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20.08.12 20:58
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| Name: |
N.N. |
| Beitrag: |
Hallo Hr. Fischer,
Betreff: Ihre Internetseite und unsere Erfahrungen mit Schimmel
mit großem Interesse habe ich Ihre Internetseite gelesen, und ich muss sagen, Sie sprechen mir aus dem Herzen.
Wir haben vor 15 Jahren einen Neubau vom Bauträger gekauft. Vor kurzem haben wir bei kleineren Umbaumaßnahmen entdeckt, dass die
Dämmwolle im Dachgeschoss unseres Hauses völlig verschimmelt ist. Jetzt haben wir den dringenden Verdacht, dass
die ständigen Krankheiten unserer Tochter (sie hatte im Schnitt alle 4 Wochen einen Infekt), die 10 Jahre unter
dem Dach ihr Zimmer hatte, darauf zurückzuführen sind.
Nachdem der erste Schreck überwunden war, haben wir die schimmelige Glaswolle entfernt. Für mich ein unglaubliches Erlebnis, wenn man
im eigenen Haus im Ganzkörper-Schutzanzug mit Gummihandschuhen, Schutzbrille und Atemfilter arbeitet und sich vorkommt wie ein
Arbeiter im Atomkraftwerk. Wir haben jetzt 10 Säcke a 2 qm schimmelige Glaswolle im Garten liegen, die ich noch als Sondermüll
entsorgen lassen muß.
Seit Wochen beschäftige ich mich jetzt mit dem Thema. Wie konnte das passieren? Was lief falsch? Wie kann so was noch 15 Jahren in
einem neuen Haus auftreten, gebaut von Profis?
Ich habe die beiden großen Hersteller von Dämmwolle angeschrieben. Der eine erzählt mir "alles unkritisch, das ist nur Hausstaub".
Der andere behauptet "gesundheitsgefährdenter Schwarzschimmel, sofort raus".
Von einer weiteren Seite habe ich erfahren "das ist zwar Schimmel, aber man kann mit einer zweiten Folie neu abdecken - dann aber
mit angebrachten Warnschildern: gesundheitsgefährdenter Schimmel unter der Folie".
Natürlich haben wir auch jede Menge "Experten", sprich Zimmermannsbetriebe bezüglich einer Sanierung angefragt. Da wirds dann ganz
dubios. Der eine hat vorgeschlagen, gleich das komplette Dach neu einzudecken und mit den allerneusten Materialien
Holzfaserdämmplatten und eingeblasener Zellulose zu sanieren. Die Kosten sollen so um die 30 T€ liegen. Ein anderer schlägt vor, nur
noch eine 16 cm PU Dämmung unter den Sparren anzubringen. Der nächste wiederum schwört auf Mineralwolle und erzählt Horrorgeschichten
über vom Marder gefresse Zellulose.
Und so gehts in einem weiter. Jeder erklärt einem, das was er gerade verkauft ist das absolut Beste. Klar, vor 15 Jahren war man
einfach noch nicht so weit. Da haben wir leider Pech gehabt. Aber jetzt ist man viel schlauer.
Ganz dubios wirds dann, wenn sie einem von "intelligenten" Folien als Dampfbremse erzählen, deren absolute Luftdichtigkeit mit einem
"Blower-Door-Test" überprüft wird. Wenn man dann nachfragt, wie lange diese Folien eigentlich "intelligent" seien und ob das auch
noch in 30 Jahren funktioniert, hat keiner eine Antwort.
Wenn man dann im Internet nach Dämmverfahren sucht, wird man erschlagen von den grandiosten Angeboten. Da gibts hunderte von
Dämmfolien mit den unglaublichsten Namen. Und jeder behauptet natürlich, dass sein Produkt das absolute Non-Plus-Ultra sei. Ganz
besonders nett wirds dann bei den Superklebern für die Folien. Aber keiner gibt darauf eine Langzeitgarantie. Wie auch, wer hat diese
Materialien denn schon über 30 oder mehr Jahre im Haus verbaut gehabt?
Richtig ärgerlich wird es dann, wenn man sich bei der KfW erkundigt, ob man denn dafür eine Förderung bekommen könnte? Klar geht das,
aber dann bitteschön mit dem U-Wert von 0,14. Das erreicht man dann nur mit den allerneuesten Materialien, natürlich das Ganze schön
luftdicht verpackt.
Der "Experte" rät dann wieder zur zusätzlichen elektrischen Zwangsbelüftung, sonst ist die Gefahr von Schimmelbildung gegeben. Das
ist ja unfassbar. Da packe ich das Haus in luftdichte Plastikfolie und muss dann dauernd einen stromfressenden Lüfter laufen lassen?
Ich muss sagen, als Dipl.-Ing. der Elektrotechnik bin ich technisch nicht ganz unwissend. Es ist für mich unfassbar, wie hier sog.
Fachleute mit einer Art Halbwissen horrend teure High-Tech Dämmungen verkaufen, ohne dass eine Langzeiterfahrung über die Materialien,
deren Wirksamkeit und vor allem deren gesundheitliche Unbedenklichkeit vorliegt. Und vor allem wird dieser ganze Unfug auch noch von
staatlicher Seite vorgeschrieben!
Anbei sende ich Ihnen ein paar Fotos zur Illustration.
Schönen Gruß
N.N.
Aus dem weiteren Schriftwechsel:
Date: Wed, 22 Aug 2012 23:00:46 +0200
Subject: Re: Ihre Internetseite und unsere Erfahrungen mit Schimmel
Hallo Hr. Fischer,
Sie können gerne meine Zuschrift auf Ihrer Webseite mit den Bildern bringen. Eine Namensnennung würde ich weniger bevorzugen.
... wo ich einen vertrauenswürdigen Zimmermann finde, der uns eine Sanierung anbieten kann? Zur Zeit stehe ich vor dem Problem, dass
ich eigentlich keine Lösung habe, die ich für dauerfest halte. Was wäre aus Ihrer Sicht machbar?
Schönen Gruß
N.N.
Datum: 23.08.12 10:58
Betreff: Re: Ihre Internetseite und unsere Erfahrungen mit Schimmel
Sehr geehrter Herr N.N.,
vielen Dank für Ihre Publikationserlaubnis. Betr. Ihrer Sanierung empfehle ich die Ausführung .... Herr Zimmerermeister ...
Tel: ..., aus ... kann Ihnen da bestimmt als fairer Partner weiterhelfen. Er hat auch schon mehreren meiner
Beratungskunden aus der Dämmpatsche geholfen.
Besten Gruß und Viel Erfolg!
Konrad Fischer
Ach so, wenn auch Sie wissen wollen, wie sich der Dämmbetrug in Ihrem Dach ausbreitete?, einfach mal öffnen.
Und wie man es besser macht, hier geht es dafür weiter: Bauberatung - 180 EUR/Stunde.
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