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Maria Ackermann, Lawalde-Lauba: Klimawandel und Klimalügen





KLIMAFAKTEN UND KLIMALÜGEN 70

Zum Ökoterrorismus durch Energiesparzwang und Klimaschutzerpressung

Inhalt
1 Einleitung: ein Mailwechsel mit einem anonymen Klimaterroristen
2 Geht es um Energiesparen? Umweltschutz?? CO2??? Welterlösung????
3-7 Medienmanipulation 1 2 3 4 5
8-10 Versiegende Energiequellen? 1 2 3
11-39 Vergebliche Liebesmüh besorgter Bürger aus dem Ökowiderstand 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29
40-51 Dipl.-Met. Dr. Wolfgang Thüne gegen den Treibhausschwindel 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
52-54 Dämmtechnik - Ökologie und Ökonomie 1 2 3
55-59 Wer ist schuld am Klimawandel? 1 2 3 4 5
60-62 CO2-Emissions-Zertifikathandelsterror 1 2 3 (mit INFAS/FAQ-Bundestagsumfrage)
63 Das Klimaschutz-Quiz
64 Aus dem Brennstoffspiegel
65 Rückversicherung und Klimapropaganda
66-67 Ökos Pro Atomkraft 1 2
68-73 Ökoterrorismus - Die Grüne Bewegung 1 2 3 4 5 6

71 Ökoterrorismus - Die Grüne Bewegung 4

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Die Macher

Während des sogenannten Kalten Krieges ging es ganz offensichtlich um die Weltvorherrschaft: Sollten die Geschicke des 21. Jahrhunderts von der Spitze einer selbsternannten Avantgarde der Arbeiterklasse oder der Spitze der marktbeherrschenden Finanzinstitutionen bestimmt werden. Wegen des atomaren Patts, wurde daraus ein Krieg um das Denken, Wollen und Fühlen der jeweiligen Mehrheit der Menschen.

In der ersten Phase des Wiederaufbaus gewann der Westen wegen der rasch steigenden Versorgung der Bevölkerung in den westlichen Industrienationen rasch die Oberhand. Der Osten fand dagegen bei den ärmeren Massen und in den führenden Kreisen der Entwicklungsländer Rückhalt, die nach einer gewissen Aufbauphase während des 2. Weltkrieges nun wirtschaftlich wieder an die Wand gespielt wurden.

Das Establishment des Westens fühlte sich durch die wachsende Masse ärmerer und verarmender Menschen zunehmend bedroht. Gleich zu Beginn des Kalten Krieges, 1948, veröffentlichte ein Verwandter des Geldmagnaten J. P. Morgans, ein Fairfield Osborn, das Buch Our Plundered Planet (Unser geplünderter Planet, dessen Titel später Herbert Gruhl aufgriff). Darin hieß es: "Das Problem der zunehmenden Bevölkerung, das vielleicht größte Problem, vor dem die Menschheit heute steht, kann nicht auf eine Weise gelöst werden, die der Idee der Menschheit entspricht". Er meinte damit, daß dies nur auf "unmenschliche" Weise geschehen könne. Das Konzept: "Die Überwindung der Armut durch Beseitigung der Armen" ließ sich so direkt natürlich nicht massenwirksam vermarkten. Im gleichen Jahr erschien William Vogts "Road to Survival" mit der Einleitung des Wall Street Spekulant, Organisators der US-Rüstung im ersten Weltkrieg und Präsidentenberaters Bernhard Baruch. Damals wurde von führenden Persönlichkeiten des Westens weitere Organisationen wie z.B. die Vorkriegsorganisation Internantional Planned Parenthood Ferderation wieder ins Leben gerufen.

1954 auf dem Höhepunkt des Koreakrieges erschien die Broschüre des einflußreichen Geschäftsmanns Hugh Moore "The Population Bomb" (Die Bevölkerungsbombe, der Titel wurde während der Studentenrevolte 1968 von Paul Ehrlich erneut aufgegriffen). Von dem Buch wurden weltweit 2 Millionen Exemplaren verschenkt. Einen nachweisbaren Einfluß auf die offizielle Politik hatten diese Bemühungen während des sich zuspitzenden Systemkonflikts zunächst noch nicht. Sie führte aber in den folgenden Jahren zu einer Reihe vorbereitender Gremien und Aktionszirkel z.B. zum Population Council John D. Rockefellers, dem Office of Population Research an der Universität Princeton und zur Abteilung Bevölkerung bei den Vereinten Nationen.

Offen in die Politik einzugreifen begann die Antibevölkerungsidee wieder um 1957/58. Damals erfaßte die Westliche Welt die erste deutliche Wirtschaftsrezession und erinnerte trotz der allgemein verbreiteten Keynesianischen Wirtschaftsregulierungen an die prinzipielle Krisenhaftigkeit der freien Marktwirtschaft. Die Elite begann eine intensive Diskussion über weitreichende Verwaltungsreformen, um eine Gesellschaftsform einzurichten, die drastische wirtschaftliche Belastungen aushalten kann. Hierbei spielten zu Beginn der 50er Jahre im Labor entwickelte Instrumente der Bewußtseinsbeeinflussung und Bewußtseinsveränderung großer Teile der Bevölkerung eine Rolle. Die Ergebnisse dieser Überlegungen flossen 1965 in das Konzept der "Great Society" unter Präsident Johnson und der "Formierten Gesellschaft" unter Ludwig Ehrhard ein. Es handelte sich um die ersten mißlungenen Versuche, eine stationäre, "postindustrielle" Gesellschaft einzurichten. Sie scheiterten an der fehlenden Unterstützung durch die Bevölkerung.

Für die US-Elite war Bevölkerungspolitik war vor allem Außenpolitik. Daher setzte Präsident Eisenhower 1959 an die Spitze der Präsidentschaftskommission zum Studium des US-Militärhilfeprogramms für Regierungen, die sich gegen "kommunistisch unterwanderte" Befreiungsbewegungen zu wehren hatten, General W. Draper einen bekannten, fanatischen Verfechter der Bevölkerungsreduktion und 1962 stellte der Stellvertretende US-Außenminister Richard Gardner unter J. F. Kennedy vor den Vereinten Nationen die US Politik über "Bevölkerungswachstum und Wirtschaftliche Entwicklung" dar. Sie folgte der Linie, die Präsident Johnson 1965 drastisch wie folgt zusammenfaßte: "Laßt uns aufgrund der Tatsache handeln, daß weniger als 5 Dollar, die in Bevölkerungskontrolle investiert werden, 100 Dollar entsprechen, die in Wirtschaftsentwicklung zu investieren wären".

Der politische Umbau mußte beschleunigt werden, als 1967 die dramatische Dollar- und Pfundkrise einsetzte, es 1971 zur Kündigung des 1944 in Bretton Woods eingerichteten Weltfinanzsystems durch US Präsident Nixon kam, 1972 das System frei floatender Wechselkurse eingerichtet wurde und 1974 die sogenannte Ölkrise den Dollarkurs durch eine künstliche Nachfrage nach Dollar stützen sollte. Die OPEC hatte sich aufgrund des Yom Kippur Krieges verpflichtet, die Ölpreise um 400 % anzuheben, Ölrechnungen nur noch in Dollar begleichen zu lassen und einen erheblichen Teil der Mehreinnahmen in US-Schatzanleihen anzulegen.

Als sich die Dollar-Pfundkrise 1968 zuspitzte, und die sogenannte Studentenrevolte ihren Höhepunkt erreichte, beschäftigte die Elite ein weiteres bedrohliches Nachkriegsproblem. Darüber gibt ein Schrift Auskunft, die 1967 in den USA als Iron Mountain Bericht ("Report from the Iron Mountain on the Possibility and Desirability of Peace, und 1968 auf Deutsch unter dem Titel "Der verdammte Frieden" im List-Verlag) erschienen war. Der Text gibt vor, die Wiedergabe von Verhandlungen von 15 Spitzenkräften der US-Wirtschaft zu sein, die sich 1963 nach Einsetzen der Pugwash-Bemühungen in ihrem Atombunker Iron Mountain bei New York getroffen hatte, um zu erörtern, was die "Gesellschaft "stabilisierende Funktion" des "Kriegssystem" in dem Fall ersetzen könne, daß zwischen der UdSSR und den USA der Frieden ausbräche. "Denn das Kriegssystem ermöglicht es in der Gesellschaft stabile Regierungen zu bilden "weil es die Gesellschaft von außen her nötigt, politische Herrschaft zu ertragen." Die Experten erörterten "ein breites Feld von Ersatzmöglichkeiten". Keine konnte die Experten befriedigen. Man habe sich aber, so der Bericht, auf eine "zweitbeste Lösung" geeinigt und zwar wörtlich: "Möglicherweise könnte irgendwann schwere Umweltverschmutzung als scheinbare Hauptbedrohung für das Überleben der Gattung an die Stelle der Massenvernichtung durch Atomwaffen treten." Es müßten aber zwei bis drei Generationen ins Land ziehen, ehe diese Bedrohung glaubhafte Ausmaße erreichen würde. "Wenn sich aber vorhandene Umweltschutzprogramme hinreichend aufbauschen ließen, könnte man die Bedrohung viel früher glaubhaft machen". Genau das geschah dann auch.

Ob ein solches Treffen tatsächlich stattgefunden hat, ließ sich bisher nicht bestätigen. Es findet sich aber ein Hinweis darauf, daß derartige Diskussionen stattgefunden haben, und zwar im Bericht des 1967 gegründeten Club of Rome von 1991, in Alexander King, Bertrand Schneider "The First Global Revolution" (Die erste globale Revolution). Dort ist zu lesen (auf S. 115 der engl. Ausgabe bei Pantheon Books, New York): "Auf der Suche nach einem neuen Feind, der uns (die Gesellschaft) wieder zusammenbringen könnte, kam uns die Idee, daß Umweltverschmutzung, die drohende Klimaerwärmung, Wasserknappheit, Hunger und dergleichen das Gleiche leisten können." Der 1967 veröffentlichte Iron Mountain Bericht ist wohl vor allem als Signal für die verdeckt arbeitenden, politischen Kader der Massenführung zu verstehen, ihre Linie entsprechend zu ändern. Unter vielen anderen ähnlichen Organisationen wurde zum Beispiel 1969 "Green Peace" gegründet. Anläßlich des 15-jährigen Bestehens dieser Organisation erschien in dem GP-Magazin ein Grundsatzartikel des Physikprofessors der "Wendezeit", Fritjof Capra, und des späteren Mitbegründers der ökoterroristischen Organisation Earth First, Randy Hayes, darin heißt es:

"Wir sehen den Aufstieg des ökologischen Bewußtseins als Teil eines grundlegenden Wandels der Weltsicht, die unsere Gesellschaft gegenwärtig umformt". Im Zentrum des angestrebten "Wertewandels" steht wörtlich, daß das "Kriegssystem", das dem alten Wertesystem zugrunde liege, durch ein neues ökologisches ersetzt werden solle. Im Jahr 1971, als der Organisationsname Green Peace offiziell ins Stiftungsregister eingetragen wurde, unternahm in Deutschland als erster Hans Magnus Enzensberger mit viel linker Rhetorik im Kursbuch den Versuch, die "Neue Linke" auf den neuen ökologischen Kurs zu bringen ("Zur Kritik der politischen Ökologie", Kursbuch 33 S. 1-42). Gleichzeitig setzte in Deutschland wie auf Kommando ein sogenannter "investigativer Umweltjournalismus" (insbesondere bei Der Stern, Der Spiegel und Die Zeit) ein. Das bedeutete: die Öffentlichkeit wurde 10 Jahre vor der dem ersten Auftreten einer Grünen Partei plötzlich mit Umweltschreckensmeldungen überschwemmt.

[Siehe hierzu auch Dr. Bernd Hüttner: Die grünen Bataillone der Rockefeller-Familie]

Eine der ersten spektakulären Umweltkampagnen des 1967 in den USA gegründeten Umweltschutzfonds (Environmental Defense Fund) war die bevölkerungspolitisch bedeutsame Kampagne gegen DDT, das 1972 verboten wurde. Damals hatte zwar eine Anhörung in den USA auf 6000 Seiten alle grünen Behauptungen gegen DDT, die noch heute bedenkenlos nachgeplapperten werden, widerlegt, trotzdem setzte der damalige US-Umweltminister William Ruckelshaus das Verbot mit folgender Begründung durch: "Letztlich handelt es sich um eine politische Entscheidung. Im Fall der Pestizide ist die Zuständigkeit, solche Entscheidungen zu treffen, in unserem Land dem Umweltministerium übertragen worden" (Ders.: Opinion of the Administrator in: Consolidated DDT Hearings. 2. Juni 1972, EPA Washington D.C.). DDT hatte sich nach dem 2. Weltkrieg in der Bekämpfung gefährlicher Seuchen wie z.B. Malaria außerordentlich bewährt und Millionen Menschenleben gerettet. Das gerade machte das Mittel, das wesentlich wirksamer und umweltverträglicher als alle späteren Ersatzprodukte war, plötzlich bekämpfenswert. Nach einer entsprechenden Medienkampagne nickte das Deutsche Parlament dem von Präsident Nixon geforderten Verbot am 8. Juni 1972 ohne viel Aufhebens "einstimmig" zu.

Die Weichenstellung zu dieser Einstellung war bereits 1967 gefällt worden und zwar in dem Militärbündnis NATO. Damals wurde der spätere Vorsitzende des Club of Rome, Aurelio Peccei von Fiat und Olivetti, zum Vorsitzenden des Internationalen Atlantik Instituts gewählt. In dieser Funktion unterrichtete er die politische Führungsspitze der NATO über Themen wie "Die Neuordnung der Welt und die Notwendigkeit globaler Planung". Zu eben diesem Thema richtete die NATO 1968 ein eigenes Komitee für "die Herausforderungen der modernen Gesellschaft" ein. Als Zweck gibt das Gründungdokument an: "Das Überleben der heutigen menschlichen Gesellschaft wird gegenwärtig von einem neuen Faktor bedroht: der schnellen Verschlechterung des Globus als ökologisches System. Die weltweite ökologische Krise hat drei Komponenten: Die Verstädterung, die Bevölkerungsexplosion und den zerstörerischen Eingriff der Technik des Menschen in seine physikalische und soziokulturelle Umgebung".

Zusätzlich wurde am 6. 11. 1969 noch der "Ausschuß zur Verbesserung der Umweltbedingungen" bei der NATO eingerichtet. Die Initiative dazu war von US-Präsident Nixon (Republikaner) und speziell dessen persönlichem Berater P. Moynihan (Demokrat) ausgegangen. Zur Begründung verwies Moynihan lange vor der wissenschaftlichen Erörterung dieses Themas auf die Klimakatastrophe als Folge fossiler Energienutzung. (Ausschuß zur Verbesserung der Umweltbedingungen A 431 ab 11/69 in: Handbuch der NATO Frankfurt 1969 S. 13).

Im Jahr des DDT-Verbots fand 1972 in Stockholm die erste Umweltkonferenz der Vereinten Nationen statt, auf der die Umweltpolitik der UNO institutionalisiert (UNEP) und festlegt wurde, ihr folgte zwei Jahre später die Bevölkerungskonferenz in Bukarest mit dem gleichen Ziel. Auch im Jahr 1972 brachte Peccei's Club of Rome seinen ersten Bericht heraus, die aufgrund eines "Computermodells" erstellte Studie "Grenzen des Wachstums", die trotz ihrer nur allzu offensichtlichen wissenschaftlichen Mängel millionenfach in der Welt als die neue politische Richtlinie verbreitet und von den Medien gefeiert wurde.

In Deutschland wurde in diesem Jahr mit den nur als Kredit gewährten Geldern des alten Marshallplans der "German Marshallfund of US (GMF)" gegründet. Seine erklärten Ziele waren die Propagierung eben dieser neuen politischen Richtlinie, also von Umweltschutz, postindustrieller Gesellschaft, Deurbanisierung und Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungswirtschaft. Unter anderem gründete und finanzierte der GMF das Umweltinstitut in Freiburg. In den Führungsgremien saßen David Rockefeller, Armand Hammer und John McCloy. Damals begann die Regierung Brandt (auf Druck von Ehmke und Bahr) die Besteuerung von Investitionen Produktionsstätten einzuführen.

Die Ölkrise von 1974 brachte weitere Weichenstellungen. Im Rahmen der Weltbevölkerungskonferenz der UNO verfaßten Henry Kissinger und Brent Scowcroft im gleichen Jahr das National Study Memorandum 200 "Implications of worldwide Population Growth for US Security and Overseas Interests". Es gab der Politik der USA in den nächsten Jahren ihre Richtung vor. In dem zunächst streng vertraulichen Dokument, das inzwischen im Archiv zugänglich ist, wird festgestellt, daß das weltweite Bevölkerungswachstum dadurch zum Sicherheitsproblem der USA würde, daß es den Anspruch der USA auf ein Drittel der Weltrohstoffe vor allen in den Entwicklungsländern gefährde. Das Papier erklärt auch, daß die USA die Beschränkung oder Reduktion der Bevölkerung in den Entwicklungsländern - wie in Bukarest auf Initiative Nelson Rockefellers geschehen - nicht direkt fordern solle, da dies antiimperialistische Gefühle provoziere. Statt dessen solle man versuchen, nationale Führer zu ermutigen, sich für entsprechende Programme einzusetzen. "Vor allem müssen wir sicherstellen, daß internationale Organisationen wie IBRD, WHO, UNDP, UNICEF und UNFPA wie auch private freiwillige Organisationen eine aktive Rolle zur Unterstützung von Bevölkerungsprogrammen spielen". Insbesondere die Umweltschutz- und Frauenbewegungen würden zur Durchsetzung der US-Bevölkerungspolitik beitragen und verhindern, daß sich die Länder der Dritten Welt gegen den Westen und gegen den Kapitalismus zu Gunsten einer "Neuen Gerechten Wirtschaftsordnung" zusammentun.

Die US Umwelt- und Bevölkerungspolitik war nicht nur in Entwicklungsländern umstritten. 1974 gab es unter dem Eindruck der Ölkrise in Deutschland Bestrebungen der Industrie und der Politik (Helmut Schmidt), wieder vom Kurs der Umweltpolitik abzurücken. Dabei handelt es sich wohl gemerkt nicht mehr um den alten Umweltschutz, wie er seit dem Reichsumweltschutzgesetz von 1935 auch nach dem Krieg recht erfolgreich betrieben wurde, um Umweltbelastungen mit technischen Mitteln zu vermeiden oder abzumildern. Mit der "Umweltpolitischen Wende" von 1969 sollte vielmehr ein "weltökologisches Umweltdilemma als Schlüsselerlebnis der Grenze der gewohnten Lebens- und Wirtschaftsformen" anerkannt werden. Der seit 1970 gepredigte neue Umweltschutz dient als "Mittel, um grundlegende Änderungen in den Werten und Institutionen der Industriegesellschaft" und im Verhalten seiner Bürger durchzusetzen. Das jedenfalls betont Peter Menke-Glückert Staatssekretär im 1969 für Umweltpolitik zuständigen Innenministerium unter Genscher in mehreren Memoranden.

Sein gleichgestellter Mitkämpfer im gleichen Ministerium, Dr. Günter Hartkopf, erinnert in einer Rede, die er am 8.1.1986 vor höheren Beamten des DBB (Deutscher Beamten Bund) in Bad Kissingen hielt, an die Behinderungen dieser Politik. "Im Verlauf der Rezession 1974 fanden die üblichen Gegner eines verbesserten Umweltschutzes, also die Wirtschaftsverbände, Gelegenheit, den Spitzen der Bundesregierung durch lautes Beklagen des sogenannten überzogenen Umweltschutzes die Mär vom 50 Milliarden Investitionsstau glaubhaft zu machen. Die allerhöchsten Regierungsrepräsentanten schickten sich darum an, dem Umweltschutz sein Cannae zu bereiten. Am 3. Juli 1975 sollte auf Schloß Gymnich der Umweltschutz beerdigt werden. Hohe Beamten in wichtigen Ressorts, die das Buch über die Grenzen des Wachstums nicht nur gelesen, sondern auch (als Politikleitlinie, HB) verstanden hatten, organisierten daraufhin im Vorfeld des Treffens den Teilnehmerkreis so um, daß eine beachtliche Umweltstreitmacht den Wirtschaftsbossen gegenübergestellt wurde …"

In der gleichen Rede stellte Hartkopf fest, wie die Umweltbewegung in Deutschland überhaupt erst zustande kam. "Zur Organisation des Umweltschutzes und damit zur Unterstützung der Umweltverwaltung bedarf es einer Lobby, die außerhalb von Verwaltung und Parlament Forderungen für mehr Umweltschutz erhebt und damit in Politik und Medien gehört wird. Nachdem zu Beginn der eigentlichen bundesdeutschen Umweltpolitik eine solch potente Gegenseite nicht vorhanden war, mußte sie geschaffen werden. Es waren vorwiegend Beamte, die den Grundstein für die Arbeitsgemeinschaft für Umweltfragen legten und sie mit Leben und sachlichen Mitteln ausstattete … Weil ein umweltpolitischer Kampfverband fehlte, mußte er gebildet werden. Wieder waren es Beamte, die den Plan vorwärtstrieben, örtliche Bürgerinitiativen zu einem Dachverband zusammenzuschließen und die die Gründungsversammlung und einiges mehr finanzierten. Natürlich war allen Beteiligten klar, daß man einen ziemlich wilden Haufen ins Leben gerufen hatte, der auch der Umweltverwaltung durch seine Forderungen schwer zu schaffen machten würde. Doch das eigentliche Wadenbeißen des Verbandes fand immer in der richtigen Richtung statt."

Ähnlich sah es auch der damalige stellvertretende Generalsekretär der NATO Dr. W. Henily: "Zu erst haben die europäischen Regierungen gezögert, sich darauf einzulassen. Doch dann haben die grünen Parteien und die Umweltschützer auf die Regierung Druck ausgeübt und sie dazu gezwungen, Ausschüsse einzurichten". Konsequenterweise ist seitdem die Produktion von Versorgungsgütern in absoluten Zahlen weltweit stetig rückläufig.

Das alles geschah vor der Gründung der Grünen Partei. 1980, in ihrem Gründungsjahr, stellte Horst Ehmke in seiner Rede vor der Sozialistischen Internationale in Washington fest: "Das Ruhrgebiet braucht keine Kernenergie, weil der östliche Teile ohnehin seine Schwerindustrie verlieren wird". Im gleichen Jahr verabschiedete die Carter-Regierung in den USA ihr Programm Global 2000 und die UNO ihre World Conservation Strategie. In dem Bericht Global 2000 wird nichts weniger als die Eliminierung von 2 Mrd. Menschen bis zum Jahr 2000 gefordert. Wollte man weitere derartige Initiativen aufzählen, würde man sich ins Uferlose verlieren. Wenden wir uns daher nun dem Konzept dahinter zu.

[Erg. KF: Die Geschichte der Ökoabzocke und des Klimaschwindels geht also im wesentlichen auf die US-amerikanischen Kräfte zurück, die 1968 Richard Nixon an die Macht brachten. Er startete dann die Legalisierung der Umweltparasiten, die seitdem die Bevölkerung in zunehmend brutaler Art und Weise ausplünderten (vgl. Gastkommentar des Politikwissenschaftlers Carl Leggewie in der WELT: Amerika ist grün): National Environmental Policy Act NAPE 1969, Clean Air Act 1970, Clean Water Act 1972, Endangered Species Act von 1973. All diese "Umweltgesetze" geben vor, die Umwelt schützen zu wollen, eröffnen aber in Wirklichkeit dem großen Kapital und den Konzern ungeheuere gesetzlich geschützte Geschäftstätigkeiten, gegen die das Volk wehrlos ist, da ja die Welt gerettet werden muß. Mit NAPE wurde dafür das Environmental Impact Statement EIS eingeführt, auf Deutsch: Umweltverträglichkeitsprüfung, mit dem jedes Projekt nach Lust und Laune der wahren Mächte extrem verteuert oder gar aus den Latschen gekippt werden kann. In Deutschland nahm sich der aus Ostdeutschland eingeschleuste FDP-Vorsitzende Hans-Dietrich Genscher der Sache an und entwickelte mit urdeutscher Gründlichkeit und perfider Rafinesse ein System der staatlich gesteuerten Umweltaktivisten und -auflagen, mit dem die Industrieinteressen ausgehebelt und - noch besser - nach Belieben zu steuern und mit immer teureren Abgaben auch zu besteuern waren - zum Wohle der wirklich Allmächtigen in den Banken und Konzernen und ihrer Helfershelfer (Siehe hierzu auch den Spiegel: "Wie die Pilze" und Hanna Thiele: "Die umweltpolitische Wurzel der liberalen Identitätskrise". Daß es ausgerechnet die Millionärsparte FDP war, die die US-Kolonie BRD und das vertumbte deutsche Volk dem internationalen Raubtierkapitalismus endgültig auslieferte, braucht uns heute jedenfalls nicht mehr zu wundern. Zu diesem Komplex der korrupten FDP-Verräterei hat auch Dr. Peter Plichta Erhellendes beigetragen.]

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Martin Durkin: The Great Global Warming Swindle, CD mit dem sensationellen Klimaschocker-Film, der die mediale Aufklärung rund um den Ökoterrorismus kräftig anfeuerte.

Empfohlene und weiterführende Literatur der Ökokritiker / Klimaleugner / Klimaschutzskeptiker:





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