Wolfgang Thüne: Diplom-Meteorologe und Dr. phil. in Soziologie; Autor der Bücher "Der Treibhaus-Schwindel",
Saarbrücken 1998; "Freispruch für CO2", Wiesbaden 2002. Träger
des Woitschachpreises für ideologiefreie Wissenschaft 1999 der Stiftung DABEI e. V.
Interview mit Wetterexperte Dr. Thüne: Alle Wetter - wie ist das mit Klima und fossiler Verbrennung?
Zum Ursprung des Wetters
Seit wann es Wetter auf der Erde gibt, entzieht sich menschlichem Erkenntnisvermögen. Ihm
bleiben nichts als Vermutungen und spekulative Erklärungen, denn das Wetter
war bereits da, als der Mensch, gleichgültig ob als „Adam und
Eva“ oder als „nackter Affe“, die irdische Bühne betrat und sich dort
behaupten musste. Im Paradies, wo „Milch und Honig“ floss und der Mensch noch
nicht im Schweiße seines Angesichts sein täglich Brot erarbeiten musste, mag das Leben
wahrhaft herrlich gewesen sein. Entsprechend groß ist immer noch unsere unstillbare Sehnsucht
nach paradiesischen Zuständen. Unzählige Menschenopfer wurden und werden immer
noch dieser Illusion gebracht, doch sie bewirkten nur Elend und Leid.
Was die Voraussetzung für Wetter betrifft, so müssen drei Dinge gegeben sein. Erstens
muss es einen Energie spendenden Körper geben, zweitens einen diese Energie aufnehmenden Körper
und drittens ein bewegliches gasförmiges Medium. Es muss also eine Sonne geben,
eine Erde und diese muss eine Gashülle, eine Atmosphäre, besitzen. Denkt man
an eine Rangfolge, dann ist das Wichtigste die Energie, ohne die es keine
Bewegung gibt. Den Beginn des Wetters kann man ansetzen mit dem Befehl: „Es werde Licht!“
Trotz dieses Befehls war die Erde noch achteinhalb Minuten in Finsternis getaucht. Erst dann wurde sie
erhellt durch die ersten Sonnenstrahlen, die allerdings noch kein Auge wahrnahm.
Deswegen bleiben uns die Anfänge der Erde im „Dunkeln“. Achteinhalb Minuten
brauchen die Lichtstrahlen, denn ihre Geschwindigkeit ist nicht unendlich,
sondern beträgt nach Olaf Römer 300 000 Kilometer pro Sekunde. Und diese Zeit
ist nötig, um die etwa 150 Millionen Kilometer betragende Entfernung zwischen
Sonne und Erde zurückzulegen. Auf der Erde wurde es mit Eintreffen des Lichts
nicht nur hell, sondern auch warm. Mit den Worten von Max Planck ist jeder
Lichtstrahl zugleich auch ein Wärmestrahl. Es scheint paradox, aber fast 50
Prozent der Lichtstrahlen von der Sonne kommen als unsichtbare Wärmestrahlen
auf die Erde und heizen sie auf, erwärmen deren Oberfläche.
Nun erst kommt die Lufthülle, die Atmosphäre, ins Spiel. Als elektromagnetische Strahlen
benötigen die Lichtstrahlen kein Medium, keinen Äther, um sich auszubreiten. Während die Schallwellen die Luft als
Transportmedium benötigen, können sich Lichtwellen auch im luftleeren Raum, im Vakuum,
ausbreiten. Sie passieren praktisch ungehindert die Lufthülle der Erde. Nur
einige wenige werden nur von ganz wenigen Luftmolekülen, die die Fähigkeit haben, Strahlen
ganz bestimmter Wellenlänge zu absorbieren und zu emittieren,
abgefangen, sozusagen aus dem Spektrum ausgefiltert. Die hierdurch bewirkte direkte
Erwärmung der Luft ist kaum messbar, praktisch vernachlässigbar.
Erwärmt von der Sonne wird im Grunde einzig und allein der Erdboden. Dieser erst erwärmt
die Luft durch Wärmeleitung, durch direkte Berührung mit der aufliegenden Luft, die mit
einem Luftdruck von gut einem Kilogramm pro Quadratzentimeter auf die
Erdoberfläche gepresst wird. Die so erwärmte Luft bleibt nicht lange ruhig. Wie jeder
andere Körper dehnt sie sich bei Erwärmung aus; sie wird dünner, leichter
und steigt empor. Erwärmte Luftpakete lösen sich vom Boden ab und erzeugen das, was wir
Auftrieb, Konvektion oder Thermik nennen. In solchen Thermikschläuchen
schrauben sich die Adler, Bussarde und Sperlinge in die Höhe, aber auch die Segelflieger wissen diese zu nutzen.
Dieses Prinzip des Auftriebs entdeckte zuerst Archimedes, unter Wasser. Das „Archimedische
Prinzip“ besagt, dass jeder leichtere Körper unter Wasser solange
emporsteigt, bis das von ihm verdrängte Gewicht mit dem des Wassers
übereinstimmt. Deswegen schwimmt auch Eis auf dem Wasser, weil sich dessen Volumen beim
Gefrieren um etwa 10 Prozent ausdehnt. Diese Ausdehnungskraft sprengt nicht nur Felsen, sie lässt auch
Wasserrohre platzen. Wenn man die „Spitze eines Eisberges“ sieht, kann
man als Faustformel annehmen, dass 90 Prozent des Eisberges sich unter Wasser befinden.
Schmilzt des Eisberg, so nimmt das Wasser wieder sein ursprüngliches Volumen ein.
Obgleich die „Spitze des Eisberges“ verschwindet, ändert sich an der Höhe
des Wasserspiegels absolut nichts. Schmelzende Eiswürfel in einem Glas mit
Whisky bringen dieses auch nicht zum Überlaufen!
Durch Leitung und dann Konvektion kommt die Wärme in die Luft, wird deren Temperatur
erhöht. Es ist also nicht korrekt zu sagen, dass sich die Luft erwärme. Nein,
Luft kann sich nicht erwärmen. Sie müsste sich an einer Stelle abkühlen, um mit dieser
Energie sich an anderer Stelle erwärmen zu können. Dies ist physikalisch unmöglich,
denn jeder Wärmestrom hat eine von Natur aus vorgegebene Richtung. Wärme fließt
nur von warm nach kalt und nicht umgekehrt. Dieses Naturgesetz vermag der Mensch
nicht umzukehren, mag seine Phantasie auch anderes propagieren, wie es der
Begriff „Erderwärmung“ suggeriert. Auch diese „Erderwärmung“ ist
unmöglich. Wie jeder andere Körper verliert auch die Erde unentwegt Wärme. Sie kühlt
sich für uns Menschen erbarmungslos und gnadenlos ab, wenn sie nicht von außen,
von der Sonne, erwärmt wird.
Ohne Sonne gäbe es kein Leben auf der Erde, weil es für dieses keine Energie
gäbe. Leben ist Energie, ist Bewegung. „Alles fließt“, sagte
Heraklit in weiser Einfachheit. Auch die Luft fließt und ist in ständiger Bewegung,
selbst bei vermeintlicher „Windstille“. Wind ist bewegte Luft und wohl daher
hat „Wetter“ in seiner indogermanischen Urbedeutung die Bedeutung „Bewegung“. Diese
Bewegung lebt in dem englischen Wort „weather“
fort. Im französischen Sprachgebrauch wird die Bewegung an die Zeit geknüpft. „Le temps“ bedeutet
sowohl Zeit als auch Wetter. Beide sind in unaufhörlicher Bewegung, in ständigem
Fluss und nicht umkehrbar, das heißt nicht rückgängig zu machen. Wetter und
Zeit sind „irreversibel“.
Die Lufthülle der Erde bewegt sich nicht vor selbst, denn aufgrund der Schwerkraft, der
Anziehungskraft der Erde als Körper, ist die Lufthülle äußerst fest an die Erde gebunden.
Die Lufthülle rotiert mit genau der gleichen Geschwindigkeit wie die Erde. Bei
einer täglichen Erdumdrehungszeit von 24 Stunden und einen Umfang von etwa 40
000 Kilometern am Äquator beträgt dort die Rotationsgeschwindigkeit der Erde
knapp 1 760 Kilometer pro Stunde. In 50 Grad nördlicher oder südlicher Breite
sind es immer noch etwa 850 Kilometer pro Stunde. Würde sich die Erde unter
einer „starren“ Lufthülle mit dieser Geschwindigkeit drehen, die Oberfläche
wäre am Äquator glühend heiß, allein durch die Reibungswärme. Alle Gegenstände
auf der Erde würden verglühen wie ein Satellit beim Wiedereintauchen in die
Erdatmosphäre. Direkt am Nordpol wie am Südpol als Umdrehungsachse wäre es
eisig kalt, denn dort geht die Rotationsgeschwindigkeit auf Null zurück.
Woraus sich die Lufthülle zusammensetzt
Die bewegte Lufthülle erzeugt also das, was wir Wetter zu nennen pflegen. Die Kraft oder
Energie, die sie zu ihrer ständigen Bewegung benötigt, kommt von
der Sonne. Sie ist der „Motor“, der alles in Bewegung hält, auch das Leben.
„Leben“ gab es jedoch nicht von Anfang an auf der schätzungsweise 4,5 Milliarden
Jahre alten Erde, wenn auch die glühende Urerde schon eine Atmosphäre
hatte. Sie war jedoch mit der heutigen nicht zu vergleichen und hatte eine völlig andere
Zusammensetzung. Die Vermutungen über die Bestandteile der Uratmosphäre sind vage, doch geht
die Wissenschaft davon aus, dass die Atmosphäre ein Stadium durchlaufen hat, in
dem sie noch ohne Sauerstoff war. Wie ein glühendes Eisen, das aus dem Feuer genommen wird, so
kühlte sich die noch heiße Erde stetig ab, bis die Temperaturen der
Lufthülle unter 373,2 Kelvin (K) oder 100 Grad Celsius (° C) sanken, dem Siedepunkt
des Wassers. Nun erst konnte sich der unsichtbare, gasförmige Wasserdampf
verflüssigen, zu Tröpfchen kondensieren, konnte der Himmel seine Schleusen öffnen, um die
Ozeane zu bilden.
Es war die Wärmestrahlung, die diesen Abkühlungsprozess verursachte. Die Erde verlor ihre
Hitze und strahlte sie in die unendlichen Weiten des Weltalls hinaus. Die Erde
bekam irgendwann eine feste Kruste und die Lufthülle füllte
sich zunehmend mit den Stoffen, die im Innern der glutflüssigen Gesteine
gelöst waren. Auf diese Weise kamen Wasserdampf, Kohlendioxyd und Stickstoff in die Luft. Dies
lässt sich nachprüfen an den Ausdünstungen der heute
tätigen Vulkane. Die Rauchwolken der Vulkane bestehen ungefähr zu 70 Prozent aus Wasserdampf, zu 16
Prozent aus Kohlendioxyd, zu 10 Prozent aus Stickstoff. Den Rest bilden Staubpartikel und Schwefeldämpfe.
Die beiden angeblichen „Treibhausgase“ Wasserdampf und Kohlendioxyd
konnten nicht verhindern, dass sich die Erde, die einst eine glühende
„Feuerkugel“ war, stetig weiter abkühlte. Die Erklärung ist physikalisch einfach und leicht zu
verstehen. Dies liegt schlicht daran, dass die Erde naturgesetzlich ein
„kontinuierlicher Strahler“ ist. Alle festen und flüssigen
Körper gehören zu den „kontinuierlichen Strahlern“, weil sie
elektromagnetische Strahlung zusammenhängend über ein breites
Wellenlängenspektrum abgeben. Luftige und damit gasförmige Körper können dagegen nur
selektiv Strahlung aufnehmen oder absorbieren und damit abgeben oder emittieren.
Die Sonne als glühender und die Erde als kalter Körper sind beides solch „kontinuierliche Strahler“. Die
Sonnenstrahlen erreichen die Erdoberfläche durch das sichtbare und nahe Infrarotfenster in
der Atmosphäre zwischen 0,38 und 3 Mikrometer (µm) und die Wärmestrahlung der Erde
verschwindet ins Weltall insbesondere durch das offene Wasserdampf-Fenster
zwischen 8,75 und 12,25 µm. Die von der Sonne ausgehende Strahlung umfasst
nicht nur das unser Auge blendende sichtbare „weiße“ Licht, das sich in
seine Spektral- oder Regenbogenfarben von violett bis rot zerlegen lässt. Auch
jenseits des roten Lichts bei 0,8 µm sendet die Sonne unsichtbare Wärme- oder
Infrarotstrahlung zu uns. Jenseits des violetten Lichts kommt von der Sonne eine
ebenfalls unsichtbare Strahlung, die sehr kurzwellige Ultraviolettstrahlung, die
auf unserer Haut den „Sonnenbrand“ hervorruft. Während das Rot- und
Infrarotlicht“ unsere Haut erwärmt, wird sie von zuviel „UV-Licht“ verbrannt und geschädigt.
Die Sonnenstrahlung hinterlässt in der Sonnenatmosphäre nicht nur die vielen Tausend dunklen
„Fraunhoferschen Linien“, sie muss auf ihrem Weg zur Erde noch die
Erdatmosphäre mit ihren Gasen durchlaufen. Nachdem im Jahre
1672 Isaac Newton entdeckt hatte, dass sich das weiße Sonnenlicht in seine
sieben Regenbogenfarben zerlegen lässt und später im Jahre 1800 Wilhelm
Herschel die unsichtbare, die ultra- oder infrarote Strahlung entdeckte, war es
Josef Fraunhofer, der im Jahre 1814 im Sonnenspektrum viele dunkle Linien, die
„Fraunhoferschen Linien“ entdeckte. Erst viele Jahre später, im Jahre 1859,
fanden Gustav Kirchhoff und Robert Bunsen die Erklärung. Sie entdeckten, dass
die dunklen Linien schlicht und einfach „Absorptionslinien“ waren. Sie
wurden verursacht durch die verschienen Gase in der Sonnenatmosphäre. Jedes
Molekül kann nur ganz spezifisch Strahlung einer ganz bestimmten und nur für
dieses spezielle Molekül charakteristischen Wellenlänge absorbieren. Diese
Absorption erzeugt eine „dunkle Linie“ in dem
ansonsten kontinuierlichen Spektrum.
Kirchhoff und Bunsen fanden auch eine „dunkle Linie“, die sie keinem Stoff auf
der Erde zuordnen konnten. Sie gaben dem dazugehörigen Stoff den Namen
„Helium“ nach dem griechischen Wort „helios“ für Sonne. Erst
etwa 30 Jahre später entdeckte man dieses Element Helium auch auf der Erde. Man weiß auch,
wie Helium entsteht. Es entsteht aus der Verschmelzung von zwei Wasserstoffatomen
in dem „Fusionsreaktor“ Sonne. Kirchhoff und Bunsen
begründeten als neuen Zweig der Physik die „Spektralanalyse“. Sie spielte nicht
nur für die Astronomie eine gewichtige Rolle, denn sie erlaubte es, erstmalig die
Zusammensetzung von Sternatmosphären „spektralanalytisch“ zu
erforschen und sowohl qualitativ als auch qualitativ zu bestimmen.
Auf der Spektralanalyse beruht letztendlich die moderne Atomphysik ebenso wie die
Quantenphysik. Mit der Entdeckung des „Wirkungsquantums h“ revolutionierte
Max Planck die klassische Physik und öffnete mit seiner am 14. Dezember 1900
vorgetragenen Quantenidee den Zugang zu einem der Physik bis dahin verschlossenen
Verständnis aller Atomvorgänge. Im Jahre 1905 übernahm Albert
Einstein Max Plancks Idee der Quantentheorie und interpretierte das Licht als Strom von
Lichtquanten oder Photonen, wobei er jedem Quant eine Energie h υ zuschreibt
und zudem annimmt, dass jedes Elektron durch e i n Quant ausgelöst wird.
Mit diesem Bild sieht man das Bombardement der Quanten auf den bestrahlten
Körper unmittelbar vor sich. Aus denselben Gedanken heraus stellte Albert Einstein im
Jahre 1912 das „photochemische Grundgesetz“ auf, demzufolge
jede photochemische Reaktion primär in der Absorption e i n e s Lichtquants und
der an e i n e m Atom oder Molekül dadurch ausgelösten Umsetzung erfolgt.
Dies vorauszuschicken ist äußerst wichtig um zu verstehen, warum die Lufthülle der Erde
praktisch durchsichtig, vor etwa 100 Jahren sagte man „diatherman“,
für die Sonnenstrahlen ist. Sie haben mit Leichtigkeit die Sonnenatmosphäre durchdrungen und
tun dies ebenso mit der Erdatmosphäre. Man kann dies nachprüfen und
ganz einfach mit Temperaturmessungen belegen. Dazu misst man direkt am Boden und dann in
verschiedenen Höhen über dem Boden den Tagesgang der
Temperaturen. Die Auswertung der Messungen ergibt, nimmt man zur leichteren
Interpretation windarmes und wolkenloses Wetter, dass die größten
Temperaturschwankungen direkt am Erdboden auftreten und dann mit zunehmender Höhe
immer geringer werden. Der Boden ist also eindeutig am Tage die Heizfläche
für die Luft, und natürlich auch die nächtliche
Kühlfläche. Läuft man bei Sonnenschein
über Mittag barfuss durch den Dünensand oder über eine
Teerstraße, dann merkt man den beachtlichen Unterschied zwischen der Temperatur des Bodens wie in
Kopfhöhe.
Obgleich die Sonne unsere Energiequelle ist, ist der Boden als Empfänger- oder
Absorberfläche für die Solarenergie die tatsächliche Quelle und Senke für
Energie. Mit Hilfe des Prozesses der Wärmeleitung transportiert er Wärme in
die tiefere Schichten des Bodens, erleitet sie aber auch in die Atmosphäre. Die
Lufthülle der Erde lässt also die Sonnenergie praktisch ungehindert passieren und das liegt an
ihrer gasförmigen Zusammensetzung. Die trockene Luft besteht etwa zu 78 Prozent aus
Stickstoff (N2) und zu 21 Prozent aus Sauerstoff (O2). Im
verbleibenden Rest von 1 Prozent überwiegt mit 0,9 Prozent das Edelgas Argon (Ar). Von
dem minimalen Rest von 0,1 Prozent hat den Hauptanteil mit 0,035 Prozent das
Kohlendioxyd (CO2). Dann folgen nur noch Bruchteile von Neon, Helium, Methan, Krypton,
Wasserstoff, Stickoxyd, Ozon, Xenon.
Die Zusammensetzung der Luft scheint wie von weiser Hand zusammengefügt, denn jeder Stoff
hat eine Aufgabe, eine Funktion, einen Sinn. Ohne die winzigen Bruchteile von
Kohlendioxyd gäbe beispielsweise keine grünen Pflanzen auf unserer Erde, keine
Pflanzen, keine Bäume und Sträucher, keine Grasländer, keine Steppen und
Urwälder. Die grünen Pflanzen haben als einzige Lebewesen die einzigartige
Fähigkeit, über die Spaltöffnungen an den Blättern mit Hilfe des
Farbstoffes Chlorophyll Sonnenenergie aufzunehmen und diese als „Nahrung“
zu speichern. Diesen Prozess nennt man Photosynthese oder CO2-Assimilation.
Dabei wird mit Hilfe des Kohlendioxyds aus der Luft und des mit Mineralien
angereicherten Wassers aus dem Boden Pflanzensubstanz, materialistisch als
„Biomasse“ bezeichnet, aufgebaut. Dabei spalten sie aus dem Wasser (H2O)
Sauerstoffatome (O) ab, fügen sie zu Sauerstoffmolekülen (O2)
zusammen und geben diese an die Luft ab.
Die grünen Pflanzen sind wahre Wunderwerke der Natur oder Schöpfung. Ohne sie
wäre heutiges Leben auf der Erde nicht möglich. Diese Einsicht findet man in einem
weisen Spruch am Eingang des Botanischen Gartens in Berlin. Dort steht:
„Hab’ Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“
Ohne die grünen Pflanzen, man nennt sie daher auch Primärproduzenten, gäbe es
keine Grundnahrung für Tier und Mensch, es gäbe auch keinen Sauerstoff in der Luft,
den wiederum Tier wie Mensch gleichermaßen dringend benötigen, um die
pflanzliche oder auch tierische Nahrung im Körper zu verbrennen. Deren Verbrennung
ist unverzichtbar, um die in der Nahrung von den Pflanzen gespeicherte Sonnenenergie als
eigentliche Lebensenergie wieder freizusetzen. Mit Albert Einstein
gesprochen leben wir Menschen letztendlich von dem ungeheuren Photonenstrom, der
von der Sonne ausgeht und die Erde trifft. Die Sonne verzehrt sich und
ermöglicht Leben auf der Erde. Hört sie eines Tages auf zu scheinen, dann
hört auch das Leben auf.
Erlischt die Sonne, dann tritt vermutlich wieder der Urzustand ein, den die Bibel wie folgt
beschreibt: „… die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe …“. Ähnlich
heißt es in der Edda: „… Urzeit war, da Ymir hauste, nicht war Sand noch
See noch Salzwogen, nicht Erde unten noch Himmel oben, Gähnung grundlos, doch
Gras nirgend …“.
Zur Rolle des Kohlendioxyds in der Luft
Die wissenschaftlichen Schätzungen über den maximalen einstigen Gehalt der Luft an Kohlendioxyd
gehen weit auseinander und reichen von mindestens 20 Prozent, was dem heutigen
Sauerstoffgehalt entspricht, bis zu über 80 Prozent. Diese Diskrepanzen sind
erheblich, sie mögen hier nicht weiter interessieren, denn Tatsache ist, dass
sich die Erde trotz des immens hohen CO2-Gehaltes abkühlte und nicht erwärmte.
Nachdem die Erdoberfläche und mit ihr die Lufthülle unter die „kritische
Temperatur“, den „Siedepunkt“ bei 373 K oder 100° C,
abgekühlt waren, konnten die riesigen Wasserdampfmengen kondensieren. Es muss zu geradezu sintflutartigen
Regenfällen gekommen sein. So entstanden die Flüsse, die Seen, die Meere.
In den Meeren entwickelten sich die Blaugrünalgen, die die Befähigung zur
Photosynthese, zur CO2-Assimilation hatten. Mit Hilfe des Sonnenlichts hυ
erzeugten sie aus den anorganischen Stoffen H2O und CO2 organisches Material und gaben
dabei Sauerstoff ab. Ohne CO2 in der Luft gäbe es keine grünen Pflanzen und damit
keine Nahrung für Tier und Mensch. CO2 ist für die Pflanzen unverzichtbar; es
ist ein Grundnahrungsmittel. Deswegen nennt man die Pflanzen auch Primärproduzenten.
Der Mensch ist Konsument. Mit der Begrünung der Kontinente verschwanden
ungeheure Mengen des Kohlendioxyds aus der Luft. Der heutige Gehalt liegt
zwischen 0,03 und 0,04 Prozent. Große Mengen wurden bei der Verwitterung von
Feldspat, einem Granitbestandteil, „verbraucht“, in Kalkstein und Dolomit
(CaCO3) eingebunden. Schätzungsweise 300 000 mal mehr Kohlendioxyd,
als unsere Lufthülle heute enthält, liegt in den Kalkfelsen und Dolomiten der
Erde fest. Ein Teil des Kohlendioxyds wurde auch aus der Luft ausgewaschen und löste
sich in den Meeren auf.
Wenn, und hiervon gehen alle IPCC-Experten aus, die Erde angenähert als ein
„schwarzer Körper“ angesehen werden kann, dann ist es absolut unmöglich, dass
eine Lufthülle mit Gasen, die Strahlung nicht kontinuierlich, sondern nur ganz selektiv
und stoffspezifisch Strahlung ganz bestimmter Wellenlänge oder
Wellenzahl absorbieren können, die Erde an ihrer Abkühlung
hindern könnte. Die Spektralanalyse von Kirchhoff und Bunsen (1859) hat physikalisch das
erklärt, was Sir Isaac Newton um 1660 in seinem „Abkühlungsgesetz“ (cooling law)
quantitativ formulierte.
Wenn man annimmt, dass die Erde ein „schwarzer Körper“ ist und eine
einheitliche Temperatur von +15° C (288 K) hat, dann beträgt die Summe der kontinuierlich
über ein breites Wellenlängenspektrum abgestrahlte unsichtbare Temperatur- oder
Wärmestrahlung 390 W/m2, wobei nach dem Wienschen Verschiebungsgesetz
(Wien’s distribution law) das Maximum der abgestrahlten Energie bei 10 µm liegt. Kohlendioxid kann diesen
Wärmestrom nicht unterbinden, denn es kann nur Strahlung von Wellenlängen bei
15 µm absorbieren. In jedem Lehrbuch der Physik, dass sich mit der Fernerkundung (remote sensing) befasst,
speziell mit der berührungslosen Temperaturmessung von Wettersatelliten
aus, ist ausgeführt, dass dies nur möglich ist, weil in der Atmosphäre ein
stets offenes infrarotes Strahlungsfenster (radiation window) zwischen 8,5 und 13 µm
existiert, dass weder durch die Wasserdampf- noch die Kohlendioxid-Absorptionslinien
geschlossen werden kann.
Weil dies so ist, nimmt in jeder Nacht, egal wo auf der Erde, bei wolkenlosem Himmel die
Temperatur am Erdboden ab. Der Grund ist die Tatsache, dass die Wärmestrahlung der Erdoberfläche
wie aller auf ihr befindlichen Körper ungehindert ins Weltall entweichen kann.
Diese nachweisbaren Fakten verweisen die Behauptung, es gäbe einen „natürlichen
Treibhauseffekt“, ins Reich unnatürlicher Märchen. Und wenn schon ein „natürlicher
Treibhauseffekt“ physikalisch absolut unmöglich ist, dann ist auch ein
„anthropogener zusätzlicher Treibhauseffekt“ unmöglich. An dieser Tatsache
ändert sich auch nichts, wenn der CO2-Gehalt der Luft sich verdoppeln oder gar
verdreifachen sollte.
Durch logisches Überlegen und konsequentes Anwenden der physikalischen Gesetze kommt man zu dem
vernichtenden Urteil, dass mit dem „Treibhauseffekt“ eine bewusste Lüge in
die Welt gesetzt wurde, um speziell die fossilen Energieträger zu verteufeln
und ihnen die Schuld an der globalen „Klimakatastrophe“ zu geben. Auch eine
„Klimakatastrophe“ wird es nie geben und hat es daher auch noch nie gegeben,
weil „Klima“ ein statistisches Konstrukt ist, das vom Wetter her abgeleitet
wird. Jeder weiß, dass jeder Einzelwert durchaus katastrophale Werte annehmen
kann, der daraus errechnete Mittelwert aber ein „toter Wert“ ist, vom dem
keinerlei Gefahr ausgeht.
Alle Gefahren, denen der Mensch ausgesetzt ist, seien es Sandstürme oder
Schneestürme, Hitze- oder Kältewellen,
Orkane oder Wirbelstürme, gehen vom Wetter aus. Doch dieses
entzieht sich der
Kontrolle des Menschen.
Oppenheim, den 2. Februar 2007
Dr. Wolfgang ThüneNachfolgend Dr. Thüne zum Problem, daß unsere bundespräsidiale Einfalt auf die primitiv gelogenen Irrungen und Wirrungen der Klimaschwindler hereingefallen ist - als untrügliches Merkmal früherer PISA-Schädigungen ausgerechnet in unseren Eliten?
Dipl.-Met. Dr. Wolfgang Thüne
55276 Oppenheim, 20. Okt. 2005
Wormser Straße 22
Bundespräsidialamt
Spreeweg 1
11 010 Berlin
Grußwort von Bundespräsident Horst Köhler anlässlich
der Verleihung des Deutschen Umweltpreises am 16. 10. 2005 in Lübeck
Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
in Ihrer sehr beachtenswerten Rede, die einen großen publizistischen
Widerhall gefunden hat, haben Sie als Zentralthese angemerkt: „die wahren
umweltpolitischen Herausforderungen stehen uns erst bevor“, um diese dann zu präzisieren.
Konkret zählen Sie unter Berufung auf die drei Quellen, 1. das Worldwatch
- Institut, 2. die Rückversicherungen und 3. das Max-Planck-Institut
für Meteorologie, „den Klimawandel zu den größten Risiken
für die Sicherheit in der Welt“ und stellen fest, dass „die extremen
Wettersituationen“ an „Zahl und Stärke deutlich zunehmen“.
Sie haben damit genau das Stimmungsbild vermittelt, was seit Jahren gezielt
gezeichnet und über die Massenmedien verbreitet wird. Deswegen wurde
Ihnen höchstes Lob gezollt. Doch bei Aussagen solcher Tragweite sollte
man nicht der Versuchung zum Populismus nachgeben, und zuerst fragen, ob
die zitierten Quellen wirklich objektiv und seriös oder ob sie nicht
interessengebunden sind. Letzteres trifft bei genauerer Hintergrundanalyse klar hervor.
Wäre der „Deutsche Wetterdienst“ als bundesstaatliche Oberbehörde
befragt worden, er hätte als Institution, die nicht an der Panikmache
verdient, Ihnen die Situation objektiv beschreiben können. Sie lautet:
Es gibt nicht den geringsten statistisch signifikanten Anhaltspunkt, dass
abgesehen von den „normalen“ Fluktuationen Zahl und Stärke extremer
Wettersituationen zunehmen. Diese Sorgfaltspflicht hat die Präsidialverwaltung grob fahrlässig missachtet.
Gestatten Sie mir noch eine Anmerkung zu dem viel gebrauchten Reizwort „Klimawandel“.
So wie Voraussetzung der Berechnung der „200-Tage-Kurve“ als gleitendes
Börsenmittel die tägliche Erhebung und Mittelung der 30 DAX-Werte ist, so kann eine
Temperaturkurve als gleitendes Klimamittel dann und nur dann berechnet werden,
wenn täglich die Temperaturen beobachtet werden. Zuerst wird die Tagesmitteltemperatur
berechnet, dann die Monats- und zuletzt die Jahresmitteltemperatur. Macht
man dies sorgfältig 30 Jahre, dann erhält man den Anfangswert einer Klimakurve.
Solch eine Kurve täuscht einen „Wandel“ vor, der seine Ursache aber
nicht im errechneten Klimawert hat, sondern im unbeständigen, sich stets
wandelnden Wetter. Ich habe diesen Vergleich gewählt, da Sie Wirtschaftswissenschaftler
sind und sich sicher täglich nach den Ursachen des Auf und Ab von Börse und Wirtschaft fragen.
Die schon seit Jahrzehnten mit einem Milliardenaufwand an Forschungsmitteln betriebene numerische „Klimaforschung“ wird nie zu
einem brauchbaren Ergebnis mit einem wirklichen Erkenntnisfortschritt kommen, solange die falschen Fragen gestellt und bewusst Politik wie Öffentlichkeit getäuscht werden. Der grundsätzliche wissenschaftliche Fehler liegt darin, dass
vorsätzlich Ursache und Wirkung vertauscht werden. Nicht das Klima ist die Ursache von Wetter, es ist „bestenfalls“ seine Folge!
Selbst dieser Vergleich ist objektiv unzulässig, denn ein anhand des geschehenen Wetters statistisch errechneter
„Klimawert“ gewinnt dadurch kein Eigenleben, um so etwas wie einen „Klimawandel“ zu erzeugen. Voller Leben und unberechenbarer Vitalität steckt nur das Wetter. Es ist
völlig ungerechtfertigt, uns Bürger als „Klimasünder“, ja „Klimakiller“ zu diffamieren und dann zwecks „Klimaschutz“ mit
horrenden „Ökosteuern“ zu belegen, sprich „bestrafen“.
In diesem Zusammenhang möchte ich mir die Anregung erlauben, dass Sie sich die Rede des Ex-Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft,
Herrn Prof. Dr. Hubert Markl, anlässlich der EXPO 2000 in Hannover vorlegen lassen. Hierin wird klipp und klar bekannt, dass „Lug und
Trug integrale Bestandteile des Forschens“ sind. Diesen Missstand gilt es offen beim Namen zu nennen und zu bekämpfen.
Dem Forschungsstandort Deutschland wäre nachhaltiger geholfen, wenn umgehend alle sog. „Klimaforschungsinstitute“ geschlossen würden und ein Bruchteil des eingesparten Geldes zur Verbesserung der
Wettervorhersage investiert würde. Dies sage ich als einer, der 15 Jahre als Meteorologe im Rampenlicht der Öffentlichkeit stand und traurig zusehen muss, wie auch die Wetterberichte sprachlich verflachen, im ZDF die Sonne einen
„Schwächeanfall“ erleidet, und immer weiter in die Beliebigkeit abgleiten. Diesen Erosionsprozess gilt es zu stoppen.
Fazit: Das „Klima“ war noch nie eine reelle Gefahr und wird es auch nie sein. Dagegen muss der Mensch vor dem Wetter stets auf der Hut sein. Das Wort
„Wetterschutz“ heißt Schutz vor dem Wetter, keineswegs in ideologischer Verdrehung „Schutz des Wetters“.
In der Hoffnung, dass meine Anmerkungen nicht völlig auf Unverständnis stoßen verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Thüne
Kommentar KF: Wer nicht weiß, daß Risikoversicherungen die dummgehalten-leicht-zu verschreckende-und-systematisch-tumbgehaltene Öffentlichkeit zum Abschluß von Versicherungen treiben wollen und dafür keine Risikodrohgebärde auslassen, ist der zu Recht als Wirtschaftswissenschaftler zu bezeichnen? Und daß dubiose Nachrichten meist von ebenso dubiosen Quellen stammen? Ist Worldwatch Worldquatsch? Na so was! Vielleicht steckt sogar Absicht dahinter, wenn eine so hohe Eminenz ins Horn des Klimawahns seine präsidialen Klagelieder stößt? Sind vielleicht - wie es manche behaupten - tatsächlich alle Politiker und Repräsentanten unserer Orangenrepublik organisierte Verbrecher, wie einst schon mal im Mai? Da stehen uns allseits beschissenen Bürgern wahrlich noch schlimme Herausforderungen bevor!
Martin Durkin: The Great Global Warming Swindle, CD mit dem sensationellen Klimaschocker-Film, der die mediale Aufklärung rund um den Ökoterrorismus kräftig anfeuerte.
Empfohlene und weiterführende Literatur der Ökokritiker / Klimaleugner / Klimaschutzskeptiker: