherfähigkeit an: Nur Massivbauten lassen die absorbierte Wärmestrahlung aus den teuer aufgeheizten Innenbauteilen nicht sofort entweichen und speichern die Solarstrahlung heizkostenmindernd ein - eigentlich eine Binsenweisheit. Unser "Lichtenfelser Experiment" hat schon nach wenigen Minuten Wärmebestrahlung von vier Zentimeter-Baustoffplatten gezeigt, wie schnell die Temperatur durchdringt: + 40 Grad hinter Mineralfaser-Dämmstoff, +/- 0 Grad hinter Holz, + 2,5 Grad hinter Vollziegel. Dämmbaracken sind genau deswegen im Winter schnell kalt, im Sommer schnell heiß.

Wer richtig Energie sparen will, muss aber erst mal richtig heizen: Die übliche Konvektorheizung mit Nachtabsenkung erwärmt vorwiegend die flüchtige Raumluft und verpulvert deswegen viel Heizenergie. Was nächtens auskühlt, muss mit schlechtem Wirkungsgrad täglich wieder nachgeheizt werden. Strahlungsheizungen mit stetigem Heizbetrieb wie die Hüllflächentemperierung erwärmen dagegen vorwiegend die Gebäudehülle und kommen folglich mit geringeren Raumlufttemperaturen aus. Autofahrer wissen: Die Stadtfahrweise mit dauerndem Bremsen und Gasgeben verschleudert im Vergleich zur günstigen Dauergeschwindigkeit viel mehr Sprit. So ist es auch beim Heizen. Auch die trägen Fußboden- und Wandheizungen vernichten viel Energie mit der für den Nutzer unnötigen Erhitzung tiefer Bauteilschichten. Sinnvoll wäre dagegen die direkte, unverschattete Abgabe der elektromagnetischen Wärmestrahlung von den Heizflächen. Wer würde denn vergleichsweise seine Neonröhren einputzen, bis die Wand müde schimmert? In der Heizungsbranche haben sich diese simplen Tatsachen aber noch nicht überall herumgesprochen. Obwohl sie für den Kunden bei höherer Effizienz deutlich weniger kosten.

Energiesparen wäre so einfach - mit Dämmstoffmaximierung hat es aber nichts zu tun. Deshalb Vorsicht vor U-Wert-Aposteln, auch bei sogenannten "neutralen Energieberatern"!

Dipl.-Ing. Konrad Fischer
Hochstadt am Main




Redaktion leonardo-online

leonardo-online 3/00:
Pro und Contra EnEV 2000 (Pro: Prof. Hauser, Contra: Prof. Meier)

Schimmel und Astma vorprogrammiert
(veröffentlicht leonardo-online 4/2000)

Das der EnEV 2000 "zugrunde gelegte Berechnungsverfahren spiegelt den Sachverstand der jeweiligen Normungsausschüsse wider" - so das "Pro" Prof. Hausers. Dem ist zuzustimmen. Mir ist nicht entgangen, wie es um diesen "Sachverstand" aussieht: theoretische Erörterungen nur weniger Ausschußmitglieder fern jeder Baupraxis und mathematischer Logik, überwiegend interessensgeleitete Abnicker, vollständige und eingestandene Unwissenheit betr. Schimmel und Asthma in den dämmstoffverpackten Bauwerken, keine Ahnung von den Praxisbelegen, daß Dämmen im Altbau überhaupt keine Energie spart und somit fern jeder Wirtschaftlichkeitsüberlegung dem Energieeinspargesetz in unfaßbarer Weise widerspricht.

Die seit der ersten Version der WSVO von Mal zu Mal gesteigerten mathematischen und physikalischen Unsinnigkeiten in den Folgeverordnungen sollen nun bußgeldbewehrt erzwungen werden. [Ungedruckt: Die Architektenkammern Hessen und Rheinland-Pfalz haben in ihrer gemeinsamen Stellungnahme gegen die EnEV darauf ebenso wie die Bundesarchitektenkammer hingewiesen]

Daß von der Maschinenbaufraktion weitere "Verschärfung" gefordert wird, ist gut nachvollziehbar. Wem nutzt wohl die Anlagentechnik, die nun administrativ herbeigeführt werden soll? [Ungedruckt: Wenn das wirtschaftlich wäre, würden die Kunden Schlange stehen. So nun also der staatliche Zwang].

Wir Architekten sagen nein danke für Normen und Verordnungen, deren Erfüllung zu unwirtschaftlichen, energetisch sinnlosen, technisch und gesundheitlich schädigenden Maßnahmen führt und uns dann gem. BGH-Urteil vom 22.1.1998 das Honorar kosten. [Ungedruckt: Jeder kennt heute die abgesoffenen Dämmpakete und den Algen- sowie Schimmelwildwuchs darauf. Alles nur Planungsfehler?]

Deutschland hat inzwischen die höchste Asthmatotenrate auf dem Kontinent, Grund: Feuchte, dichte Wohnräume nach Dämmung und Dichtung. Resultat der Lufthoheit von Industrie, Maschinenbauern und Physikern über die Baunormen.

Konrad Fischer, Hochstadt a. Main

Daneben abgedruckt: Leserbrief:

Effektive Erfolgszahlen fehlen

So interessant die Ausführungen zur EnEV auch waren, es fehlen die effektiven Erfolgszahlen, die eigentlich alle an diesem Geschehen Beteiligten interessieren. Wie hoch ist die Einsparung allein nach Einbau durch die neuen Fenster? Um wie viel größer ist die Einsparung durch die neuen Fenster plus WDVS mit EPS? Wie hoch ist der Energieaufwand zur Herstellung von EPS gegenüber einer möglichen Einsparung? Wie hoch ist der Energieaufwand für die Wohnhausbeheizung im Vergleich zum Energieaufwand in Industrie und Verkehr? Selbst wenn man die nachweisbare Vernichtung des Wohnklimas so gedämmter Wohnhäuser in Kauf nehmen wollte, stört es doch eigentlich keinen, dass dieses System nicht nur jedes architektonische Detail eines Wohnhauses für immer zerstört. Uniformierung nennt man das! Sondern dass auch ein Wertverlust entsteht, wenn man dieses System wieder entfernt. Wie hoch ist dieser Wertverlust? In der Praxis soll es Beweise geben, dass Vergleichsversuche an Wohnhäusern ergeben haben, dass zwischen mit WDVS-gedämmten und völlig ungedämmten Wohnhäusern kein unterschiedlicher Heizkostenaufwand ermittelt werden konnte. Andere wieder behaupten, dass sich zwischen Baukörper und WDVS Feuchtigkeit summiert.

Rolf Köneke, Hamburg


Immobilien Praxis+Recht

Energiesparverordnung: Jetzt werden Häuser umweltfreundlicher, IP+R 12/99

Sehr geehrte Redaktion,

Was ihre Leser zum Thema Energiesparen wissen sollten:

1. Die angeblichen Energieeinsparungen durch Dämmstoffkonstruktionen existieren nur auf dem Papier. Alle ernstzunehmenden Messungen vor Ort zeigen, daß es auf speicherfähige Baustoffe ankommt. Nur mit Massivbauweise kann Energie auf technisch, wirtschaftlich und hygienisch sinnvolle Weise eingespart werden.

2. Der für Dämmstoffkonstruktionen maßgebliche k-Wert gilt nach DIN 4108 nur im Labor, also im "stationären" Zustand. Draußen am Bau herrscht aber der "instationäre" Zyklus zwischen Tag und Nacht, Sommer und Winter, Wind und Wetter. Die gesamte Energiebedarfsberechnung kreist sozusagen im irrealen Raum. Und da der k-Wert als mathematische Funktion einer Hyperbel folgt, ist selbst bei seiner Anwendung nach 4 cm Schluß mit wirtschaftlich vertretbarer Effizienz. Es sei denn, der Liter Heizöl kostet um die 30 Mark aufwärts.

3. So gut wie alle Energieeinsparungen, die die Dämmstoffpropaganda für sich reklamiert, sind mit dem fiktiven k-Wert nur e r r e c h n e t ! In der Praxis mag es zwar gelingen, durch übertriebene Raumabdichtung etwas mehr warmfeuchte Luft als üblich einzusperren, als Folge stellt sich dann aber Schimmel, Allergie und Asthma ein. Mehr als 60% der Bauprozesse drehen sich inzwischen um diese üblen Folgen moderner Bauweisen. Im Sommer kühl, im Winter warm funktioniert nur im Massivbau, das weiß doch jedes Kind. Nur unsere von Drittmittelforschung abhängigen etablierten Bauphysiker propagieren den dämmstoffangereicherten Barackenbau. Und da man inzwischen doch etwas Angst vor dem Schimmelproblem bekommen hat, fordert man anlagentechnische Zwangsentlüftung. Das ist jedoch nicht nur der Gipfel des Geldrausschmeißens, sondern gefährdet den Bewohner durch grausige Verkeimung der Artemluft. Das "Sick-building-syndrom" läßt grüßen. Nicht umsonst gehört Deutschland inzwischen in die europäische Spitzenklasse, was Asthmatote und Allergiegeschädigte betrifft.

4. Die Bundesarchitektenkammer und andere ernstzunehmende und unabhängige Institutionen und Fachleute haben die Fehldeutungen und bauphysikalischen Irrtümer der von interessierten Kreisen betriebenen Energiesparverordnung demaskiert und umfangreiche Einsprüche eingelegt. Sie sind auf den "Altbau und Denkmalpflege Informationen" http://www.konrad-fischer-info.de im Internet veröffentlicht - neben einem Formular zur Abbedingung der Energiesparverordnung in ihrer jetzigen Form und vielen Bauschadensberichten zum Thema.

5. Auch der mit Dämmstoff bekämpfte Treibhauseffekt ist nach der unabhängigen Forschung ein typischer Reklameschwindel. Es gibt ihn schlichtweg nicht, alles beruht auf wissenschaftlich unhaltbaren aber sehr absichtsvoll manipulierten Simulationsberechnungen. Die Zusammenhänge hat der ehem. ZDF-Wetterfrosch Dr.phil Dipl.-Met. Wolfgang Thüne in seinem neuen Buch "Der Treibhaus-Schwindel" klar dargelegt. Sie finden seine Aufsätze und viele Links in die internationale Klimadiskussion ebenfalls auf der o.g. Website.

5. Da die Dämmstoffpakete praktisch keine Energie einsparen, ist der Konflikt mit dem Mieter vorprogrammiert. Mit falschen Versprechungen werden die zukünftig mit Bußgeld erzwungenen Investitionen auf ihn umgelegt. Wie wird er reagieren, wenn er künftig nicht weniger Heizkosten bezahlt und dafür sogar noch die Schimmelfolgen ausbaden muß?

Mit freundlichem Gruß

Konrad Fischer

Als Langversion nicht abdruckbar, deswegen Nachlieferung dieser Kurzversion, abgedruckt in IP+R 1/2000:

Hintergrund:
Energiesparen mit „energetischer Sanierung“:

Konrad Fischer

1. Energiesparen durch Dämmstoffpakete existiert nur auf dem Papier. Unabhängige Fachleute wissen und die Praxis zeigt: Nur Massivbauweise kann Energie technisch, wirtschaftlich und hygienisch sinnvoll sparen.

2. Der berechnete Energiebedarf gilt nur im Labor, also „stationär“. Die Wirklichkeit ist aber „instationär“: Tag/ Nacht, Sommer/Winter, Wind/ Wetter. Durch die „k-Wert-Hyperbel“ ist selbst gerechnete Dämmung über ca. 5 cm unwirtschaftlich, nicht nur wegen schnell verschimmelter Kunstharzfassaden.

3. Üble Folge der übertriebenen Raumabdichtung: Schimmel, Allergie und Asthma, trotz anlagentechnischer Zwangsentlüftung. Neudeutsch: Sick-building-syndrom. Und keine meßbaren Einsparungen. Was werden die Mieter dazu sagen?

4. Mehr dazu in: "Altbau und Denkmalpflege Informationen" http://www. konrad-fischer-info.de


5.10.99
Forum-Verlag
Redaktion Deutsches Architektenblatt DAB
(Brief wie immer bei nicht systemtreuer Kritik vom DAB (mit Prof. mult. G. in Pressebeirat!) der Architektenschaft vorenthalten/unterschlagen/nicht publiziert - trotz vehementer Fürsprache von Kammerseite)

DAB 10/99 S. 1432 ff., Info SV Kurz

Leserbrief
Ein starkes Stück für einen DAB-Sachverständigen ist der Bericht über die ESVO 2000. In diesem Machwerk "begrüßenswerte Vorteile" und eine "insgesamt ausgewogene Vorlage" zu entdecken, wirft ein weiteres trauriges Schlaglicht auf das gesamte Sachverständigenunwesen.

Warum erfolgt kein Hinweis auf die vielen fachlichen Ungereimtheiten und absichtsvollen Fehler der ESVO, die in schlechter Tradition das Dämmstoffmarketing der WSVO nebst DIN-Beiwerk auf die Spitze treibt?

Warum keine inhaltlich kritische Würdigung, die einem echten Sachverständigen ein Leichtes sein sollte? Mit Ratschlägen, wie dem Schimmelbrutanlagenbau in deutschen Baracken gem. WSVO/ESVO zu begegnen ist.

Warum Nichts zum nur laborgültigen k-Wert, der trotz aller Rechentricks nur zum Dämmstoffverkauf dient und zu nichts sonst?

Immerhin gibt Herr Kurz seinen Kollegen einen freundlichen Wink: Es wird weiter zu "Planungsfehlern" kommen - also Schimmelfassaden und -innenräume, verkeimte Zwangslüftungsanlagen und hausschwammbefallene Holzbalken zwischen der normgemäßen Dämmstoffverpackung.

Und, aber interessiert das moderne Architekten überhaupt? - am Sick-building-Syndrom verreckende Hausbenutzer. Daran werden die Sachverständigen verdienen und die geplagten Architekten dürfen deren Zeche wieder zahlen.

Und das in unserem DAB!

Wer sich noch kritischen Verstand bewahrt hat, kann es ja mal mit meinen "Altbau und Denkmalpflege Informationen" http://www.konrad-fischer-info.de probieren. Dort findet sich zum freien Download ein sachlich begründetes Antragsformular auf Ausnahme/Befreiung von der WSVO. Schon trefflich bewährt im Alt- und Neubau. Und der bemerkenswerte Einspruch gegen die Wärmeschutznorm 4108-2 von Prof. Dr.-Ing. habil. Meier in Kurz- und Langtext.

Konrad Fischer
Architekt BYAK

Lesen Sie ergänzend die Einsprüche gegen die EnEV 2000 der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und Hessen und der Bundesarchitektenkammer sowie RA Kirchmeiers Nachweis ihrer Verfassungswidrigkeit





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